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Laptop. Symbolfoto: Katharina Kraus
Laptop. Symbolfoto: Katharina Kraus

Falsche Microsoft-Mitarbeiter: Mehrere tausend Euro erbeutet

Vermeintlichen Mitarbeitern der Firma Microsoft ist es am Montagnachmittag gelungen, einen 65-Jährigen aus Altertheim dazu zu bewegen, ihnen die Kontrolle mittels Fernzugriff auf seinen Computer zu gewähren. Diese Möglichkeit nutzten die Täter, um mehrere Überweisungen in Höhe von rund 6.000 Euro auszuführen.

Betrugsmasche „Microsoft-Support-Scam“ seit Jahren bekannt

Das Phänomen des sogenannten „Microsoft-Support-Scam“ taucht im Bereich der unterfränkischen Polizei seit Jahren auf. Die Täter gehen meist nach dem gleichen Schema vor und versuchen mittels Fernzugriff die Kontrolle über den Computer zu erhalten. Ab diesem Moment ist es den Tätern unter Umständen möglich, Passwörter und Zugriff auf die Konten und Zahlungsmethoden der arglosen Angerufenen zu bekommen.

Betrüger erbeuten rund 6.000 Euro

So erschien am Montagnachmittag auf dem Monitor eines 65-Jähriger ein Fenster mit der Aufforderung, den Support der Firma Microsoft anzurufen. Die dort angegebene Telefonnummer führte den Mann jedoch direkt in ein Callcenter der Betrüger. Er installierte die Fernwartungssoftware und öffnete somit den Tätern Tür und Tor, um auf den Computer und die Daten zuzugreifen. Unter dem Vorwand, dass etwas mit dem Onlinebanking nicht stimmten würde, forderten die Täter den gutgläubigen Mann auf, sich in seinem Onlinebanking anzumelden. Nach der Anmeldung führten die Betrüger insgesamt drei Überweisungen aus. Im Nachgang stellte der Geschädigte schließlich fest, dass rund 6.000 Euro von seinem Konto abgebucht worden sind. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kripo Würzburg.

Die Polizei hat für alle PC- und Laptopnutzer folgende Tipps:

So schützt man sich:

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  • Niemals einem unbekannten Anrufer Zugriff auf den eigenen Rechner geben, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware.
  • Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter melden, ohne dass darum gebeten wurde: Einfach auflegen
  • Auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) herausgeben.

Wenn man Opfer wurde:

  • Rechner vom Internet trennen und herunterfahren. Über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich betroffene Passwörter ändern.
  • Rechner überprüfen lassen und das Fernwartungsprogramm auf dem Rechner löschen.
  • Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen aufnehmen, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
  • Vom Geldinstitut beraten lassen, ob man bereits getätigte Zahlungen zurückholen kann.
  • Persönlich Anzeige bei der Polizei erstatten.
  • Man kann den Betrugsversuch zusätzlich bei Microsoft melden: https://www.microsoft.com/de-DE/reportascam/
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.
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