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Die Burse des Studentenwerkes 1967: So sah deren Küche vor gut fünfzig Jahren aus. Foto: Studentenwerk Würzburg
Die Burse des Studentenwerkes 1967: So sah deren Küche vor gut fünfzig Jahren aus. Foto: Studentenwerk Würzburg

100 Jahre Studentenwerk Würzburg

Wohnen, Essen, Betreuung, Beratung

Seit hundert Jahren gibt es das Studentenwerk Würzburg – und seit Gründung der FHWS vor fünfzig Jahren können Studierende deren Serviceangebote nutzen. 1921 wurde es vom damaligen Studenten Leo Robert Assmann als „Verein Studentenhilfe e.V. Würzburg“ gegründet. Wie schon seit den Anfängen, kümmert sich das Studentenwerk um soziale Belange des wissenschaftlichen Nachwuchses: Das Wohnen und Essen zählen hier ebenso dazu wie die Betreuung, Beratung sowie die Finanzierung des Studiums.

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Die Anfänge des Studentenwerks

Während die Mensa heutzutage zu Aktionswochen mit „schnellem Teller“, „mensaVital“ und italienischen Wochen einlädt, gestaltete sich die Situation vor hundert Jahren im Anschluss an den Weltkrieg deutlich anders: Das Studentenwerkberichtet: „In der Notzeit nach dem Ersten Weltkrieg konnten viele Studierende nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung der Eltern bauen und mussten sich ihr Studium mit Arbeit in Fabriken und Bergwerken verdienen. Studentische Selbsthilfeeinrichtungen wie Studentenküchen und Verkaufsstätten, in denen Studierende günstiger einkaufen konnten, entstanden.“

Die erste Studentenspeisung der „Mensa Academica“ wurde erstmalig am 30. Mai 1921 in der ehemaligen Hofküche der Würzburger Residenz angeboten. Am 23. Juli 1921 wurde der Verein „Studentenhilfe e.V. Würzburg“, die Vorgängerinstitution des heutigen Studentenwerks, gegründet. 1929 wurde das Studentenhaus mit einer Mensa, einem kleinen Wohnheim und einem Aufenthaltsraum eröffnet und wird seitdem als Speise-, Lese- und Studiersaal genutzt.

Keine Ablenkung: Einblick in den Studienraum der fünfziger Jahre mit Tischen, Stühlen, Lampen. Foto: Studentenwerk Würzburg

Keine Ablenkung: Einblick in den Studienraum der fünfziger Jahre mit Tischen, Stühlen, Lampen. Foto: Studentenwerk Würzburg

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Einladung zur „Früher-war-alles-besser-Woche“

Heute fördert und unterstützt das Studentenwerk rund 55.000 Studierende an vier Hochschul-Standorten Würzburg, Bamberg, Schweinfurt und Aschaffenburg. 300 Mitarbeitende engagieren sich für die Belange der Studierenden. Ganze Generationen von Studierenden und Alumni nutzen die Angebote der Wohnheime, suchen die Beratungsstellen am Studentenhaus auf, fragen nach Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder psychologischer Betreuung, feiern in den Räumlichkeiten der Sanderau und besuchen Kulturangebote. Auch Mitarbeitende der Hochschulen, Professorinnen sowie Professoren und Gäste gönnen sich eine Pause und kräftigen sich in der Mensa oder Burse. Inclusive der Einladung 2020 zu einer „Früher-war-alles-besser-Woche“ mit Gerichten und Preisen von damals.

„Wir können auch öko“: neue Herausforderungen von heute

Andere Zeiten, andere Sitten: Nach dem „Was“ der früheren Jahre folgt das „Wie“: Ging es erst darum, was man isst und trinkt, geht es nun darum, wie man dies tut: ob der Kaffee to-go, das Gemüse in der Salatbox oder das Frühstück im Brötchenbeutel: Biologisch abbau- und komplett recycelbar sollte es sein. Mit den aus Milchsäure und aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen wie Molke hergestellten Bechern unterstreicht das Studentenwerk die klimafreundliche Ausgabe von Getränken und Mahlzeiten. Auch durch Kooperationen z.B. mit Prof. Dr. Christoph Bördlein (FHWS) und seinen verhaltensanalytischen Maßnahmen unter dem Motto „Make this world a better place“ konnte Bördlein motivieren und sensibilisieren: Beispiele sind der Aufruf, eigene Becher in die Mensa zu bringen, statt auf to-go zurückzugreifen, oder die Abfälle optimaler zu trennen.

Lesesaal im Studentenhaus der fünfziger Jahre. Foto: Studentenwerk Würzburg

Lesesaal im Studentenhaus der fünfziger Jahre. Foto: Studentenwerk Würzburg

100 Jahre Studentenwerk – und dann kam die Pandemie

Eigentlich war zum Jubiläum des Studentenwerkes eine Fotoausstellung geplant, die Studierende der Fakultät Gestaltung an der FHWS entworfen hatten – eigentlich. Der Ausbruch der Corona-Pandemie verhinderte ihre Eröffnung, sie musste abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Sieben Monate mit Corona beim Studentenwerk Würzburg 

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Studentenwerks Würzburg.

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