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Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig

Immobilienmarkt in Würzburg weiter angespannt

Wurde der Immobilienmarkt in Würzburg durch die Pandemie etwas entlastet? Das umgekehrte Phänomen ist der Fall, wie aus dem neuen Wohnimmobilienmarktbericht der HypoVereinsbank zu Mainfranken hervorgeht. Insgesamt ist der Markt angespannt und durch eine hohe Nachfrage gekennzeichnet. Gleichzeitig gab es aber weniger Verkaufsangebote, was die Preise in die Höhe schnellen lässt.

Nachfrage nach Eigenheim gestiegen

Generell ist in Zeiten von Homeoffice die Nachfrage nach Eigenheim und Baugrundstücken besonders gestiegen. Das bedeutet auch, dass ansprechende Immobilien in Würzburg immer einen Käufer finden. Für Käufer wird es allerdings schwierig, an eine passende Immobilie zu kommen. Nicht zuletzt gibt es in der Stadt auch kaum Freiflächen für Neubausiedlungen, weshalb es  Familien häufiger ins Umland zieht. Beliebt seien hierbei die stadtnahen Gemeinden Gerbrunn, Höchberg und Veitshöchheim. Hier seien die Preise für Einfamilienhäuser und Baugrundstücke daher auch erhöhter als im restlichen Umland.

Neue Bauflächen bald auf dem Markt

Laut Immobilienbericht sollte das Angebot bald aber wieder zunehmen, denn zwei neue Flächen sollen demnächst auf den Markt kommen, so z.B. in Lengfeld „Waidmannsteige“ (Reihenhäuser vom Bauträger, 22 Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser). Außerdem soll die Erschließung der letzten beiden Quartiere im Hubland bis Ende 2021 abgeschlossen sein (120 Reihen- und Kettenhäuser, Vermarktung der ca. 50 Bauplätze). Generell verfolgt die Stadt seit einigen Jahren das Ziel, jährlich 550 neue Wohnungen zu bauen. In den letzten Jahren 2019 und 2020 wurde der Wert mit unter 300 Wohneinheiten allerdings unterschritten – eine spürbare Entlastung des Wohnungsmarktes wurde also noch nicht erreicht.

Marke von 5.500 Euro pro Quadratmeter geknackt

„Nach Irritationen zu Pandemiebeginn hatte die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Mainfranken vor allem in den Monaten zwischen den Lockdowns angezogen. Gut ausgestattete Wohnungen sind in beliebten zentralen Würzburger Wohnlagen bei Eigennutzern gefragt. Kapitalanleger beleben aber auch das Geschäft im weiteren Stadtgebiet“, heißt es im Immobilienbericht weiter. Die Preisentwicklung knüpft hierbei an die Vorkrisenzeit an. „Die Spitzenpreise im Neubau haben die Marke von 5.500 Euro pro Quadratmeter geknackt“, heißt es. Weitere leichte Preissteigerungen sind auch in Zukunft wahrscheinlich, genauso wie eine höhere Nachfrage nach Eigentumswohnungen und nicht nur nach Baugrundstücken und Einfamilienhäusern.

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Mietsteigerungen abgeflacht

In der Pandemie habe sich laut Immobilienbericht aber der Druck auf den Mietwohnungsmarkt reduziert: Die geringen Zuzüge und eine „schwächere Umzugsbereitschaft“ haben zur Folge, dass sich Mietsteigerungen abgeflacht haben. In Würzburg liegen die Mietpreise dennoch bei bis zu 16 Euro pro Quadratmeter, v.a. Mieten unter 9 Euro pro Quadratmeter sind selten geworden. „Angesichts minimaler Leerstände (1,7 %) ist in den letzten Jahren der Mietwohnungsbau angesprungen, u. a. mit dem Bau mehrerer Studierendenwohnheime“, heißt es außerdem.

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