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Katharina Leiter ist Astrophysikerin, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters ct.qmat und Öffentlichkeitsbeauftragte der Universität Würzburg. Foto: Katharina Leiter
Katharina Leiter ist Astrophysikerin, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters ct.qmat und Öffentlichkeitsbeauftragte der Universität Würzburg. Foto: Katharina Leiter

Highlights der Physik: 10 Fragen an Astrophysikerin Katharina Leiter

Am 27. September ist es soweit: Die „Highlights der Physik“ kommen nach Würzburg! Das einwöchige Wissenschaftsfestival, welches 2001 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ins Leben gerufen wurde und jedes Jahr mit wechselnder Thematik von Stadt zu Stadt tourt, lockte in den vergangenen Jahren bereits bis zu 60.000 BesucherInnen an. 2021 ist nun Würzburg der Austragungsort. Bis zum 2. Oktober bietet die Veranstaltung eine spannende Mischung aus Online-Angeboten und Angeboten vor Ort rund um das Thema Physik.

Hier geht’s zum offiziellen Trailer! 

Eröffnet wird das Physik-Spektakel vom bekannten ARD-Moderator Ranga Yogeshaw mit einer großen Highlights-Show am 27. September in der s.Oliver Arena. Um noch mehr über das kommende Event zu erfahren und darüber, wie Physik-Themen den BesucherInnen nähergebracht werden können, haben wir die Astrophysikerin, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters ct.qmat und Öffentlichkeitsbeauftragte Katharina Leiter von der Universität Würzburg um ein Interview gebeten.

Doppeljubiläum: Jahrhundertentdeckung & Geburtstag Röntgens

Würzburg erleben (WE): Die Universität Würzburg ist neben dem BMBF und der DPG dieses Jahr Mitveranstalter der „Highlights der Physik“. Warum hat sich das Physik-Institut der Uni Würzburg darum beworben, “Highlighs der Physik”-Stadt zu werden?
Katharina Leiter: In seinem Labor am Physikalischen Institut der Universität Würzburg gelang Wilhelm Conrad Röntgen am 8. November 1895 seine nobelpreiswürdige Entdeckung: die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. 2020 jährte sich diese Jahrhundertentdeckung zum 125. Mal. Im selben Jahr war auch der 175. Geburtstag von Röntgen selbst. Dieser große Forscher sowie seine Entdeckung inspiriert die physikalische Forschung in Würzburg bis heute. Viele Forschungsfelder an unserer Fakultät mit zahlreichen Anwendungen in Medizin und Technik basieren auf Röntgens Entdeckung. So wird die Tradition Röntgens in Würzburg weitergeführt. Um dieses Doppel-Jubiläum gebührend gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit zu feiern, bietet das Wissenschaftsfestival „Highlights der Physik“ eine tolle Möglichkeit. Unglücklicherweise musste die zweifache Jubliäumsfeier aufgrund der Coronakrise leider um ein Jahr verschoben werden. Umso mehr freuen wir uns, die Highlights dieses Jahr in Würzburg begrüßen zu dürfen und dieses Event unter Röntgens Schirmherrschaft zu stellen.

Eröffnet werden die "Highlights der Physik" am 27. September mit Ranga Yogeshaw in der s.Oliver Arena. Foto: Highlights der Physik/Offer

Eröffnet werden die „Highlights der Physik“ am 27. September mit Ranga Yogeshaw in der s.Oliver Arena. Foto: Highlights der Physik/Offer

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WE: Was ist das Besondere an der Veranstaltung?
Katharina Leiter:
Die „Highlights der Physik“ stellen einen ganz besonderen Eventcharakter dar, da sie etwas auf den ersten Blick Gegensätzliches miteinander verbinden: Unterhaltung und Wissenschaft, indem sie sich als Wissenschaftsfestival präsentiert. In dessen Rahmen ist ein vielseitiges Programm für Jung und Alt geboten, das einen breiten Bogen von Bühnenshows und Theaterveranstaltungen bis hin zu Fachvorträgen und wissenschaftlichen Mit-Mach-Ausstellungen spannt. Hier ist für jeden etwas dabei! Im Zentrum dieser Veranstaltungswoche steht der direkte Austausch von WissenschaftlerInnen und der breiten Öffentlichkeit, immer mit dem Ziel, aktuelle Forschung allgemeinverständlich darzustellen, um Interesse und Faszination für Wissenschaft und Physik im Speziellen zu wecken.

WE: Was erhoffen Sie sich von der Veranstaltung?
Katharina Leiter: Durch diese unkonventionelle Kombination von Festival und Wissenschaft hoffe ich, dass sich Leute durch diese einzigartige Atmosphäre mitreisen lassen und offen sind, sich auf Themen einzulassen, um welche sie sonst eher einen Bogen machen würden. Dadurch bietet sich den BesucherInnen die Möglichkeit, in faszinierende Welten einzutauchen, welche sie sich nie hätten vorstellen können und selbst zum/zur EntdeckerIn beziehungsweise ForscherIn zu werden. Ziel ist es, eine Stimmung zu schaffen, welche im Allgemeinen nicht mit Wissenschaft oder Physik assoziiert wird und durch direkten Austausch zwischen WissenschaftlerInnen und der breiten Öffentlichkeit Vorurteile und Hemmschwellen gegenüber dieser Disziplinen abzubauen. Physik muss nicht immer unverständlich und verstaubt sein. Nein, sie ist brandaktuell und betrifft uns alle, da sie sich mit Gesetzmäßigkeiten beschäftigt, welche unsere Welt, in der wir leben und von der wir Teil sind, beschreibt.

„Physik ist für jede/n, faszinierend und hochaktuell“

WE: Warum ist Wissenschaftskommunikation für die Physikforschung allgemein so wichtig?
Katharina Leiter: Physik ist für viele Laien nicht wirklich greifbar. Viele assoziieren mit dieser Wissenschaft Genies wie Einstein und eine mathematische Formelsprache, welche zu komplex ist, dass der Orthonormalverbraucher sie versteht. Im Vergleich zu anderen Studienfächern sind die Berufsfelder eines/r PhysikersIn nicht klar umrissen und eher unklar, da sehr vielseitig.

Durch die unkonventionelle Kombination von Festival und Wissenschaft soll Physik den BesucherInnen auf spielerische Art und Weise näher gebracht werden. Foto: Highlights der Physik/Offer

Durch die unkonventionelle Kombination von Festival und Wissenschaft soll Physik den BesucherInnen auf spielerische Art und Weise näher gebracht werden. Foto: Highlights der Physik/Offer

Im Rahmen der Wissenschaftskommunikation wollen wir mit Klischees wie „Physik habe ich in der Schule schon nie verstanden, das ist mir einfach zu kompliziert!“ oder „Physik ist total alt und verstaubt, was soll daran spannend sein?“ aufräumen und der breiten Öffentlichkeit zeigen: Physik ist für jede/n, faszinierend und hochaktuell – eines der spannendsten Abenteuer der Menschheit. PhysikerInnen begeben sich auf die Suche nach unseren Ursprüngen. Diese Fragen führen sie an den Anfang von Raum und Zeit, in die unendlichen Weiten des Universums sowie in die Welt der kleinsten Teilchen, deren Gesetzmäßigkeiten unsere Alltagsvorstellungen auf den Kopf stellen. Auf ihrer Suche betreten Forschende neue (Gedanken)Welten, setzen Grenzen neu, nur um sie dann wieder zu überschreiten, immer mit dem Ziel, die Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten zu verstehen. Dieser wissenschaftliche Zugriff zeigt dem Menschen, wie viele Rätsel im Wirklichen stecken. Nicht nur die Phänomene der Natur stecken voller Geheimnisse, sondern auch deren Erklärungen. Es ist wichtig, dem/der BürgerIn einen Zugang in diese Welten zu ermöglichen und sie einzuladen, an unserer Forschung teilzuhaben. Ausprobieren und die daraus resultierende eigene Erfahrung sowie offener Austausch und Einblicke in die aktuellen Themen der Forschung fördern Verständnis und Offenheit, sich mit Physik auseinanderzusetzen.

WE: Sie selbst sind Astrophysikerin, Geschäftsführerin des Exzellenzclusters ct.qmat und Öffentlichkeitsbeauftragte der Fakultät. Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? 
Katharina Leiter: Mein Arbeitsalltag ist sehr vielseitig und abwechslungsreich. Kein Tag gleicht dem anderen und ist abhängig davon, welche Herausforderungen und Termine gerade anstehen: In meinem Forschungsprojekt untersuche ich anhand von Satellitendaten die Röntgencharakteristiken von Supermassiven Schwarzen Löchern in Zentren von Galaxien – sogenannte Aktive Galaxien Kerne. Neben Datenanalyse und Recherchearbeit anhand aktueller Fachliteratur ist im wissenschaftlichen Bereich der Austausch mit KollegInnen rund um den Globus unabdingbar. Hierfür haben wir regelmäßige Besprechungen innerhalb der Arbeitsgruppe, gehen auf internationale Konferenzen, halten Vorträge, verschriftlichen unsere Forschungsergebnisse und veröffentlichen diese.

In meiner Funktion als Geschäftsführerin des Würzburg-Dresdner Exzellenzclusters ct.qmat „Complexity and Topology in Quantum Matter“ bin ich für die Koordination eines großen Forschungsverbundes zuständig. In diesem arbeiten mehr als 270 WissenschaftlerInnen aus 33 Ländern an den revolutionären Werkstoffen des 21. Jahrhunderts. Hier fungiere ich als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Verwaltung und bin für den reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts, das heißt der Forschungsprojekte, verantwortlich.

Als Öffentlichkeitsbeauftragte der Fakultät für Physik und Astronomie bin ich an der Organisation und Durchführung der unterschiedlichsten Veranstaltungen und Angebote (zum Beispiel Ausstellungen, Schulprojekte, Öffentliche Events, Vortragsreihen, Werbefilme, etc.) beteiligt, um Wissenschaft für Laien durch direkten Austausch zugänglich und transparent zu machen sowie meine leidenschaftliche Begeisterung für die Rätsel der Physik mit Interessierten jeden Alters zu teilen.

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Ein Arbeitstag als PhysikerIn ist alles andere als monoton. Foto: Highlights der Physik/Offer

Ein Arbeitstag als PhysikerIn ist alles andere als monoton. Foto: Highlights der Physik/Offer

WE: Was reizt Sie an Ihrem Beruf?
Katharina Leiter: Wie oben schon erwähnt, ist mein Job sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Ich bin im ständigen Austausch mit unterschiedlichen Menschen zu verschiedensten Themen und genieße es, interdisziplinär zu arbeiten, da ein Blick über den Tellerrand und unterschiedliche Denkweisen einen kreativen Prozess nur bereichern können und die eigene Wahrnehmung um so vieles bunter machen. Im Rahmen meiner Tätigkeiten sind strategisches und analytisches Denken gefragt, Organisationsfähigkeit, selbstständiges selbstverantwortliches Arbeiten sowie Teamgeist. Eine ansprechende Kombination von Anforderungen, welche es mir ermöglicht, mich vielseitig kreativ auszuleben und mich immer wieder geistig herausfordert.

Die wichtigsten Zutaten, um Physik zu studieren

WE: Was ist das Besondere an der Fakultät für Physik und Astronomie der Uni Würzburg?
Katharina Leiter: Unsere Fakultät zeichnet sich vor allem durch ihre individuelle und intensive Betreuung unserer Studierenden aus. Unsere Studierenden sind hier nicht nur Zahlen in einer Datenbank, sondern werden schnell in die Fakultätsgemeinschaft integriert, welche stark durch eine familiäre Atmosphäre geprägt ist. Hier geht man als Studierender nicht in der Masse unter, sondern findet schnell Anschluss und vielseitige Möglichkeiten sich einzubringen. Ein besonderer Fokus liegt darauf, den Studieninteressierten und Neuankömmlingen den Einstieg in den Studienalltag zu erleichtern. Daher bietet unsere Fakultät bereits vor Beginn des Studiums vielseitige Angebote an, welche die Studierenden besonders in der Anfangsphase ihres Studiums unterstützen und deren Start in die Uniwelt erleichtern sollen. Aber auch während des Studiums wird großen Wert auf eine individuelle und kontinuierliche Betreuung gelegt. Unser Studienangebot ist weit gefächert, sodass für jede(n) etwas dabei ist.

Aber nicht nur das Lehrangebot an unserer Fakultät ist sehr vielseitig. Die Würzburger Fakultät für Physik und Astronomie hat eine hervorragende Position in der nationalen Forschungslandschaft und besitzt internationale Ausstrahlung. Die Vielfalt dynamischer, zukunftsträchtiger Forschungsfelder trägt in entscheidendem Maß zur Forschungsstärke und Attraktivität der Fakultät bei. Heute forschen an der Fakultät international führende Gruppen zu spannenden Fragen der Grundlagenforschung und zukünftigen Anwendungen in Bereichen wie experimentelle und theoretische Festkörperphysik, komplexe Systeme, Spintronik, Biophysik, Energieforschung, Laserphysik, Optik sowie Astro- und Teilchenphysik. PhysikerInnen aus Würzburg zählen heute auf unterschiedlichsten Gebieten weltweit zur aktuellen Spitzenforschung – ihre Arbeit im Bereich der Festkörperphysik wird nicht zuletzt gewürdigt durch die Exzellenzinitiative der Bundesrepublik Deutschland in Form des Exzellenzclusters ct.qmat. In diesem Forschungsbereich wird in Würzburg aktuell eine eigene, weltweit einzigartige Infrastruktur aufgebaut, welche modernste Technologien/Labore und weltweit führende ForscherInnen zusammenbringt.

"Die wichtigsten Zutaten, um einen Zugang zur Physik zu finden, sind Neugierde, intrinsische Motivation, Entdeckergeist, Kreativität und Teamwork." Foto: Highlights der Physik/Offer

„Die wichtigsten Zutaten, um einen Zugang zur Physik zu finden, sind Neugierde, intrinsische Motivation, Entdeckergeist, Kreativität und Teamwork.“ Foto: Highlights der Physik/Offer

WE: Viele junge Menschen studieren Physik nicht, weil sie Angst haben, dass sie es nicht schaffen. Wie können Sie ihnen Mut machen?
Katharina Leiter: Die wichtigsten Zutaten, um einen Zugang zur Physik zu finden, sind Neugierde, intrinsische Motivation, Entdeckergeist, Kreativität und Teamwork. Das Studium wird nicht immer einfach sein, aber genau da liegt ja auch der Reiz: Sich in eine Thematik zu vertiefen, zu tüfteln bis der Kopf raucht und dann die große Freude zu erleben, wenn der Groschen gefallen ist. Die Anstrengungen lohnen sich auf jeden Fall! Physik ist so viel mehr als Zahlen und griechische Buchstaben, sie eröffnetet uns einen Zugang, die Welt mit anderen Augen zu sehen und lässt uns immer wieder von neuem staunen. Außerdem seid ihr nicht allein im Studium! In der Physik spielt von Anfang Teamwork eine große Rolle. Nichts ist beruhigender, als mitzubekommen, dass der/die andere auch nicht alles verstanden hat, es aber durchaus möglich ist, sich gemeinsam komplexe Fragestellungen zu erarbeiten. Zudem gibt es auch viele Angebote seitens der Dozierenden, um euch den Einstieg ins Studium zu erleichtern und für die bevorstehenden Herausforderungen fit zu machen.

Warum der Männeranteil in der Physik (noch) überwiegt

WE: Männer überwiegen ja unter Physikstudierenden deutlich. Woran liegt das und wie können Sie Frauen dazu ermutigen, Physik zu studieren?
Katharina Leiter: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein höherer Prozentsatz der Physik-Studierenden männlich ist. In den letzten Jahren kann man aber die Entwicklung beobachten, dass der Frauenanteil zunimmt. Für mich ist dieses Ungleichgewicht weniger ein Resultat nicht geeigneter Förderprogramme, sondern vielmehr eine Ausprägung unserer gesellschaftlichen Rollenbilder, welche trotz Aufweichung und zunehmendem Gender-Bewusstseins immer noch unterbewusst unseren Alltag prägen. Als Kinder lernen wir viel durch Nachahmung und Vorbilder. Das individuelle Interesse wird stark vom äußeren Umfeld beeinflusst und eine Neigung kann durch Feedback von Freunden, Familie sowie LehrerInnen / MentorInnen gefördert oder gehemmt werden.

Trotz zunehmenden Bewusstseins und Bestrebens, Rollenbilder in unserer Gesellschaft aufzuweichen, prägen diese doch noch stark unsere gesellschaftlichen Vorstellungen — auch in der Physik. Die großen bekannten Physikpersönlichkeiten sind überwiegend Männer. Um dieses Rollenklischee aufzubrechen braucht es genau solche „Vorbilder“ beziehungsweise „Rollenbilder“, welche die Norm sprengen und mit den Erwartungen brechen. Daher sind meiner Meinung nach weibliche Vorbilder im physikalischen Kontext sehr wichtig, um Mädchen und junge Frauen für diesen Weg zu inspirieren.

Seit ein paar Jahren kann man beobachten, dass der Frauenanteil im Physik Studium immer höher wird. Foto: Highlights der Physik/Offer

Seit ein paar Jahren kann man beobachten, dass der Frauenanteil im Physik Studium immer höher wird. Foto: Highlights der Physik/Offer

Da Physik als ein anspruchsvolles und schwieriges Studium beziehungsweise Wissenschaft gilt, welches überdurchschnittliche Fähigkeiten vor allem im analytischen Denken erfordert, finden sich viele schnell mit der Frage konfrontiert: Bin ich eigentlich gut genug für dieses Studium? Bei jungen weiblichen Studieninteressierten sind hier die Selbstzweifel meist stärker ausgeprägt und beeinflussen deren Entscheidung dahingehend, dass sie sich schneller als ungeeignet einstufen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das in den seltensten Fällen zutreffend ist. Wenn man sich also für Physik interessiert, man aber nicht sicher ist, ob dieses Studium zu einem passt beziehungsweise man zu ihm, dann sollte man sich Feedback von LehrerInnen oder StudienberaterInnen holen. Aber zu guter Letzt ist man es selbst, der/die die Selbstzweifel überwinden muss. Daher, sei selbstbewusst, trau Dich und probier aus! So kannst Du am schnellsten und verlässlichsten feststellen, ob dieses Studium etwas für Dich ist!

WE: Was raten Sie StudienanfängerInnen in der Physik und NachwuchswissenschaftlerInnen?
Katharina Leiter: Forschung darf man nicht als Tüftelei im stillen Kämmerlein verstehen. Die Herausforderungen der Gegenwart sind viel zu komplex und kompliziert, um sie als EinzelkämpferIn zu meistern. In unseren Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten arbeitet man nicht nebeneinanderher, hier wird kooperiert. Das (interdisziplinäre) Miteinander ist hierbei ein ganz wesentlicher Baustein, da die heutige Forschung aus einer Fülle von Fragestellungen vieler verschiedener Bereiche besteht. Für deren Beantwortung muss man immer wieder über den Tellerrand schauen und verschiedene Blickwinkel einnehmen. Innovative Forschung bedeutet, gemeinsam neue Wege zu beschreiten, welche vorher noch niemand gegangen ist. Das ist ein hoch kreativer Prozess und braucht viel Vorstellungsvermögen und Einfallsreichtum.

Mehr Infos zu den Highlights der Physik, den offiziellen Trailer, Live-Streams sowie weitere spannende Videos findet man auch auf dem brandneuen YouTube-Kanal Highlights der Physik! In der dreiteiligen Videoreihe namens DURCHBLICK präsentiert Moderatorin Janine Utsch zum Beispiel jede Menge Versuche und interessante Phänomene aus der Welt der Physik. Physik zum Anfassen und Mitmachen — darum geht's in der neuen Serie!
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