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Gute Stimmung im Kiliani-Festzelt. Foto: Fabian Gebert
Gute Stimmung im Kiliani-Festzelt, trotz Layla Verbot. Foto: Fabian Gebert

„Layla“- Verbot in Würzburg: Stimmen aus dem Netz

Ein einziges Lied hat in den letzten Tagen eine bundesweite Diskussion entbrannt – und nicht nur in Deutschland wird über das Verbot des Party- und Ballermann-Hits „Layla“ im Kiliani-Festzelt in Würzburg debattiert. Natürlich hat es die Nachricht auch direkt in die Heimat des Ballermanns, auf die Insel Mallorca, geschafft. Die Partei der Partyfreunde, ob nun an der Playa oder in Unterfranken, zeigt sich generell empört über die Maßnahmen in Würzburg. Stimmen aus der Politik beispielsweise sehen im Verbot des Liedes wiederum ein richtiges und wichtiges Zeichen gegen Sexismus.

Um was geht es eigentlich beim Layla Verbot?

Die Stadt Würzburg hat das Abspielen des Ballermann-Hits Layla von DJ Robin und Schürze auf dem Kiliani-Volksfest untersagt. Grund dafür sind die sexistischen Zeilen des Schlagers. Bereits im vergangenen Jahr hat sich die Stadt Würzburg dafür ausgesprochen, sexistische und rassistische Lieder nicht mehr auf Volksfesten zu dulden. Fest steht aber, dass das Lied nur nicht auf der Bühne von Bands abgespielt werden solle, wer auf der Kiliani den Drang verspürt hat, das Lied Layla zu singen oder über das Handy abzuspielen, hat keinerlei Konsequenzen erhalten.

Alle Hintergrundinfos zur „Layla-Debatte“

Der Ballermann-Song stand 2022 in den Charts

Seit mehreren Wochen steht der Schlager nun auf Platz 1 der Single Charts. Der ganze Wirbel um das Lied hat den Interpreten DJ Robin und Schürze den Titel „Sommerhit des Jahres 2022“ beschert. Mehr als 9,5 Millionen Aufrufe auf Youtube hat der Mallorca-Song mittlerweile gesammelt, nicht zuletzt, weil die Debatte, ob der Song auf Volksfesten gespielt werden soll oder nicht, tagelang ganz Deutschland beschäftigt hat, was den Interpreten des Liedes gut in die Karten gespielt hat.

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„Layla“ geht viral

Schnell wird deutlich: Es handelt sich definitiv um ein Thema, bei dem die Meinungen stark auseinandergehen und das uns vermutlich noch länger beschäftigen wird. Mittlerweile haben verschiedenste nationale Medien über die Story umfangreich berichtet. Auch ein Blick in die Sozialen Netzwerke zeigt direkt: Die „Layla“ geht viral!

Ob nun bei der ZDF heute-show:

Auf dem Twitter-Profil von UnionWatch:

Oder auf dem Profil von WUMMS – an „Layla“ kommt in diesen Tagen wohl niemand vorbei:

Lokale Profile „zeigen Flagge“

Auch in Würzburg bekannte Social Media Profile nehmen sich dem Thema an – meist mit einem Augenzwinkern:

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Viele Reaktionen gibt es mittlerweile zu jedem Posting, welches das Thema aufgreift:

 

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Plattenlabel startet Petition

Zwischenzeitlich wurde sogar eine Online-Petition mit dem Titel #freelayla gestartet. Auf der Plattform Change.org hat das auf Partyhits spezialisierte Plattenlabel Summerfield Records „(g)egen Zensur! Für ein Leben nach Corona! Für künstlerische Freiheit! Für Freiheit und freie Meinungsäußerung!“ aufgerufen. Seit dem Start am 13. Juli gibt es mittlerweile über 19.000 virtuelle Unterschriften. Bei 25.000 Unterschriften werde diese Petition zu einer der meist gezeichneten Petitionen auf Change.org heißt es in der Beschreibung.

Laut Summerfield Records werden die persönlichen Freiheitsrechte, die künstlerische Freiheit und der Wunsch der breiten Masse mit Füßen getreten. „Wenn wir das zulassen, katapultieren wir uns zurück ins Mittelalter! In die Zeit der Hexenjagd! LAYLA wird so zum Sinnbild von Diskriminierung und Ausgrenzung. Deshalb gib uns Deine Stimme gegen eine Zensur von LAYLA und für die Selbstbestimmung in einer freien Gesellschaft!“, heißt es in der Petition.

Umgedichtete Songtexte en masse

Auch unsere Redaktion erreichten in den letzten Tagen zahlreiche Nachrichten – dem Verbot gegenüber teils positiv, teils negativ eingestellt. Auffällig dabei waren viele Versuche einer Neukomposition des Songtextes. Da heißt es beispielsweise: „In meiner Stadt und diese Stadt, die liegt am Main da – Aber Spaß ham darf da keiner. – La la la la la la la KEINER. – La la la la – Stadt Würzburg ist im Eimer. – Sie ist peinlich, kleinlich, leider.“ Ob es der Song so oder ähnlich ebenfalls in die Charts schaffen wird? Es bleibt spannend.

Häufige Fragen

  • Wer steckt hinter dem Layla Verbot?

Die Stadt Würzburg hat sich dazu entschieden, den Ballermann-Hit Layla auf dem Kiliani-Volksfest zu untersagen.

  • Warum wurde Layla verboten?

Das Lied Layla, wurde aufgrund des sexistischen Texts auf dem Kiliani-Volksfest in Würzburg verboten, aber lediglich im Festzelt, der Liedtext darf nach Lust und Laune gesungen oder über das Handy abgespielt werden. Die Wortwahl in dem Lied hat dazu geführt, dass sich auch andere Veranstalter und auch Radiosender gegen ein Abspielen des Hits entschieden haben.

  • Wer singt das Lied Layla?

Die Interpreten des Ballermann-Hits sind DJ Robin & Schürze.

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