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Auf einer neuen Ebene sollen Fahrradfahrer über den Main kommen. Foto: Stadt Würzburg (Illustration)
Auf einer neuen Ebene sollen Fahrradfahrer über den Main kommen. Foto: Stadt Würzburg (Illustration)

Alternative zur Löwenbrücke – ist eine Fahrradbrücke machbar?

Wie gut passt die Verkehrssituation an der Löwenbrücke in Würzburg zu einer Stadt, der die Verkehrswende hin zu grüner Mobilität im Nacken sitzt. Würzburg ist keine Ausnahme, diese Bestrebungen zu mehr Fahrradfreundlichkeit haben schließlich fast alle Kommunen. Doch die Ludwigsbrücke, auch Löwenbrücke genannt, zeigt relativ deutlich, warum nicht alles auf einmal geht.

Es ist ein ganz schönes Gedränge, wenn sich Straba, Autos, Fahrradfahrer und Fußgänger über den historischen Steinwall kämpfen. Bereits 2015 gab es in Würzburg deshalb Planungen, eine Alternative zu schaffen. Die wurde relativ schnell beerdigt, bis das Thema vor Corona wieder Fahrt aufnahm.

Die Löwenbrücke in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Die Löwenbrücke in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Highbike-Brücke über den Main in Würzburg vorgeschlagen

Während der Pandemie wurde unter dem Titel „Highbike“ eine Lösung vorgeschlagen, die die „Verbesserung der Hauptradachsen 6 und 16“ darstellen soll. Das ist der Bereich um die Löwenbücke, Mergentheimer Straße, Saalgasse und Leistenstraße. Einen „Brückenschlag über den Main“ könne es hier geben, Fahrradfahrer würden sich über dem Straßen- und Straßenbahnverkehr bewegen. 2021 wurde diese Idee vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit positiv bewertet, es könne eine Förderung dafür geben.

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Anwohner äußern Bedenken zu Highbike-Brücke

Vergangenes Jahr gab es zur geplanten Hochtrasse für Fahrradfahrer auch ein Gespräch mit denjenigen, die unmittelbar an diesem neuen Verkehrselement wohnen und daher von den baulichen Maßnahmen betroffen sind. Auch wenn die Rückmeldung der 25 anwesenden Bürger nicht repräsentativ sei, stelle deren Meinung nach die Fahrradtrasse einen erheblichen Eingriff in die bestehende stadträumliche Gestaltung vor, heißt es im Sitzungsprotokoll des Stadtrats Anfang Juli 2022. Auch hätten manche ein Problem damit, mit ihren Grundstücken nicht direkt an die Trasse angebunden zu sein. Das könne die Stadt auch nicht gewährleisten, es gehe schließlich um „stadtteil- und gemeindeübergreifende Hauptradachsen“ – inklusive der Herausforderung, den Main zu überqueren, so die Einschätzung der Stadt.

Durch die Highbike-Brücke könnte sich auch die Lage an der Kreuzung zur Leistenstraße verbessern. Foto: Stadt Würzburg (Illustration)

Was bedeutet das nun? Kommt die Highbike-Brücke?

Die Mühlen mahlen langsam, wenn es um die Verbesserung der Fahrradsituation im Bereich der Löwenbrücke geht. Da sich das Projekt „Brückenschlag über den Main“ als komplex erweist, allerdings eine „zukunftsfähige, radverkehrliche Verbindung“ über den Main herstellen könne, wurde vor wenigen Tagen eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Die Studie eruiert die Voraussetzungen, um die Highbike-Brücke über den Main zu bauen.

Erst nach Erstellung der Studie kann dann gesagt werden, ob die Fahrradbrücke überhaupt kommen kann und bis wann es realistisch ist, dass diese gebaut werden kann. Deshalb hatte sich der Stadtrat auch dazu entschieden, noch keinen Förderantrag für das Projekt einzureichen, da nun erst einmal abgewartet werden müsse, was die Machbarkeitsstudie ergebe.

Artikel erschien zuerst auf mainding.de.
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