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Die MS Zufriedenheit im Alten Hafen. Foto: Pascal Höfig
Die MS Zufriedenheit im Alten Hafen. Foto: Pascal Höfig

MS Zufriedenheit soll weiterhin Club bleiben

Eine über zwanzig Meter lange Menschenschlange hielt sich über Stunden am Alten Hafen. Geformt aus Wartenden, die die letzten Stunden der MS Zufriedenheit miterleben wollten. Das Club- und Restaurantkonzept im Kulturspeicher förderte in den vergangenen Jahren nicht nur musikalische Subkultur, sondern bot unter Küchenchef Benedikt Hammerl auch regionale Speisen der etwas anderen Art. Jetzt ist es Geschichte.

Ein letztes Mal „wummernden elektronischer Sound“

Mit dem letzten Sonntagstreff beerdigten die Betreiber Thomas Howert und Dominik Straub während der Corona-Krise ihr Projekt. Ein namentliches Motorschiff, das in Wirklichkeit gar kein schwimmender Untersatz war, sondern ein moderner gläserner Kasten mit grünen Scheiben. Zu Gast war zum Abschluss – neben den langjährigen Resident-DJs Markus Mutzenbacher und Frickler – auch einer, den MS-Zufriedenheit-Gäste von langen und proppenvollen Clubnächten kennen: Konstantin Sibold, der unter anderem auf Erfolgslabels wie Innervisions und Afterlife Musik veröffentlichte.

Diese Läden haben 2021 in Würzburg eröffnet

Bis in die Nacht gab es ein letztes Mal wummernden elektronischen Sound vor der MS Zufriedenheit zu hören, kommende Woche ist Aufräumen angesagt und es werden nur noch Teile des Inventars versteigert. Dann folgt die Übergabe. Nicht nur aufgrund der Pandemie, auch aufgrund „struktureller Probleme“, wie Howert und Straub zu verstehen gaben.

Tucher aus Nürnberg übernimmt

Die Schlüssel bekommt die Tucher Brauerei aus Nürnberg zurück, die das Objekt von der Stadt Würzburg gepachtet hat. Tucher ist auch für die Nachfolge verantwortlich. „Die beiden bisherigen Betreiber haben viel erreicht. Wahrscheinlich gibt es gerade deshalb auch sehr viele Interessenten. Intern ist aber noch keine Entscheidung gefallen“, bestätigt Klaus Fenzl, der Gebietsverkaufsleiter Unterfranken für Gastronomiebetriebe bei Tucher. Ab kommenden Montag werde mit den Interessent:innen verhandelt, es gebe eine:n Favoriten:Favoritin.

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Neueröffnung im September

Bereits klar sei, dass am Konzept wenig geschraubt wird. Der Club soll auch weiterhin ein Club bleiben, das Restaurant wird weiterhin wohl als Restaurant betrieben. Auch Hochzeiten sollen unter einem:einer neuen Betreiber:in möglich sein. Und auch das Museumscafé werde in ähnlicher Form mit einem leicht angepassten Konzept betrieben. So, wie es die Noch-Pächter taten.

Nach einer einmonatigen Übergangsphase, in der das Objekt zunächst leer stehen wird, könnte es laut Angaben von Tucher bereits im September wieder weitergehen.

Artikel erschien zuerst auf mainding.de.
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