Banner
Parken in Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Parken in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Neue Parkgebührenverordnung für Würzburg beschlossen

Der Würzburger Stadtrat hat am letzten Donnerstag beschlossen, die Parkzonen des Oberflächenparkens in der Stadt neu zu ordnen und die Parkgebührenverordnung neu zufassen. Der Beschluss ist Bestandteil des Antragspakets „Besser leben im Bischofshut“ heißt es.

Staffelung von Innen nach Außen

Die wichtigste Änderung: Mit der neuen Parkgebührenverordnung erfolgt eine Staffelung der Parkpreise von Innen (teuer) nach Außen (günstig), um den Parksuchverkehr im Bischofshut und in der Innenstadt zu reduzieren und in den Randbereich zu lenken, so die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Bestandteil des Konzepts ist daher auch, dass Parken im öffentlichen Straßenraum generell teurer sein soll als in den Parkhäusern, die in das Parkleitsystem eingebunden sind.

Damit werde der Parksuchverkehr reduziert, heißt es. Man erhoffe sich dadurch eine Reduktion von Lärm, Stickoxid- und Feinstaubemissionen. Mit der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung werden zudem 14 neue Parkscheinautomaten beschafft und aufgestellt, diese werden allesamt solarbetrieben.

Parken in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Parken in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Rectangle
topmobile2

Die neuen Automaten werden nach und nach aufgestellt in den Bereichen Stadtstrand, Ludwigkai, Saalgasse, Zeller Straße (Platz gegenüber Einmündung Höchberger Straße). Sobald sie stehen, tritt auch an diesen Stellen die neue Tarifierung in Kraft. Die Erweiterung der Parkscheinpflicht und die Neufassung der Bewohnerparkplätze werden nach und nach im Stadtgebiet umgesetzt.

Die Neuregelungen der Parkzonen und der Parkgebührenverordnung werden im gesamten Stadtgebiet ab 1. Juni gelten. Kontrolliert wird die Einhaltung der neuen Regelungen, sobald die neuen Verkehrszeichen bzw. Parkscheinautomaten stehen.

Die neuen Parkzonen

Die Parkzonen werden folgendermaßen neu gefasst:

  • Zone I „Bischofshut“ umfasst die Innenstadt und ist begrenzt durch Juliuspromenade, Theaterstraße und Balthasar-Neumann-Promenade, Neubaustraße, Oberer Mainkai und Mainkai.
  • Zone II „Ringpark“ umfasst den erweiterten Innenstadtbereich um die Zone I und ist begrenzt von Luitpoldstraße, Röntgenring, Bahnhofsvorplatz, Haugerglacisstraße, Berliner Platz und Ringpark zwischen Berliner Platz und Ottostraße, Ringpark zwischen Ottostraße und Willy-Brandt-Kai, Parkplatz Willy-Brandt-Kai und Ludwigsbrücke, Mergentheimer Straße, Fred-Joseph-Platz, Burkarderstraße, Tellsteige und Nigglweg.
  • Zone III „außerhalb Ringpark“ umfasst die Straßenzüge außerhalb Zone II und wird begrenzt von Ständerbühlstraße, Nordtangente, Füchsleinstraße, Lindleinstraße, Scharoldstraße einschließlich Enzelinstraße und Georg-Böhm-Straße, Oberdürrbacher Straße, Zinklesweg, Lindachfeldweg und Sandweg, Versbacher Straße, Waltherstraße (B19), Main und Eisenbahnstrecke Würzburg-Treuchtlingen, Theodor-Heuss-Damm, Main und Veitshöchheimer Straße zwischen Brücke der Deutschen Einheit und Ständerbühlstraße.
  • Zone IV „Busparkplätze“ umfasst die Südostseite der Husarenstraße sowie die Westseite der Philipp-Schrepfer-Allee (nur die ausgewiesenen Busparkplätze).
  • Zone V „Sonderflächen“ umfasst den Parkplatz an der Kreuzung Frankfurter-/Zeller-/Höchberger Straße.
  • Zone VI „Randbereich“ umfasst die restlichen Bereiche.
Die neuen Parkzonen in Würzburg. Grafik: Luis Pototzky / Stadt Würzburg

Die neuen Parkzonen in Würzburg. Grafik: Luis Pototzky / Stadt Würzburg

Talavera nicht inbegriffen

Die Bewirtschaftung der Talavera, die für 2023 angestrebt wird, werde hingegen nicht über die Parkgebührenverordnung geregelt, da diese nur die Bewirtschaftung öffentlich gewidmeter Verkehrsflächen umfasst, erklärt die Stadt außerdem. Für die Bewirtschaftung der Talavera ist eine privatrechtliche Tarifierung geplant. Grund ist die geplante Einbindung des Großparkplatzes Talavera in das Verkehrsleitsystem und die dafür notwendige Errichtung einer Schrankenanlage. Die Vorbedingung, die Einziehung der öffentlichen Verkehrsfläche Talavera, wurde im Bau- und Ordnungsausschuss beschlossen. Am Sonntag, 24. Juli, findet zum Thema Bewirtschaftung der Talavera ein Bürgerentscheid statt, am 17. Mai gibt es sogar eine öffentliche Podiumsdiskussion dazu.

Parkplatz Talavera. Foto: Pascal Höfig

Parkplatz Talavera. Foto: Pascal Höfig

Die neuen Gebühren: So viel kostet es

Im Einzelnen sieht die neue Parkgebührenverordnung folgende Gebühren vor:

  • Zone I: 1,20 Euro je angefangene halbe Stunde (bisherige Gebühr 0,90 € je halbe Stunde)
  • Zone II: 1,- Euro je angefangene halbe Stunde (bisherige Gebühr 0,90 € je halbe Stunde)
  • Zone III: 0,50 Euro je angefangene halbe Stunde (bisherige Gebühr 0,20 € je halbe Stunde)
  • Zone IV: 1,25 Euro je angefangene halbe Stunde (keine Änderung)
  • Zone V: 0,30 Euro je angefangene halbe Stunde (bisher keine Gebühr)
  • Zone VI: 0,50 Euro je angefangene halbe Stunde (bisherige Gebühr 0,20 € je halbe Stunde)

Keine freien innenstadtnahen Parkplätze mehr

Zudem werden bisher freie innenstadtnahe Parkplätze entweder in Bewohnerparkplätze oder in bewirtschaftete Parkplätze umgewandelt. Für Dauerparker sollen dadurch Alternativen zur Autobenutzung in den Vordergrund rücken. Gleichzeitig erhöht sich aufgrund der geringeren Attraktivität für Dauerparker der Parkplatzumschlag, wodurch Kurzzeitparker schneller einen Stellplatz finden sollen, so die Stadt.

Rectangle2
topmobile3
  • So werden in der Ottostraße (Zone II) aus bisher 22 freien Stellplätzen künftig 22 Bewohnerstellplätze.
  • Am Geschwister-Scholl-Platz (Zone II) werden aus 28 freien künftig 24 bewirtschaftete und 4 Bewohnerstellplätze.
  • In der Saalgasse (Zone II) wird eine barrierefreie Haltestelle geschaffen, so dass hier aus bestehenden 40 freien Stellplätzen 30 bewirtschaftete Stellplätze werden (Höchstparkdauer vier Stunden). Grundsätzlich erhöht sich hier die Zahl der bisherigen Bewohnerstellplätze um zehn weitere, da die 30 bewirtschafteten auch für Bewohner frei sind.
  • Nördlicher Bereich Dreikronenstraße (Zone II): 24 bisher freie werden in bewirtschaftete (Bewohner frei) umgewandelt.
  • Mainlände/Stadtstrand (Zone III): Bisher 180 freie Stellplätze und 85, auf denen der Stadtstrand in den Sommermonaten installiert ist, werden künftig bewirtschaftet. Hier wird ein Tageshöchstsatz eingeführt, der 6,00 € betragen wird.
  • Ludwigkai (Zone III): 202 freie Stellplätze werden zukünftig auf der westlichen Seite zu Bewohnerstellplätzen (101) und auf der östlichen Seite bewirtschaftet (101), mit Höchstparkdauer 4 Stunden.
  • Der Parkplatz am Kreuzungspunkt Zeller-/Frankfurter-/Höchberger Straße (Zone III) wird zukünftig bewirtschaftet (Höchstparkdauer 4 Stunden).
Symbolfoto Parken. Foto: Pascal Höfig

Symbolfoto Parken. Foto: Pascal Höfig

Gibt es Tages- und Langzeittarife?

In allen Parkgebührenzonen können zeitlich gestaffelte Langzeit- oder Tagestickets eingeführt werden, die von den üblichen Tarifen abweichen können, so die Stadt weiter. Genauer: An all den bekannten Zonen, auf denen heute schon 24 Stunden lang geparkt werden kann, werde dies auch künftig möglich sein. Zum Beispiel in der Virchowstraße, Eichendorffstraße, Adalberokirche oder an der Mainlände, am Wirsberggymnasium, Seilerstraße, Grombühlstraße, im Parkhaus in der Grombühlstraße, Brücknerstraße Süd, Petrinistraße, Weingartenstraße, Friedenstraße, Philip-Schrepfer-Allee oder Husarenstraße.

Das Tagesticket kostet hier dann aber 6 Euro, auf dem Parkplatz unterhalb der Löwenbrücke (Zone II) wie auch auf dem Parkplatz am Kreuzungspunkt Frankfurter-/Zeller-/Höchberger Straße wird der Tagessatz auf 9 Euro angehoben. Ansonsten wird die Tageshöchstparkdauer auf maximal bis zu fünf Stunden begrenzt, heißt es.

Parkplatz „Nautiland“ auch bewirtschaftet

Und auch der Parkplatz an der Umweltstation wird demnächst gebührenpflichtig, dies teilt die WVV mit. Ab dem 16. Mai wird der Parkplatz „Nautiland“ von der Würzburger Stadtverkehrs-GmbH (SVG) bewirtschaftet. Die Besucherinnen und Besucher des Nautilands und der Eisbahn werden aber weiterhin einen Rabatt erhalten. Nach der Entwertung kostet das Ticket dann 0,50 Euro pro Stunde. Komfortkartenbesitzer bekommen zusätzlich auf die Parkgebühr 10 Prozent Rabatt.

Für alle anderen liegt der Tageshöchstsatz bei 12 Euro. Von 7 Uhr bis 20 Uhr kostet es 1 euro pro Stunde, ab 20 Uhr 0,50 Euro für zwei Stunden.

Das Nautiland in Würzburg. Foto: Jessica Hänse

Das Nautiland in Würzburg. Foto: Jessica Hänse

Artikel beruht auf Informationen der Stadt Würzburg.

Banner 2 Topmobile