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Tim will mit seinem Fahrrad quer durch Deutschland fahren, um so Spenden für die Krebshilfe zu sammeln. Foto: Tim Stölting
Tim will mit seinem Fahrrad quer durch Deutschland fahren, um so Spenden für die Krebshilfe zu sammeln. Foto: Tim Stölting

#rideforresearch: Tim unterstützt mit einer Radtour die Krebsforschung

Einmal quer durch Deutschland und damit Gutes tun: Tim hat seinen Bachelorabschluss in Biomedinzin in Würzburg gemacht und möchte nun ein Herzensprojekt in die Tat umsetzen. Mit einer Radtour möchte der 23-Jährige Spenden für die Krebshilfe sammeln. Wie sein Routen-Plan aussieht und wie genau die Spenden gesammelt werden, verrät er uns im Interview.

Krebsforschung in Würzburg

Würzburg erleben (WE): Wer bist Du? Was machst Du? Und was verbindet Dich mit Würzburg?

Tim: Mein Name ist Tim, ich bin 23 und habe gerade meinen Master in Forensic Science in Amsterdam abgeschlossen, habe aktuell also ein wenig Zeit um dieses Herzensprojekt zu starten. Ich habe während meines Bachelors vier Jahre lang in Würzburg gelebt und war während meines Masters noch oft dort zu Besuch, da Würzburg für mich wie mein zweites Zuhause ist.

WE: Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Radtour quer durch Deutschland zu machen und dabei Spenden für die Krebshilfe zu sammeln?

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Tim: Ich fahre schon sehr lange Fahrrad, seit der 11. Klasse bewusst auch außerhalb von dem Weg in die Schule oder Uni. In den letzten zwei Jahren habe ich angefangen, immer längere Tagestouren zu fahren, und so bin ich letzten Sommer von Gelsenkirchen nach Amsterdam (220 km) und später von Amsterdam nach Brüssel (270 km) an einem Stück durchgefahren. Für diesen Sommer hatte ich dann eine mehrtägige Tour geplant und bin auf die Idee gekommen, diese über die sozialen Medien zu teilen und dabei Spenden für die Deutsche Krebshilfe zu sammeln.

Tim via Instagram auf seiner Tour folgen

Ich habe während meines Biomedizin-Studiums in Würzburg selbst im Rahmen meiner Bachelorarbeit in der Krebsforschung mitgearbeitet und dann wurde ein Jahr später bei meiner Mutter Brustkrebs diagnostiziert. Zu sehen, wie Forscher jeden Tag gegen die Krankheit arbeiten und selbst zu erleben, was so eine Diagnose für eine Familie bedeutet, haben mich dazu bewegt, diese Tour meiner Mutter und der Deutschen Krebshilfe zu widmen.

Täglich 100 km

WE: Wie soll das Projekt genau aussehen bzw. wie möchtest Du die Spenden sammeln? Wie kann man Dich und Dein Projekt unterstützen?

Tim: Im Endeffekt fahre ich von Lengau in Österreich bis zu meinem derzeitigen Wohnort Amsterdam (1.150 km) mit meinem Fahrrad. Keine Bahn, kein Flugzeug, kein Auto. Ich werde jeden Tag ca. 100 km fahren und dabei von Stadt zu Stadt reisen, um meine Freunde und meine Familie zu besuchen. Diese Reise möchte ich dokumentieren und meine Eindrücke mit der Welt teilen. Dabei möchte ich ein wenig über das Thema Krebs aufklären und von meinen Erfahrungen erzählen.

Tim´s Sachen sind gepackt. Die Spendentour kann losgehen! Foto: Tim Stölting

Tim’s Sachen sind gepackt, die Spendentour kann losgehen! Foto: Tim Stölting

Meine Spendenaktion ist bei betterplace.org registriert und unterstützt direkt die Deutsche Krebshilfe. Auf der Seite findet man außerdem Infos und aktuelle Neuigkeiten über meine Tour. Unterstützen kann man das Projekt am besten durch Teilen meiner Spendenaktion durch den Link, oder natürlich durch Spenden, die man über meine Spendenaktion direkt an die Stiftung Deutsche Krebshilfe schicken kann.

Spenden für Krebshilfe

WE: Welchen Betrag stellst Du Dir vor?

Tim: Jeder Betrag hilft, da gibt es keine Vorschriften.

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WE: Wofür soll das Geld genau verwendet werden?

Tim: Die Deutsche Krebshilfe unterstützt die Krebsforschung und Erkrankte durch die Förderung von Projekten zur Verbesserung von Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischer Nachsorge und psychosozialer Betreuung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Die Deutsche Krebshilfe ist der wichtigste private Förderer im Bereich der Krebsforschung in Deutschland. Im Jahr 2020 wurden 132 Projekte gefördert, darunter der Bau eines Patientenhauses auf dem Gelände des Universitätsklinikums Regensburg, das Krebspatienten und ihren Angehörigen die Möglichkeit bietet, in unmittelbarer Nähe der Klinik kostengünstig zu übernachten.

 

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Die Wichtigkeit des Themas

WE: Wann geht Deine Radtour los?

Tim: Die Radtour startet am 31.8. in Hinterglemm (Österreich) und geht dann über München, Würzburg, Frankfurt, Koblenz und Köln bis nach Amsterdam, ca. 16 Tage lang.

WE: Was erhoffst Du Dir von Deiner Aktion?

Tim: Ich erhoffe mir, in meinem näheren Umfeld ein bisschen über das Thema Krebs und vor allem um die Wichtigkeit der Krebsvorsorge aufklären zu können. Es ist auf eine Art auch ein Weg, mich mit mir selbst zu beschäftigen und das Thema zu verarbeiten. Dazu werde ich auf dem Rad sicherlich einige Zeit haben. Die Spenden sind natürlich immer eine gute und wichtige Sache. Auf der anderen Seite werde ich viele Freunde und meine Familie auf der Tour besuchen, die ich aufgrund von Corona schon lange nicht mehr gesehen habe.

Zusammenhalt und Zusammenarbeit

WE: Ist das Deine erste Aktion / Projekt dieser Art und sind weitere geplant?

Tim: Diese Tour ist die erste Tour, die an eine Spendenaktion gekoppelt ist. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich darauf, mit dem Rad unterwegs zu sein und meine Eindrücke zu teilen. Es werden definitiv weitere Touren kommen, und Themen, über die aufgeklärt werden müssen gibt es noch sehr viele!

WE: Was sind Deine Wünsche und Ziele für die Zukunft?

Tim: Ich würde mir wünschen, dass die Leute in Zeiten von gesellschaftlicher Spaltung zusammenhalten und zusammenarbeiten. Ohne all die Leute, die bisher schon gespendet haben, wäre ich nur ein Junge, der mit dem Fahrrad durch Deutschland fährt, aber zusammen können wir so viel erreichen und Gutes tun.

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