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Zerstörtes Volt-Wahlplakat. Foto: Nils Bischof / Volt
Zerstörtes Volt-Wahlplakat. Foto: Nils Bischof / Volt

Zerstörung von Plakaten direkt zum Wahlkampfauftakt

Seit Samstag dürfen Parteien in Würzburg mit Wahlplakaten für ihre Programme und Kandidierenden zur anstehenden Bundestagswahl werben. Doch kaum sind die ersten von ihnen angebracht, schon sorgt die Zerstörung einiger von ihnen bei den betroffenen Parteien Volt und FDP für Ärger.

Plakate heruntergerissen

Von nur wenige Stunden zuvor aufgehängten Wahlaufrufen in der Nähe des Sebastian-Kneipp-Stegs sind nun nur noch vereinzelte Kleinteile übrig, wird in einer Pressemitteilung berichtet. Offenbar wurden die Plakate mit einiger Gewalt von den Straßenlaternen herunterholt und zerrissen, heißt es. Nils Bischof, der die Würzburger Ortsgruppe der Proeuropäer leitet, äußert sich zu den Vorfällen wie folgt:

„Vermutungen darüber, wer diese vandalistischen Akte begeht, können und möchten wir von Volt uns nicht anmaßen. Tatsache ist: Eine Person, die Derartiges tut, zeigt damit weder wirkliches Verständnis noch den notwendigen Respekt für die Kultur der Demokratie. Wer einen fairen politischen Wettbewerb in Würzburg, Europa und der Welt sabotiert, sabotiert letzten Endes sich selbst.“

Listenkandidat Kolja Knodel mit einem Wahlplakat am Sebastian-Kneipp-Steg. Foto: Nils Bischof / Volt

Listenkandidat Kolja Knodel mit einem Wahlplakat am Sebastian-Kneipp-Steg. Foto: Nils Bischof / Volt

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Plakatzerstörung keine Bagatelle

Auch bei vergangenen Wahlen ist es immer wieder zu mutwilligen Beschädigungen von Plakaten gekommen. Trotzdem handelt es sich dabei nicht um eine Bagatelle. Nach § 303 Absatz 1 des Strafgesetzbuches müssen die Verantwortlichen mit einer Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Freiheitsentzug rechnen, heißt es.

Beschädigte Wahlplakate 2018. Foto: Katharina Kraus

Beschädigte Wahlplakate 2018. Foto: Katharina Kraus

Ein besonderer Fall tätlicher Anfeindung gegen Volt ereignete sich im Kommunalwahlkampf 2020. Damals wurde eine Europafahne am Wohnhaus des OB-Kandidaten nachts in Brand gesteckt, was überregional für Aufsehen sorgte, erklärt Bischof.

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