Banner
Rapper KIKO aus Würzburg ist bei einer Verhaftung mit einem Elektroschocker getasert worden. Foto: Press Picture KIKO
Rapper KIKO aus Würzburg ist bei einer Verhaftung mit einem Elektroschocker getasert worden. Foto: Press Picture KIKO

Würzburger Rapper KIKO am Hauptbahnhof von Polizei getasert

Als der Rapper Niko Kudlek alias KIKO aus Würzburg am Mittwoch am Hauptbahnhof ankommt, empfängt ihn bereits die Polizei. Sechs bis acht Beamtinnen und Beamten warten laut Aussagen des 27-Jährigen auf ihn, als er die Stufen des Bahngleises herunterläuft. Es soll um eine Kontrolle gehen, will KIKO gehört haben, später berichtet er in seiner Instagramstory, dass es einen Funkspruch gegeben haben soll, „ob die Verhaftung schon fertig ist.“

KIKO folgt also laut eigener Aussage den Beamtinnen und Beamten vor das Bahnhofsgebäude, als ein fragwürdiges Video entsteht. Gefilmt hat das Video ein Freund des Rappers, der sich während der polizeilichen Feststellung um den Hund des Rappers kümmert. Dort ist zu hören, dass vermeintlich ein Polizist zur Schusswaffe greift. Der Freund ruft: „Lass deine Knarre stecken, lass stecken, Mann (…) Denkst du ich lass den Hund von dir abknallen oder was?“ Der Polizist bittet den Mann ruhig, einfach weiterzugehen. Im Hintergrund gibt es eine Rangelei, involviert ist offenbar KIKO.

Die Verhaftung erfolgte offenbar aufgrund eines Haftbefehls „wegen einer hohen Geldstrafe“, wie KIKO auf Instagram schreibt. Seine Laune sei abgefuckt, er aber grundsätzlich entspannt gewesen und wollte die Situation klären und mitkommen, „ohne Ärger“ zu machen. Die Würzburger Polizei bestätigt auf Anfrage, dass zwei Haftbefehle gegen den Musiker vorliegen, die vollstreckt werden mussten.

Polizei bestätigt: Elektroschocker kam zum Einsatz

Zur aus dem Ruder gelaufenen Situation schreibt Niko Kudlek: „Als ich meinem Freund auch mein Handy und Schlüssel geben wollte, wurde mir das untersagt und ich wurde angefasst. Ich habe erklärt, dass ich nicht angefasst werden will und einfach meine Sachen abgeben will, dann sind alle auf mich los. Einer hängt am Hals, einer tritt in meine Beine, einer tasert mich in meinen Arsch, einer würgt mich, einer haut in den Rücken. Total Eskalation. Dann direkt in die JVA, weil ich nicht kooperativ war.“ Auch die Polizei bestätigt die Benutzung des Tasers (Elektroschocker) und die Festnahme unter körperlichem Einsatz. Demnach kam es „bei einem 27-jährigen Mann“ während der Kontrolle am Mittwoch gegen 14.30 Uhr zu „Widerstandshandlungen“. Die konnten durch die Anwendung eines „Distanz-Elektroimpulsgeräts“ gestoppt werden.

Rectangle
topmobile2

KIKO berichtete einen Tag nach seiner Verhaftung vom Vorfall

Nach kurzer Zeit wurde Kudlek wieder freigelassen, bereits einen Tag später konnte er seine Erlebnisse auf Instagram schildern und war dafür auch am Schauplatz der Verhaftung unterwegs. Er prangert die Polizeigewalt an, die er erfahren hat. Die Polizei wiederum gibt an, dass die Beamtinnen und Beamten nur versucht hätten, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Dabei wurden zwei Beamte leicht verletzt. Um den Sachverhalt zu klären, schießt KIKO auf Instagram gegen die Polizei. Es gäbe genug Zeugen, die seine Verhaftung miterlebt hätten.

Neben großem Support erlebt der Rapper aber auch eine Reihe kritischer Rückfragen und Beobachtungen. So schreibt ein Nutzer: „Ich finde die Polizei hat einfach normal gehandelt.“ Noch ist nicht bekannt, ob sich KIKO gegen die Maßnahmen auch juristisch wehren möchte.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

<%LINK text=“Ein Beitrag geteilt von KIKO (@kiko_wzbg)“ style=“color: #c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 17px; text-decoration: none;“ href=“https://www.instagram.com/reel/CXi5qyeIBvr/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=loading“ target=“_blank“ %>

Artikel erschien zuerst auf mainding.de.
Banner 2 Topmobile