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In den Tagen um den 11. November ziehen die Kinder traditionell mit ihren Laternen durch die Straßen und singen Lieder in Erinnerung an den den heiligen Martin. Foto: Markus Hauck (POW)
In den Tagen um den 11. November ziehen die Kinder traditionell mit ihren Laternen durch die Straßen und singen Lieder in Erinnerung an den den heiligen Martin. Foto: Markus Hauck (POW)

Kein großer Martinszug: Sankt-Martins-Feier als Alternative

Auch in diesem Jahr ist der altbekannte Martinszug mit bis zu 1000 Kindern und Erwachsenen nicht möglich. Dennoch wollen die Organisatoren ein Beisammensein im Rahmen einer „Sankt-Martins-Feier“ ermöglichen. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 14. November, um 17 Uhr auf dem Kiliansplatz in Würzburg mit einer Aufführung der Sankt-Martins-Legende durch die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Pfadfinderstamms Tilly aus dem Stadtteil Heidingsfeld.

Kleine Andacht mit Gesang

Anschließend wird eine kleine Andacht mit Gesang gefeiert. Auf dem Liedblatt finden die Anwesenden Ausschnitte aus einem Stadtplan mit markierten Stationen, wo Laternen in der Innenstadt zu finden sind. Die Kinder können sich auf die Suche nach den vier Laternen machen und singend mit ihren eigenen Laternen das Licht in der Stadt verteilen. Einen festgeschriebenen Weg sowie Start- und Endpunkt für den Spaziergang zu den einzelnen Stationen gebe es nicht, damit sich die Menschenmasse besser verteilt, heißt es in der Einladung der DPSG.

Wer war der heilige Martin?

Der heilige Martin von Tours – Sankt Martin – ist der erste Heilige, der in der Kirche öffentlich verehrt wurde, obwohl er kein Märtyrer war. Die legendäre Begegnung mit dem Bettler fällt in seine Zeit als Offizier im römischen Heer noch als Ungetaufter. Martin sieht den Bettler am Stadttor von Amiens und gibt ihm die Hälfte seines Mantels. Nachts sieht Martin im Traum Jesus vor sich stehen. Jesus ist eingehüllt in Martins roten Mantel und spricht: „Martin, der erst auf dem Weg zur Taufe ist, hat verstanden: Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Am 8. November 397 stirbt Martin auf einer Missionsreise in Candes, am 11. November wird sein Leichnam von Bürgern von Tours dorthin überführt.

Viele Bräuche

Der heilige Martin wurde zum bedeutendsten Heiligen und Schutzpatron des Frankenreichs, das große Teile des heutigen Frankreichs umfasste. Viele Klöster und Kirchen im fränkischen Gebiet sind nach ihm benannt. In vielen Bräuchen lebt die Erinnerung an Sankt Martin fort und hat seinen Tod weit überdauert. Im weltweiten kirchlichen Abendgebet heißt es deshalb an diesem Tag: „O unvergleichlicher Mann! Die Mühsal des Lebens konnte dich nicht bezwingen, der Tod dich nicht besiegen!“ Bei den traditionellen Laternenumzügen der Kinder rund um den Sankt Martinstag erklingen meist die Lieder „Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ und „Ich geh’ mit meiner Laterne“.

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Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des POW (Diözese Würzburg).
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