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Schlussstrich im Café Michel, auch wenn die Familie noch Verpächter bleibt. Es übernimmt eine Bäckerei und Konditorei aus dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch. Foto: Thomas Obermeier
Schlussstrich im Café Michel, auch wenn die Familie noch Verpächter bleibt. Es übernimmt eine Bäckerei und Konditorei aus dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch. Foto: Thomas Obermeier

Aus für beliebtes Café Michel nach 111 Jahren Betrieb

Eine Institution in der Innenstadt hört auf: Das Café Michel wird seinen Betrieb einstellen. Das teilte Betreiberin Melanie Michel in einer Pressemitteilung mit, über die die Main-Post berichtete. Sie leitete seit 20 Jahren das Café, das auf 111 Jahre Familiengeschichte zurückblickt und in Würzburg zu den traditionellen Bäckereien gehört.

Entscheidung für das Aus fiel im Familienkreis

Wiener Kaffeehaus-Flair versprüht das Café in der Würzburger Innenstadt, wurde schnell zu einem beliebten Treffpunkt vieler Stadtbewohner und Touristen. Die Entscheidung, diese Tradition nach über 100 Jahren nicht mehr weiterzuführen, habe sie gemeinsam mit ihrer Familie getroffen – so sagt es Melanie Michel. Mit den letzten zwei Jahrzehnten verbinde sie drei Worte: „Respekt, Dankbarkeit, Zufriedenheit“. Man habe mit einem hervorragenden Team viele Höhen aber auch manche Tiefen durchgestanden.

„BrotHaus“ übernimmt

Auch wenn der Traditionsbetrieb nicht mehr sein wird, eine Bäckerei wird es weiterhin bleiben. Übernehmen wird die Handwerksbäckerei und Konditorei „BrotHaus“ aus Burgbernheim aus dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch. Auch das BrotHaus wird in fünfter Generation betrieben und ist daher selbst eine Tradition. Florian Michel, Vater der bisherigen Chefin Melanie Michel, bleibt weiterhin Verpächter der Immobilie. Ganz ohne Michel wird das bald ehemalige Café Michel also nicht sein.

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