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Sarah Eitelwein koordiniert im Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg unter anderem die Arbeit der Ermittlerteams. Zum Jahreswechsel mussten diese rund 850 positive Personen kontaktieren. Foto: Lucas Kesselhut
Sarah Eitelwein koordiniert im Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg unter anderem die Arbeit der Ermittlerteams. Zum Jahreswechsel mussten diese rund 850 positive Personen kontaktieren. Foto: Lucas Kesselhut

Gesundheitsamt: Keine Feiertage bei der Pandemie-Bekämpfung

Auch das Jahresende 2021 war geprägt von der aktuellen Corona-Entwicklung in der Region. Mit einem Wert von knapp 170 war die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Würzburg an Heiligabend im Vergleich zu den vergangenen Tagen niedriger, bereits am 5. Januar erreichte sie aber wieder einen Wert von 310,4.

Corona-Update für Würzburg

Das sorgt weiterhin für eine sehr hohe Belastung im Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Würzburg. Und die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ermittlerteams ruhte auch an den Feiertagen nicht. Sie sind dafür zuständig, positive Personen nach positiven PCR-Tests zu kontaktieren.

Wir fragen einen Contact Tracer: Wie sieht der Alltag aus?

„Unser Ziel war und ist es natürlich weiterhin, alle positiv getesteten Personen schnell zu erreichen. Das gilt selbstverständlich auch für Wochenenden und Feiertage. Nur so ist es möglich, Infektionsketten gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie effektiv zu brechen“, betont Sarah Eitelwein, die im Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg unter anderem die Arbeit der Ermittlerteams koordiniert.

850 Positive mussten kontaktiert werden

In der Zeit vom 24. Dezember 2021 bis einschließlich 1. Januar 2022 kontaktierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes mehr als 850 Positive (Indexpersonen). Dadurch haben sich in diesem Zusammenhang rund 1.800 Kontaktaufnahmen ergeben. Wegen der sich stark ausbreitenden Omikron-Variante musste das Gesundheitsamt Indexpersonen oft zweimal anrufen, da die Variantenbestimmung über das vPCR-Verfahren zwei Tage dauert und es viele Rückfragen und Sonderanfragen per Mail gegeben hat.

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„Obwohl wir gerade zu den Feiertagen schlechte Nachrichten überbringen mussten, haben wir die von uns kontaktierten Bürgerinnen und Bürger als verständnisvoll und sehr kooperativ wahrgenommen. Natürlich ist viel Aufklärungsarbeit nötig, da die Verunsicherung in der Bevölkerung wegen der Omikron-Ausbreitung groß ist. Die erklärende Arbeit leisten wir aber gerne, um die Pandemie weiter bekämpfen zu können“, betont Sarah Eitelwein vom Gesundheitsamt.

Durchschnittlich 25 Personen im Dienst

An den Feiertagen waren jeweils durchschnittlich 25 Personen im Dienst, davon jeweils durchschnittlich rund 15 Ermittlerinnen und Ermittler – aber auch Ärztinnen und Ärzte, Fachkräfte der Sozialmedizin (für die Teams Einrichtungen und Kita/Schule), Mitarbeitende des Testmanagements und Hygienekontrolleurinnen und Kontrolleure für den Abruf und die Meldung der Daten. Die Ermittlerschaft bestand aus eigenem Personal, Kolleginnen und Kollegen der Stadt Würzburg und der Bundeswehr. Auch Landrat Thomas Eberth und Oberbürgermeister Christian Schuchardt waren vor Ort, um den Kolleginnen und Kollegen für ihren Feiertagseinsatz und das Engagement zu danken.

Omikron-Variante erschwert die Arbeit

Die Kontaktnachverfolgung erlangt vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Omikron-Variante wieder eine größere Bedeutung. Aufgrund der hohen Fallzahl von positiven Personen und der verzögerten Meldung von positiven PCR-Testungen mit Hinweis auf Omikron ist eine zeitnahe Kontaktaufnahme von „Omikron-engen Kontaktpersonen“ außerhalb des gleichen Haushalts nicht immer zu gewährleisten. Das Gesundheitsamt bittet daher die Indexpersonen mit Hinweis auf die Omikron-Variante, ihre engen Kontaktpersonen über den Befund zu informieren und zum Testen an die Talavera zu schicken sowie Quarantänemaßnahmen einzuleiten.

Dr. Barbara Finkenberg, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, rechnet damit, dass die Fallzahlen aufgrund der ansteckenderen Omikron-Variante weiter steigen werden. Um gegenzusteuern sei es wichtig, sich impfen und regelmäßig testen zu lassen, die AHA+L-Regeln konsequent einzuhalten und Kontakte möglichst einzuschränken.

Bürgerinnen und Bürger nutzten Testmöglichkeiten vor Feiertagen

Rund 80 Teststellen gibt es aktuell in Stadt und Landkreis Würzburg. Gerade vor den Feiertagen wurden diese besonders oft in Anspruch genommen. Das Testmanagement am Landratsamt zieht deswegen ein positives Fazit: „Wir freuen uns, dass viele Bürgerinnen und Bürger von den zahlreichen Testmöglichkeiten Gebrauch gemacht haben, um sich und die Liebsten am Weihnachtsfest und an Silvester bestmöglich zu schützen“, betont Paul Justice, der das Testmanagement verantwortet. Alleine am 31. Dezember 2021 zählte das Testzentrum an der Talavera 240 PCR Tests. Im gesamten Jahr 2021 waren es mehr als 217.000 PCR-Tests, die an der Talavera abgestrichen worden sind.

Corona-Teststationen in und um Würzburg

„Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landratsamtes, aber besonders bei den Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt, die seit Beginn der Krise jeden Tag unter größten Anstrengungen diese wichtigen Aufgaben bewältigen – und sich selbst zurücknehmen, um solidarisch für die Gesellschaft zu handeln. Das verdient großen Respekt“, betont Landrat Thomas Eberth. Er fügt hinzu: „Ich bin davon überzeugt, dass wir 2022 zu einem besseren Jahr machen können, wenn wir weiter zusammenhalten, uns impfen und regelmäßig testen lassen und aufeinander Acht geben.“

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg.
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