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Die Auswahl an Kostümen ist groß - dabei muss es nicht immer Fast-Fashion sein. Foto: Pascal Höfig
Die Auswahl an Kostümen ist groß - dabei muss es nicht immer Fast-Fashion sein. Foto: Pascal Höfig

Einfach und kostengünstig: Ideen für nachhaltige Faschingskostüme

Die fünfte Jahreszeit macht auch vor der Region in und um Würzburg nicht Halt. Ganz im Gegenteil: zahlreiche Närrinnen und Narren freuen sich mehr denn je, 2023 endlich wieder Fasching feiern zu können. Damit die Faschingszeit ein echter Erfolg wird, darf eines nicht fehlen: ein kreatives Kostüm. Doch statt die nächste Fast-Fashion-Verkleidung zu kaufen, die danach unberührt im Schrank hängt, bieten sich auch viele nachhaltige Faschingskostüme an. Dabei wird nicht nur der Geldbeutel, sondern auch die Umwelt geschont.

Map: Faschingszüge in Würzburg und Umgebung

Secondhand Kostüme

Gerade bei Verkleidungen muss es keinesfalls Neuware sein. Die Kostüme werden meist nur eine Faschingssaison getragen und befinden sich in einem guten Zustand. In Secondhand Läden kann man kostengünstig ein kreatives Kostüm zusammenstellen. In Würzburg gibt es beispielsweise bei Brauchbar, FairKauf oder Oxfam viel Auswahl an Secondhand Damen- und Herrenbekleidung. Der Umsonstladen Luftschloss in Grombühl führt ein komplett kostenloses Sortiment. Hier kann jeder, der etwas mitbringt, kostenlos etwas anderes mitnehmen. Die perfekte Gelegenheit, um den eigenen Trödel in ein cooles Kostüm umzutauschen.

In Second-Hand Läden wie dem FairKauf in Würzburg kann man ein nachhaltiges Faschingskostüm finden. Foto: Thomas Obermeier

In Secondhand Läden wie dem FairKauf in Würzburg kann man ein nachhaltiges Faschingskostüm finden. Foto: Thomas Obermeier

Kleiderschränke der Familie

Ein originaler Jogginganzug aus den 80er Jahren ist inzwischen fast wieder im Trend. Die perfekte Gelegenheit also, um den Kleiderschrank der Eltern oder Großeltern zu durchsuchen. Hier findet man sicherlich Kleidungsstücke aus den 70er, 80er und 90er Jahren, aus denen man sich ein cooles Kostüm zusammenstellen kann.

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Oder wie wäre es, sich einfach mal als Zukunfts-Ich zu verkleiden? Opas Hosenträger oder Omas Faltenrock lassen uns direkt mal einige Jahre älter aussehen. Ein paar Falten ins Gesicht schminken und Krückstock in die Hand – fertig ist das Kostüm.

Diese "Oma" hat sogar einen Rollstuhl und Krankenpfleger dabei. Foto: Ulises Ruiz

Diese „Oma“ hat sogar einen Rollstuhl und Krankenpfleger dabei. Foto: Ulises Ruiz

Natürlich wird man sicherlich auch im eigenen Kleiderschrank fündig. Ein schwarz-weiß-gestreiftes Oberteil und eine schwarze Hose bilden die Grundlage des Bankräuber-Kostüms. Mit einer Ski- oder Augenmaske und einem schwarzen Beutel ist die Verkleidung schon komplett.

Auch mit einem blau-weiß gestreiften Shirt sieht das Bankräuber-Kostüm gut aus. Foto: Ulises Ruiz

Auch mit einem blau-weiß gestreiften Shirt sieht das Bankräuber-Kostüm gut aus. Foto: Ulises Ruiz

Kostümtauschbörse unter Freundinnen und Freunden

Statt die Kostüme aus den letzten Jahren im Schrank hängenzulassen, können diese im Freundeskreis getauscht werden. Vor der ersten Faschingsveranstaltung heißt es dann: Kostümtauschparty! Dabei kann man sich mit Faschingsmusik schon mal in Stimmung bringen und die besten Kostüme der letzten Jahre raussuchen. Und dann heißt es: Ab auf den Würzburger Faschingszug und die Verkleidungen vorführen.

Folgen der Kleiderproduktion

Warum sind nachhaltige Faschingskostüme überhaupt so wichtig? Bis ein Kleidungsstück bei uns auf dem Ladentisch liegt, durchlebt es viele verschiedene Prozesse: Glätten, Bleichen, Färben, Bedrucken und teilweise auch Imprägnieren. Für diese Schritte werden in der Textilindustrie pro Kilogramm Kleidung rund ein Kilogramm Chemikalien benötigt. Viele der Chemikalien sind giftig, einige sogar krebserregend. Um ein Kilogramm Garn zu färben, wird zudem sehr viel Wasser benötigt: Rund 60 Liter Wasser sind nach dem Färben durch die chemischen Zusätze verunreinigt. Danach muss die Kleidung noch von Asien (hier wird hauptsächlich produziert) nach Deutschland verschifft werden – ein enorm langer Weg. Nachhaltige Kleidung spart also nicht nur zu Fasching wertvolle Ressourcen.

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