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Achtung vor Betrügern! Symbolfoto: Pascal Höfig
Achtung vor Betrügern! Symbolfoto: Pascal Höfig

Warnung: Wieder Telefonbetrüger in Unterfranken am Werk

Am Montagnachmittag erbeuten Telefonbetrüger Schmuck im Wert von über 40.000 Euro. Eine 60-Jährige aus Unterfranken ließ sich täuschen und übergab ihr Hab und Gut an einen Unbekannten. Die Polizei warnt deshalb eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen.

Bekannte Betrugsmasche angewandt

Eine 60-Jährige erhielt am Montagnachmittag einen Anruf von angeblichen Justizmitarbeitern. Ihre Tochter habe angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine französische Staatsbürgerin ums Leben kam. Nun müsse die Tochter an Frankreich ausgeliefert werden. Die 60-Jährige könne die Auslieferung allerdings durch die Übergabe von Bargeld oder Schmuck verhindern.

Schmuck im Wert von 40.000 Euro

Geschockt und in größter Sorge um die eigene Tochter begab sich die Geschädigte zu einem vereinbarten Treffpunkt und übergab Schmuck im Wert von über 40.000 Euro an einen ihr unbekannten Mann. Erst als sich die Dame im Anschluss an die Justiz wendete, um sich nach dem Verbleib ihrer Tochter zu informieren, wurde der Betrug aufgedeckt. Die Kriminalpolizei Würzburg nahm die Ermittlungen auf.

Polizei will Bevölkerung sensibilisieren

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt diesen neuerlichen erfolgreichen Telefontrickbetrug zum Anlass, die Bevölkerung zu sensibilisieren und auf derartige Betrugsmaschen hinzuweisen.

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Präventionskampagne „Leg‘ auf!“

Aufgrund der weiterhin hohen Fallzahlen im Bereich „Callcenterbetrug“ und dem damit verbundenen finanziellen Schaden, aber auch den psychischen Folgen für die Betroffenen, hat sich das Polizeipräsidium Unterfranken Ende 2020 dazu entschieden, zum Schutz der Opfer auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nochmals aktiv zu werden und die Präventionskampagne “Leg‘ auf!” gestartet.

Das Ziel dieser Kampagne ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ und „Schockanrufe“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

  • Auflegen. Selbst die Notrufnummer 110 wählen und bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind fragen.
  • Wichtige Daten von Personalausweisen und Reisepässen niemals am Telefon übermitteln! Die Polizei oder auch andere Behörden erfragen solche Daten nicht telefonisch.
  • Die Polizei weist niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereitzulegen oder an Abholer zu übergeben!
  • Keine Geldbeträge an Fremde übergeben! Auch die Polizei holt an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen sprechen!

Weitere Informationen

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.
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