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Symbolbild: Ruhestifter in der Sanderstraße, Sicherheitskonzept und Nachtkonzept in Würzburg (Sanderstraße)
Ruhestifter vor dem Club Kurt & Komisch in der Sanderstraße. Foto: Silvia Gralla.

Anwohner der Sanderstraße fordern Sperrstunde ab 1 Uhr nachts

Seit knapp einem Jahr ist das Würzburger Nachtleben in voller Breitseite zurück und bringt die genau gleichen Themen zutage, die bereits vor der Coronazäsur ein Schmerz im Hintern waren. Im Brennpunkt steht regelmäßig die Sanderstraße, die Feiermeile Würzburgs, in der offenbar alles beim Alten ist. Und damit eben nicht beim Guten für alle Beteiligten.

Die einen haben da nahezu täglich bis in die späteren Abendstunden und am Wochenende in die Morgenstunden Spaß, die anderen werden davon in ihrer Nachtruhe gestört. Das schlägt zuweilen solche Blüten, wie sie in der Main-Post in einer aktuellen Recherche zu lesen sind: Dort wehrt sich eine Seniorin mit einer Trillerpfeife gegen nächtliche wild pinkelnde Frauen in Stöckelschuhen, die an der Bar Haltestelle „um die Ecke stolzieren und die Hosen herunterlassen“.

Anwohner-Bündnis wandte sich an Konfliktstelle der Stadt

Ein Bündnis von Anwohnern ist nicht nur bei der städtischen Konfliktstelle „Miteinander leben & feiern“ in Würzburg bekannt, sondern wendet sich auch an die Medien. Die Mitglieder beschreiben seit Jahren Zustände, die Kotze, Pisse und Glasscherben vermeintlich zum Alltag werden lassen. Allein sind sie mit der Beschreibung des Bildes nicht, bestätigte Tillmann Horsinka bereits 2021 die Lage: „Die größte Problematik sehe ich darin, dass wir uns alle einig sind, dass es in der Nacht Auswüchse annimmt, die weder für Anwohner und Anwohnerinnen noch für Gastronomen und Gastronominnen gewünscht und gewollt sind“.

Wohnzimmer-Chef: Ausschweifungen der Gäste werden schlimmer

Unterstützung erhält er vom Chef der Bars Wohnzimmer und Haltestelle, Marcel Demand. „Die Ausschweifungen der Gäste, auch im Wohnzimmer, werden schlimmer.“ Genau zugeordnet werden könne es aber nicht, woher die Hinterlassenschaften auf der Straße kommen. Schließlich ziehen viele Besucher:innen von Location zu Location. Die Gastronomen der Sanderstraße suchten in der Vergangenheit den Dialog, stellen als eine Idee auch ihre Toiletten der Allgemeinheit zur Verfügung. Wildpinkeln muss in der Sanderstraße also keiner, gemacht wird es dennoch.

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Getroffene Regelungen, wie beispielsweise das Alkohol- oder ein Nachtfahrverbot, gehen durch die Auswüchse den Anwohnern, allen voran Joachim Eich als Wortführer, nicht weit genug. Die Polizei sei beispielsweise mit Schuld an den Zuständen, sie würde der Kontrollfunktion nicht nachkommen und häufig wegschauen. Für ihn gibt es daher nur eine Lösung: Sperrstunde von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens.

Die vollständige Recherche zum Thema lest ihr jetzt auf mainpost.de.

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