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Anruf. Symbolfoto: Pascal Höfig
Anruf. Symbolfoto: Pascal Höfig

Falscher Polizeibeamter und Staatsanwalt – Seniorin übergibt Bargeld an Betrüger

Erneut haben Telefonbetrüger eine Seniorin um ihr Erspartes gebracht. Die Geldübergabe fand am Dienstagnachmittag vor einem Hotel im Stadtgebiet Würzburg statt. In diesem Zusammenhang hofft die Kripo Würzburg im Rahmen ihrer Ermittlungen nun auch auf Zeugenhinweise.

Betrüger erbeuten 20.000 Euro

Gegen 10.00 Uhr hatte sich eine Anruferin zunächst als Tochter der Seniorin ausgegeben und weinend vorgegaukelt, einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht zu haben. Kurz darauf übernahm ein Mann das Gespräch, der sich als Polizeibeamter ausgab und eine hohe Kaution für die Freilassung der vermeintlichen Unfallverursacherin forderte. Die Angerufene ahnte nicht, dass sie Betrügern aufgesessen war. Sie hob 20.000 Euro von ihrem Konto ab und wurde in der Folge zum Amtsgericht Würzburg und weiter zum Hotel Maritim in der Pleichertorstraße dirigiert, wo sie das in einem weißen Kuvert verpackte Geld an einen bislang noch unbekannten Abholer übergab.

Zeugenhinweise gesucht

Die Übergabe fand um die Mittagszeit unmittelbar vor dem Hoteleingang statt. Den Geldabholer beschrieb die Geschädigte wie folgt:

  • Männlich
  • Ca. 30 Jahre alt, etwa 170 cm groß
  • Lockige Haare
  • Trug dunkle Mütze und grauen Rucksack
  • Kam zu Fuß vom Kranenkai und verschwand auch in diese Richtung

Um nähere Erkenntnisse zu erlangen, hofft die Kripo Würzburg nun auch auf Zeugenhinweise.

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  • Wer hat die Geldübergabe vor dem Eingang des Hotels Maritim möglicherweise beobachtet?
  • Wer ist in diesem Bereich auf eine Person aufmerksam geworden, auf die die Täterbeschreibung zutrifft?
  • Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten?

Mögliche Zeugen werden dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.

Präventionskampagne der Polizei Unterfranken

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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