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Meist ist nicht klar, woher das Schnitzel auf dem Teller überhaupt kommt. Wird sich das durch politische Vorgaben bald ändern lassen? Foto: Patty Varasano
Meist ist nicht klar, woher das Schnitzel auf dem Teller überhaupt kommt. Wird sich das durch politische Vorgaben bald ändern lassen? Foto: Patty Varasano

Umfrage: Würzburger wollen mehr Transparenz auf Speisekarten

Woher kommt das Fleisch, das auf meinem Teller liegt? Wer im Supermarkt einkauft, hat zumindest die Chance, Angaben dazu auf den Verpackungen zu finden. Wer im Restaurant essen geht, muss entweder nachfragen oder isst normalerweise eben das, was einem da serviert wird und bezahlt danach brav dafür.

69 Prozent der Würzburgerinnen und Würzburger wollen mehr Infos zum angebotenen Fleisch in der Gastro

Diese Unwissenheit passt wohl nicht ganz zum Zeitgeist, zeigt eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsunternehmens Civey unter 10.000 Deutschen im Auftrag des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG). Fast drei Viertel (69 Prozent) aller Befragten im Landkreis Würzburg wollen Infos zum angebotenen Fleisch in Restaurants, allerdings auch in Kantinen. Und die sollen direkt auf der Speisekarte stehen. Denn die meisten Befragten würden sich laut Umfrage nicht genug informiert fühlen, wenn es um Fleischgerichte in den Restaurants ihrer Wahl gehe.

Wichtigste Entscheidungskriterien dabei: Fleisch soll aus der Heimat kommen und die Haltungsform der Tiere sei wichtig. Rund 80 Prozent derjenigen, die im Landkreis leben, würden das Gericht nach den Kriterien wählen. Geschmack und Fleischart spielen darüber hinaus auch entscheidende Rollen.

Intransparenz auf Speisekarten sei unbefriedigend: Forderung nach Kennzeichnungs-Pflicht

„Die Intransparenz auf den Speisekarten ist nicht nur unbefriedigend für die Restaurantgäste, die mitunter für viel Geld Fleischgerichte unklarer Herkunft und Qualitätsstandards serviert bekommen, sondern auch frustrierend aus Sicht heimischer Tierhalter“, sagt ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke in einer Pressemitteilung. Die Geflügelindustrie, für die Ripke spricht, habe in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Dennoch würden im scharfen Preiskampf oft billige Produkte gewinnen. Die ZDG-Forderung sagt also, dass eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung zwingend sei, nicht nur die Haltungskennzeichnung – und das nicht nur auf Verpackungen, sondern auch auf Speisekarten.

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