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Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig

Nach „Love-Scamming“-Fall im Mai – Geldabholer in Würzburg festgenommen

Bereits im Mai ist eine 61-Jährige in Würzburg auf eine Internetbekanntschaft hereingefallen und hat in den Niederlanden mehrere tausend Euro übergeben. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen gelang der Kriminalpolizei Würzburg nun die Festnahme von zwei Tatverdächtigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden die Männer am Mittwoch am Amtsgericht vorgeführt und sitzen nun in Haft.

Im Internet kennengelernt

Über eine Online-Plattform hatte der Betrüger im Mai 2021 gezielt Kontakt zu der 61 Jahre alten Frau aufgenommen. Nachdem sich eine vermeintliche Beziehung zwischen den beiden entwickelt hatte, bat der angebliche Arzt, der sich in Libyen aufhalten sollte, die Frau um eine Zahlung von mehreren tausend Euro. Die Geschädigte begab sich hierfür Ende Juni in die Niederlande und übergab dort einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag für vermeintliche Zollgebühren. Im Nachgang schöpfte sie jedoch Verdacht und begab sich Anfang Juli zur Würzburger Polizei.

Geldabholer festgenommen

Die Kriminalpolizei Würzburg hat in der Folge die Ermittlungen übernommen. Am Dienstag konnten schließlich zwei Geldabholer bei einer erneuten Übergabe am Würzburger Hauptbahnhof vorläufig festgenommen werden.

Der 47-Jährige und die 39-Jährige verbrachten die Nacht in der Haftzelle der Würzburger Polizei. Am Mittwoch erfolgte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg die Vorführung der beiden Tatverdächtigen am Amtsgericht. Der Ermittlungsrichter ordnete auf Grund des dringenden Tatverdachts des Betrugs die Untersuchungshaft an. Sie sitzen nun beide in Haft.

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Die Polizei warnt

Die unterfränkische Polizei nimmt die Tat zum Anlass, erneut vor dem Phänomen „Love Scamming“ zu warnen:

  • Die Täter schreiben gezielt alleinstehende Personen über das Internet an, um diese später um Geldsummen zu betrügen.
  • Die Unbekannten geben meist vor, sich im Ausland aufzuhalten und dort beispielsweise als Soldaten oder Ärzte tätig zu sein.
  • Sobald Sie aufgefordert werden, Geld zu überweisen oder zu übergeben, sollten Sie hellhörig werden und keinesfalls Geldzahlungen leisten.
  • Sobald Ihnen der Verdacht kommt, der angebliche Partner könnte es nicht nur auf die Liebe, sondern auf Ihre Ersparnisse abgesehen haben, nehmen Sie unbedingt Kontakt zu Ihrer Polizei auf.
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.
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