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Medizinische Masken schützen vor Infektionskrankheiten. Symbolfoto: Katharina Kraus
Medizinische Maske. Symbolfoto: Katharina Kraus

Infektionskrankheiten in Würzburg – ein Überblick

Auch nach mehr als anderthalb Jahren ist trotz weitreichendem Impfangebots leider kein baldiges Ende der Corona-Pandemie in Sicht: Insgesamt sind laut heutigem Stand fast 10.000 Menschen in Würzburg (Stadt und Landkreis) an dem Virus erkrankt, wobei die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Würzburg derzeit bereits wieder bei 98,5 pro 100.000 Einwohner liegt.

Verständlicherweise sind viele Würzburger:innen bei Erkältungssymptomen verunsichert – die Frage, ob es sich um einen harmlosen Schnupfen oder den Beginn einer Corona-Erkrankung handelt, steht häufig im Raum. Doch welche Symptome sind für Corona wirklich typisch und ab wann sollte man einen Arzt (m/w/d) zurate ziehen?

Laut der amerikanischen CDC (Center for Disease Control and Prevention) gehören folgende Anzeichen häufig zu einer Corona-Infektion:

  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Husten
  • Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden
  • Müdigkeit
  • Muskel- oder Körperschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Verlust von Geschmacks- oder Geruchssinn
  • Halsschmerzen
  • Verstopfung oder laufende Nase
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Durchfall

Da die Beschwerden häufig nicht von einer schweren Erkältung oder sogar einer Grippe zu trennen sind, empfiehlt es sich stets, zur Sicherheit einen Corona-Test zu machen, um mehr Klarheit zu erhalten und sich im Fall der Fälle so schnell wie möglich in Quarantäne zu begeben. Sollte sich der Verlauf dramatisch verschlechtern, sollte der Rettungsdienst gerufen werden – insbesondere dann, wenn Atembeschwerden auftauchen oder das Fieber nicht gesenkt werden kann.

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Wie wird Covid-19 behandelt?

Die Corona-Impfung kann vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützen. Sollte es dafür jedoch zu spät sein, kommt es auf die individuelle Situation sein: Sollten die Beschwerden eher einer schweren Erkältung ähneln, ist es häufig ausreichend, sich auszuruhen, viel zu schlafen, genug zu trinken und fiebersenkende sowie schmerzlindernde Medikamente einzunehmen.

Laut RKI (Robert Koch Institut) wird bei gefährlicheren Verläufen in der Frühphase der Covid 19-Erkrankung das antivirale Medikament Remdesivir, ein Mittel, das beispielsweise auch bei Ebola zum Einsatz kommt, eingesetzt. In noch schwereren Fällen, die eine Beatmung nötig machen, wird häufig das Kortison-Präperat Dexamethason verschrieben, welches Entzündungen im Körper verhindern soll, da Covid-19 häufig mannigfaltige Entzündungsherde verursachen kann. Da das Coronavirus auch zu Blutgerinnseln führen kann, wird häufig auch ein gerinnungshemmendes Medikament verabreicht, um Thrombosen zu verhindern.

Weitere Infektionskrankheiten in Würzburg

Selbstverständlich ist Covid-19 nicht die einzige Infektionskrankheit in Würzburg. Zu den häufigsten Infektionskrankheiten gehören dabei Geschlechtskrankheiten wie Tripper, Chlamydien, Tripper (Gonorrhoe), Genitalherpes sowie Trichomonaden. Allerdings sank die Gefahr, sich während der staatlich verordneten Kontaktsperre mit Covid-19 oder Geschlechtskrankheiten zu infizieren deutlich. Dies wird mit der Aufhebung vieler Maßnahmen jedoch sicherlich nur ein kurzfristiges Resultat bleiben.

Die Symptome einer Geschlechtskrankheit sind dabei nicht immer einfach zu erkennen, da einige Erkrankungen sogar symptomfrei verlaufen können. Häufig kommt es jedoch zu Schmerzen beim Wasserlassen, gelblichem Ausfluss, Juckreiz oder Brennen. Unbehandelt können Geschlechtskrankheiten die gesamte Gesundheit und auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, sodass diese so schnell wie möglich behandelt werden sollten.

Wie werden typische Geschlechtskrankheiten behandelt?

Je nachdem, ob es sich um eine bakterielle oder virale Infektion handelt, werden Geschlechtskrankheiten entweder mit Antibiotika (beispielsweise Doxycyclin) oder bei Virusinfektionen mit hochwirksamen Mitteln behandelt, die das jeweilige Virus in Schach halten sollen. Bei einer Infektion mit HI-Virus kommen beispielsweise Entry-Hemmer, sowie Integrase – und Protease-Hemmer zum Einsatz, welche das Einnisten des Virus in die Zellen stoppen sollen.

Auch wenn HIV heutzutage im Gegensatz zu früher kein direktes Todesurteil mehr ist (sofern es schnell und weitreichend behandelt wird), ist eine solche Diagnose weiterhin nicht zu verharmlosen: Betroffene müssen täglich eine Vielzahl unterschiedlicher Medikamente einnehmen, um das Virus in Schach zu halten und ein normales Leben führen zu können. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente können dabei Lebensqualität einschränken und zu weiteren Beschwerden führen, weswegen Prävention da A und O ist.

Ob Covid-19, Geschlechtskrankheiten oder andere Infektionen – die beste Behandlung ist immer noch die Ansteckungsverhinderung.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag. 
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