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Empathisch, awkward & kreativ - so beschreibt sich Kantom selbst. Foto: privat
Empathisch, awkward & kreativ - so beschreibt sich Kantom selbst. Foto: privat

Empathisch, awkward & kreativ: Instagrammerin Kantom im Interview

Mehrwert und Unterhaltung: Das möchte Kantom ihren Followern auf Instagram bieten. Die 22-Jährige studiert an der Uni Würzburg, kommt ursprünglich aus Wiesbaden und beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit Social Media. Die Instagrammerin im Interview darüber, was hinter dem Profil steckt, ihre Top 3 Nachhaltigkeit-Tipps und wie sie mit Selbstzweifel umgeht.

Verliebt in Würzburg

Würzburg erleben (WE): Stell Dich doch einmal vor: Wer bist Du, woher kommst Du, was machst Du so?

Kantom: Hallo ich bin Kantom, bin 22 Jahre alt und studiere Medienkommunikation an der Uni Würzburg. Ich selbst würde mich mit den Worten empathisch, awkward & kreativ beschreiben!

WE: Was verbindet Dich mit Würzburg?

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Kantom: Ich bin von Wiesbaden nach Würzburg fürs Studium gezogen und ich LIEBE es hier. Eigentlich wollte ich in eine Großstadt wie Berlin, allerdings finde ich es auch super schön in einer kleinen Unistadt wie Würzburg zu leben. Hier gibt es alles für Studierende und ist dazu auch noch schön übersichtlich! Bin sehr zufrieden mit meiner Wahl.

WE: Du bist auf Instagram besonders aktiv – welche Themen finden Deine Follower täglich auf Deinem Profil?

Kantom: Ich mache auf Instagram viel Content zum Thema Veganismus, Selbstliebe und nutze es als Plattform, um meine selbstgeschriebenen Gedichte zu teilen. Allgemein nutze ich Instagram, um mich kreativ auszuleben. Ich versuche mit meinen Posts auf Instagram (und seit neustem TikTok) meinen Follower:innen einen Mehrwert oder Unterhaltung zu bieten. Meine Posts sollen entweder Menschen zum Lächeln bringen, oder sie zum Nachdenken durch meinen Aktivismus oder meine Gedichte anregen. Also ist ein bunter Mix auf meinem Profil!

Mehrweg und Unterhaltung: Hinter Kantoms Instagram Profil steckt mehr als nur schöne Bilder. Foto: privat

Mehrweg und Unterhaltung: Hinter Kantoms Instagram Profil steckt mehr als nur schöne Bilder. Foto: privat

Aus schlechten Gefühlen ein Kunstwerk

WE: Wie und wann hast Du mit Instagram angefangen?

Kantom: Ich habe tatsächlich mit 14 die Social Media Welt für mich entdeckt. Ich habe mit Youtube-Videos angefangen. Ich hatte dort ein ganz gutes Following für damalige Verhältnisse, bis ich dann mit 17 aufgehört habe. Zum einen war es mir etwas peinlich, dass es langsam in der Schule rauskam. Ich hatte es nämlich nicht mal meinen Freund:innen erzählt. Zum anderen fand ich das Schneiden von Videos super anstrengend und so kam ich dann auf Instagram. Instagram hat einfach inzwischen die perfekte Lösung. Man kann ohne viel Aufwand coole kurze Videos schneiden und sich eben auf einer anderen Art kreativ ausdrücken! Das mag ich sehr.

WE: Würdest Du Dich selbst als Influencerin bezeichnen?

Kantom: Da ich noch unter 10k Follower:innen habe, kann man mich offiziell noch keine Influencerin nennen. Das Wort ist ja auch recht negativ behaftet, aber ja irgendwo, würde ich schon sagen, dass ich das bin. Auf mich kommen viele Leute und sagen, dass ich sie mit bestimmten Posts (vor allem in Bezug auf den Veganismus) zum Nachdenken angeregt habe usw. Also irgendwo habe ich wohl einen Einfluss auf Menschen und das freut mich! Zudem habe ich durch Instagram schon verschiedene Möglichkeiten wie z.B. für einen Modeljob bekommen, oder habe auch ab und an Kooperationen.

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WE: Du teilst auf Deinem Profil auch Deine Gedichte – wer oder was inspiriert Dich hierzu?

Kantom: Ich habe vor etwa zwei Jahren angefangen Gedichte zu schreiben, da war meine Trennung von meinem ersten Freund. Und um mit den Gefühlen umzugehen, habe ich angefangen meine Gefühle in Form von Gedichten aufzuschreiben. Mit der Zeit wurde es ein Tool, um einfach Dinge zu verarbeiten. So werden aus schlechten Gefühlen ein kleines, schönes Kunstwerk. Finde den Gedanken sehr schön.

Auch Gedichte findet man auf Kantoms Instagram Profil. Foto: privat

Auch Gedichte findet man auf Kantoms Instagram Profil. Foto: privat

Nachhaltigkeit und Selbstliebe

WE: Auch Nachhaltigkeit ist ein großes Thema: Warum liegt Dir das Thema besonders am Herzen?

Kantom: Mir ist das Thema Nachhaltigkeit durch meine vegane Ernährungsumstellung sehr wichtig geworden. Da Nachhaltigkeit eben Hand in Hand mit Veganismus geht, ist es auch wichtig auf meinem Profil. Mir fällt oft im Alltag auf, wie viel Unwissen zum Thema Veganismus herrscht und ich versuche eben auf einer lustigen oder kreativen Weise Aktivismus auf Instagram oder TikTok zu machen. Ich halte mich oftmals im Alltag mit meiner Meinung zurück, aber auf meinen eigenen Seiten, weiß ich, dass mir die Menschen genau deshalb folgen und ich dort mich ausdrücken kann, wie ich es möchte.

WE: Wie sind Deine Top 3-Tipps für einen nachhaltigeren Alltag?

Kantom:

  1. Tausche Alltagsgegenstände wie Wattepads, Binden, Shampoo etc. durch nachhaltige Alternativen um.
  2. Verzichte so gut wie möglich auf Fast Fashion. Kaufe Secondhand ein, denn es gibt schon genug Kleidung auf der Welt. Und wenn Du was Neues kaufen möchtest, greife zu Fair Fashion Brands, die fair bezahlen und nachhaltig produzieren.
  3. Reduziere den Konsum von tierischen Produkten, so gut wie es geht. Das ist zugunsten der Gesundheit, der Umwelt und vor allem der Tiere.
Kantom setzt sich außerdem für Tierwohl ein. Foto: privat

Kantom setzt sich außerdem für Tierwohl ein. Foto: privat

WE: Du setzt Dich außerdem für Body Positivity und Selflove ein. Hast Du hier bereits negative Erfahrungen gemacht?

Kantom: Wie so viele Menschen, habe ich oft Selbstzweifel, aber genau deshalb versuche ich vor allem in Form von Gedichten das Thema Selbstliebe zu thematisieren.

Empathisch, awkward & kreativ - so beschreibt sich Kantom selbst. Foto: privat

Empathisch, awkward & kreativ – so beschreibt sich Kantom selbst. Foto: privat

Erster Hate zu Veganismus

WE: Wie ist die Reaktionen der Follower auf diese Themen? Hast Du auch mit Hatern zu tun?

Kantom: Bisher hatte ich das Glück, dass ich sehr wenig Hate bekomme bei solchen Themen. Die ersten richtigen Hate Kommentare hatte ich erst bei meinen TikTok Videos zum Thema Veganismus, die viral gegangen sind. Aber das gehört bei solchen kontroversen Themen wohl dazu, aber genau deshalb ist es wichtig sie zu thematisieren.

 

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Ein Beitrag geteilt von Selflove • Poetry • Vegan (@itskantom)

 

WE: Wie reagieren Freunde und Verwandte auf Dein Instagram Profil?

Kantom: Wie ich vorhin erwähnte, habe ich damals meinen Youtube-Kanal nicht mal mit meinen Freund:innen geteilt, mir war das total peinlich. Anfangs war das auch so ähnlich mit Instagram. Aber irgendwann habe ich gelernt, mich von der Meinung von anderen zu distanzieren, und einfach mein Ding durchzuziehen. Zudem ist es inzwischen ja auch nichts mehr „besonderes“ wenn man Social Media macht, wie als es war als ich noch 14 war. Aber alles in allem unterstützen mich meine Freund:innen sehr und auch meine Familie war schon immer sehr großer Support bei dem Ganzen.

WE: Gibt es noch etwas, dass Du den Lesern mitteilen möchtest?

Kantom: Zieht Euer Ding durch und denkt nicht zu viel nach, was andere von Euch denken. Das ist es nicht Wert.

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