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Der Zug setzte sich pünktlich um 11:55 Uhr in Bewegung und war mit insgesamt 153 angemeldeten Zuggruppen auf der Strecke unterwegs. Foto: Pascal Höfig
Faschingszug in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Alle Infos zum 67. Würzburger Faschingszug 2023

Zwei Mal musste der größte Faschingszug Bayerns Corona-bedingt zuletzt abgesagt werden. Nun ist es endlich wieder so weit: Am 19.02. findet der 67. Würzburger Faschingszug statt. Von den teilnehmenden Gruppen über die empfehlenswertesten Plätze zum Zuschauen bis hin zu den besten Afterzugpartys haben wir alles zusammengetragen, was ihr über den großen Faschingszug in Würzburg wissen müsst.

Unter welchem Motto steht der Würzburger Faschingszug 2023?

Angesichts der aktuellen Energiekrise lautet das Motto des 67. Würzburger Faschingszugs „Würzburg spart Strom und Gas, aber nicht am Faschingsspaß“. Damit ist zu erwarten, dass mehrere Gruppen das Thema Strom- und Gaspreis aufgreifen werden.

Um wie viel Uhr beginnt der Würzburger Faschingszug und wo verläuft er?

Traditionell ist der Beginn um 11:55 Uhr in der Semmelstraße im Hauger Viertel der Altstadt. Danach verläuft der Faschingszug durch folgende Straßen: Textorstraße – Haugerpfarrgasse – Obere Juliuspromenade – Dominikanerplatz – Schönbornstraße – Kürschnerhof – Domstraße – Augustinerstraße – Sanderstraße – Sanderring. Die Spitze des Zuges erreicht um ca. 12:20 Uhr den Barbarossaplatz, um ca. 13 Uhr den Oberen Markt, um ca. 13:20 Uhr den Vierröhrenbrunnen am alten Rathaus und um ca. 14 Uhr den Sanderring.

Welche Gruppen nehmen teil?

Zugmarschall Michael Zinnhobel schätzt bisher 150 angemeldete Gruppen mit rund 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Bei fast allen Gruppen handelt es sich um große Fastnachtsvereine und Elferräte aus Würzburg und unmittelbaren Umgebung, wie Gerbrunn und Höchberg. Die meisten Gruppen sind bereits seit vielen Jahren Stammgäste, wie etwa die große Fasenachtsgilde Giemaul Heindingsfeld e.V. oder die Faschingsgesellschaft Dürrbacher Kaviar. Traditionell angeführt wird der Würzburger Faschingszug von den Fränkischen Herolden Neubrunn mit ihren Fanfaren, Trommeln und Fahnenschwenkern.

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Wie viel Zuschauerinnen und Zuschauer werden erwartet?

Der Würzburger Faschingszug ist deutlich größer als so manch ein Umzug in anderen Großstädten Süddeutschlands. Schon häufig hat er die magische Marke von 100.000 Zuschauern geknackt. Der Zuschauerrekord liegt bisher bei 140.000 im Jahr 1972. In den vergangenen Jahren lag die Zuschauerzahl bei etwa 80.000 bis 90.000. Michael Zinnhobel rechnet für 2023 mit einer ähnlich hohen Zuschauerzahl und glaubt nicht an einen merklich höheren Andrang angesichts der dreijährigen Coronapause. „Wie viel Leute kommen, ist vor allem vom Wetter abhängig“, spricht der Zugmarschall aus Erfahrung.

Wer organisiert eigentlich den Faschingszug in Würzburg und wie kann man sich anmelden?

Hauptverantwortlich wird der Würzburger Faschingszug von der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg e.V. organisiert. Darunter leitet Zugmarschall Michael Zinnhobel die Organisation und nimmt auch Anmeldungen entgegen. Gegen eine kleine Gebühr für Versicherung, Sicherheitsdienste, etc. (Fußgruppen 20 Euro, Motivwägen 50 Euro, Beschallung mit Live-Musik 20 Euro GEMA-Gebühren) kann sich generell jede Gruppe auf der Website www.faschingszug-wuerzburg.de anmelden. Für den Faschingszug 2023 ist die Anmeldung allerdings bereits (fast) abgeschlossen. Nur in Ausnahmefällen können sich kleine Fußgruppe auf Anfrage noch anmelden.

Wo empfiehlt es sich für wen den Faschingszug zu verfolgen?

Wer nichts verpassen möchte und wer sich für die Hintergrundinformationen der einzelnen Gruppen und deren Thematiken interessiert, sollte sich bei einer der Zugansagen in der Semmelstraße, der oberen Juliuspromenade, dem Oberen Markt oder dem alten Rathaus platzieren. Wer große Menschenansammlungen vermeiden möchte, ist an diesen Orten genau falsch.

Welcher Abschnitt ist für Familien empfehlenswert?

Wenn die Kinder möglichst viele Süßigkeiten abgreifen wollen, sollten sich Familien am besten direkt zu Beginn des Faschingszugs in der Theaterstraße hinstellen. Der Abschnitt zwischen Juliusspital und Oberer Markt ist besonders familienfreundlich, da sich hier vergleichsweise wenig Menschen (vor allem wenig Gruppen von Betrunkenen) tummeln und die Kinder viel Platz zum Herumtollen und freien Blick auf das Geschehen haben. Einen guten Blick bieten beispielsweise die Treppenstufen der Augustinerkirche.

In welcher Straße geht richtig die Post ab?

Wer an Fasching richtig auf den Putz hauen will, ist am Zugende in der Sanderstraße gut aufgehoben. Hier tummeln sich besonders viele feierwütige junge Leute. Außerdem lässt sich in der Sanderstraße im Anschluss schnell ein Platz in einer Bar ergattern.

Was ist die Besonderheit am Würzburger Faschingszug?

Anders als auf den Faschingszügen im Umland ist in Würzburg seit einigen Jahren Musik vom Band verboten, nur echte Live-Musik ist zugelassen. Deshalb ist es auf dem größten Faschingszug Frankens keineswegs still. Denn neben mehreren Musikkapellen und Spielmannszügen spielen mehrere Livebands auf großen Motivwägen. Die Regelung sorgt dadurch nicht nur für eine erhebliche qualitative Verbesserung der Musikdarbietungen. Sie führt auch zu engerem Kontakt und Interaktion zwischen den Teilnehmenden und den Zuschauenden, als wenn die Gruppen auf großen Wägen mit ihrer lauten Anlage gefühlt nur für sich selbst feiern.

Wer ist das Würzburger Prinzenpaar 2022/2023?

Prinz Suheib I. und Prinzessin Selina I. bilden in der diesjährigen Fastnachtssession das Prinzenpaar der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg e.V.. Die beiden närrischen Hoheiten sind 34 und 25 Jahre alt und seit 2020 verheiratet. Prinz Suheib Abdalla arbeitet bei „Sauberwerk“ der Firmengruppe Göbel. Sein Vater stammt aus Palästina, seine Mutter aus Marktheidenfeld. Prinzessin Selina stammt aus Veitshöchheim und ist Direktorassistentin im Hotel Mainz in der Semmelstraße. Traditionell wurde das Prinzenpaar am 11.11. des vergangenen Jahres von der Karnevalsgesellschaft offiziell proklamiert und bekam am 14.01. den Rathausschlüssel zur Machtübernahme bis Aschermittwoch überreicht.

Wird es Corona-bedingte Regeln oder Einschränkungen geben?

Nein. Nachdem der Würzburger Faschingszug 2021 und 2022 wegen der Coronapandemie nicht stattfinden durfte, wird er in diesem Jahr wie sonst üblich ohne Restriktionen stattfinden.

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Wo sind die besten Afterzugpartys?

Fest steht schon einmal eins: Feierwilligen Närrinnen und ‚Narhalesen‘ wird es nach dem Ende des Faschingszugs fast nirgendwo langweilig werden. Am Grafeneckhart, dem alten Rathaus geht es nach dem Faschingszug mit einer großen Afterzugparty mit Musikbeschallung und ausgiebiger Verpflegung nahtlos weiter. Wer es ein bisschen ruhiger mag, kann ein Fastnachtsbrückenschoppen auf der Alten Mainbrücke genießen und kommt dabei garantiert mit dem ein oder der anderen Kostümierten in ein lustiges Gespräch.

Großer Narrentanz in der Posthalle – auch Clubs früh geöffnet

Wer sich nach dem Faschingszug erst einmal aufwärmen will, findet in einer der unzähligen Würzburger Bars und Kneipen Unterschlupf. Narrenhochburgen sind am Faschingssonntag traditionell etwa das Stadtcafé Jenseits, der Sternbäck oder das Irish Pixie. Natürlich wird sich auch wieder die Sanderstraße in eine einzige große Partymeile verwandeln. Die allergrößte Afterzugparty wird in der Posthalle mit dem Narrentanz stattfinden – allerdings mit Eintritt. Auch mehrere Clubs, wie das Airport oder die Katze, werden am Faschingssonntag besonders früh öffnen.

Wo findet man Fotos vom Würzburger Faschingszug 2023?

Jede Menge Fotos vom Würzburger Faschingszug 2023 und von den besten Afterzugpartys findet ihr auf main-ding.de und auf mainpost.de.

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