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Viele waren am Gelingen der Wärmehalle beteiligt (v.l.): Joachim Schulz (Posthalle GmbH), Johanna Anken (Bahnhofsmission), Stefan Dietz ( Bayerisches Rotes Kreuz), Simone Bernard-Schwarz (Projektleiterin Wärmehalle), Calo Lauria (Ehrenamtlicher), Christine Grün ( Deutsche Bahn Casino), Dr. Hülya Düber (Sozialreferentin Stadt Würzburg), Juliane Arndt (Ehrenamtliche) Marion Kittel-Maier (Ehrenamtliche), Michael Lindner-Jung (Bahnhofsmission), Steffen Deeg (Hilfekoordinator Stadt Würzburg). Foto: Beatrix Rohrbach
Viele waren am Gelingen der Wärmehalle beteiligt (v.l.): Joachim Schulz (Posthalle GmbH), Johanna Anken (Bahnhofsmission), Stefan Dietz ( Bayerisches Rotes Kreuz), Simone Bernard-Schwarz (Projektleiterin Wärmehalle), Calo Lauria (Ehrenamtlicher), Christine Grün ( Deutsche Bahn Casino), Dr. Hülya Düber (Sozialreferentin Stadt Würzburg), Juliane Arndt (Ehrenamtliche) Marion Kittel-Maier (Ehrenamtliche), Michael Lindner-Jung (Bahnhofsmission), Steffen Deeg (Hilfekoordinator Stadt Würzburg). Foto: Beatrix Rohrbach

Wärmehalle auch in diesem Winter eine wichtige Anlaufstelle

Im Frühjahr 2021 waren viele der Organisatoren der Meinung, dass die Wärmehalle ein einmaliges Projekt bleiben würde. Es kam anders. Obwohl der Hilfebedarf von Menschen in Armut unter Corona-Bedingungen spürbar zugenommen hatte, war auch im Winter 2021/22 aufgrund von Auflagen der Zugang zu vielen Hilfestationen erschwert und Unterstützungsangebote jeder Art nur begrenzt möglich. Hinzu kam, dass viele Räume, in denen sich schutzlose Menschen zumindest kurz aufhalten konnten (Geschäfte, Stadtbücherei, Cafés) ebenfalls beschränkt zugänglich oder geschlossen waren.

Für drei Monate eröffnet

Für die Organisatoren der Wärmehalle Grund für einen Neustart des Projekts „Wärmehalle“ am 10. Januar 2022. Sozialreferat und BRK Würzburg übernahmen in enger Zusammenarbeit der Bahnhofsmission und Posthalle GmbH die Planung. Wie im Vorjahr wurde im Erdgeschoss der Posthalle eine „Wärmehalle“ für drei Monate eröffnet, ein neues Hygienekonzept mit 3G erstellt, die Finanzierung für die erste Zeit sichergestellt und weitere Partnerinnen und Partner gewonnen.

Schutz, Aufenthalt, Gespräche und Essen

So wurde während der kalten Wintermonate montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr gefährdeten Personen Schutz, Aufenthalt, die Möglichkeit zum Gespräch und eine warme Suppe incl. Brotzeit geboten werden. An 59 Öffnungstagen wurden in der Posthalle ca. 2000 Essensportionen ausgegeben. 25 bis 30 Personen nutzten täglich das Angebot. Mehr als die Hälfte der Besucherinnen und Besucher war über 60 Jahre. Ein Indiz dafür, dass zunehmend ältere Menschen von Armut und Einsamkeit und offensichtlich auch Wohnungslosigkeit betroffen sind. In den drei Monaten entstanden Beziehungen zu wiederkehrenden Gästen. „Es fanden viele wertvolle Gespräche und Begegnungen statt. Gesorgt wurde für Leib und Seele,“ berichtet Claudia Gloger, eine der beiden Projektleiterinnen. „Für die Menschen war die Wärmehalle ein guter Ort, trotz Hallenatmosphäre. ‘Ach, bei Euch ist es immer so schön!‘, stellte ein Gast nach jedem seiner Besuche fest.“

Viele Ehrenamtliche halfen mit

Eine besonders ermutigende Erfahrung war auch in diesem Winter, dass sich spontan viele Mitbürgerinnen und Mitbürger in das Projekt Wärmehalle eingebracht haben. „15 Ehrenamtliche haben sich engagiert, manche mehrmals wöchentlich. Täglich wurden wir vom Bahn-Casino mit einer Suppe unterstützt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Garmin versorgten uns immer wieder mit guten Gaben“, blickt Co-Projektleiterin Simone Bernhard-Schwarz erfreut zurück. Somit war die Wärmehalle auch in diesem Winter eine Botschaft von Bürgerinnen und Bürger an schutzlose Menschen in der Gesellschaft: „Wir lassen Euch nicht allein.“

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Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Stadt Würzburg.
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