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Symbolbild Apps Social Networks Foto: Dominik Ziegler

Cybercrime: Kriminelle erpressen Mann mit Nacktbildern

Am Mittwoch erstattete ein 29-Jähriger Anzeige bei der Kriminalpolizei Würzburg wegen einer Interneterpressung, nachdem er an unbekannte Täter mehrere hundert Euro überwiesen hatte. Diese wollten ihn mit angeblich pornografischem Bildmaterial verunglimpfen, sollte er der Zahlung nicht nachkommen.

Über Instagram angeschrieben

Ein junger Mann aus dem Landkreis Kitzingen wurde Opfer einer Erpressungsmasche, die ihr Wirkungsfeld im Internet findet. Der Mann wurde über die Social Media Plattform Instagram von einer unbekannten Frau angeschrieben, die sich zunächst freundschaftlich mit ihm unterhalten hatte und im Weiteren über WhatsApp mit dem 29-Jährigen kommunizierte. Hierbei sollen bei einem Videochat Nacktbilder entstanden sein.

Erpresst und Geld gefordert

Kurz darauf meldete sich ebenso über WhatsApp eine weitere Person und übte Druck auf ihn aus. Wenn der junge Mann nicht bereit wäre, mehrere hundert Euro über einen Auslandsüberweisungsdienst zu transferieren, würde das Bildmaterial im Internet veröffentlicht oder gar an Freunde und Bekannte versandt werden, die auf den Social-Media-Plattformen mit dem 29-Jährigen verknüpft sind. Der Erpresste überwies zwar zunächst das geforderte Geld, vertraute sich dann allerdings der Polizei an und erstattete Anzeige. Die Kriminalpolizei Würzburg hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

Täter vermutlich im Ausland ansässig

Die Täter haben ihren Sitz mutmaßlich im Ausland, sodass hiesigen Behörden die Ermittlungen dadurch erschwert werden. Dieser Modus Operandi ist nur eine von zahlreichen Vorgehensweisen seitens der Internetkriminellen – so werden auch andere Social Media Plattformen und Kommunikationsdienste mit Videochatfunktion für ähnlich gelagerte Erpressungen auf sexueller Grundlage genutzt.

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Polizei warnt vor Cybercrime-Delikten

Die Polizei warnt daher eindringlich vor derartigen Cybercrime-Delikten und der Herausgabe persönlicher und sensibler Daten an Fremde im Netz. Sofern man dennoch Opfer einer solchen Straftat geworden ist, gibt die Polizei folgende Hinweise zur Anzeigeerstattung:

  • Bei akuter Bedrohung / Erpressung, an die Polizei wenden – im Zweifel wählen die 110 wählen. Die weitere Vorgehensweise wird dann erläutert.
  • Die Straftat bei der Polizei anzeigen und nicht von einem möglichen Schamgefühl abhalten lassen. Eine Strafanzeige kann bei jeder Polizeidienststelle erstattet werden. Jedem wird professionell geholfen.
  • Bitte jedoch Verständnis dafür haben, dass man bei einem ersten Gespräch mit der Polizei nicht unmittelbar auf spezialisierte Cybercrime-Experten trifft und deshalb in den meisten Fällen noch an eine spezialisierte Fachdienststelle weitergeleitet oder von dort Rückfragen erhalten wird.
  • Existierendes Datenmaterial – wie z. B. E-Mails, Chat-Verläufe in Messengerdiensten, digitale Fotos oder Videos u. v. m. – sind wichtige Beweismittel, die bis zum ersten Kontakt mit der Polizei bestenfalls komplett unverändert gelassen werden sollten.
  • Das gesicherte Beweismaterial am besten gleich zur Anzeigenerstattung mitbringen. Das ist wichtig für die weiteren Ermittlungen, um den Verlust von Spuren im Netz zu vermeiden.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.
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