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Anruf. Symbolfoto: Pascal Höfig
Anruf. Symbolfoto: Pascal Höfig

Callcenterbetrug: 85-Jährige um fünfstelligen Geldbetrag gebracht

Am Dienstagnachmittag übergab eine 85-Jährige in Wiesentheidt einen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen unbekannten Geldabholer. Im Glauben daran, dass sie damit ihrer Enkelin in einer Notsituation helfen würde, ging die Rentnerin Betrügern auf den Leim. Die Kripo ermittelt und bittet um Hinweise.

Zehntausend Euro benötigt

Gegen 13:00 Uhr wurde eine Rentnerin von einer Betrügerin angerufen, die sich als Enkelin der Dame ausgab und um Hilfe bat. Die vermeintliche Enkelin würde mehrere zehntausend Euro Bargeld benötigen, um nach einem angeblichen Verkehrsunfall eine Kaution hinterlegen zu können. Weitere Telefonbetrüger erhöhten telefonisch den Druck auf die Frau, die im Glauben war, sich neben ihrer Enkelin mit Polizeibeamten zu unterhalten.

Richtige Enkelin meldete sich am Abend

Letztlich übergab die Seniorin einen fünfstelligen Bargeldbetrag gegen 14:00 Uhr an einen etwa 165 cm großen und kräftig gebauten Mann. Erst als sich am Abend die tatsächliche Enkelin bei ihrer Oma meldete, wurde der Betrug aufgedeckt.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen und bittet nun Personen, die im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

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Trickbetrüger in Mainfranken aktiv

Aktuell sind unterfrankenweit und insbesondere im Raum Main-Rhön Telefonbetrüger aktiv. Die Anrufer geben sich bei den Angerufenen als Enkel oder Falsche Polizeibeamte aus. Es ist mit weiteren Anrufen zu rechnen. Informiert werden sollten daher Angehörige!

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät:

  • Legen Sie auf und rufen Sie selbst ihren Enkel oder Verwandten an!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde!
  • Vorsicht! Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
  • Wenden Sie sich im Zweifel an die Polizei!
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.
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