Symbolbild Rauchen. Foto: Dominik Ziegler
Symbolbild Rauchen. Foto: Dominik Ziegler

Gegen Kippenflippen: LINKE startet Aktion in Würzburg

Laut dem Naturschutzbund verunreinigt ein einziger auf die Straße geworfener Zigarettenstummel 40 Liter Grundwasser, denn durch Regen werden die Giftstoffe ins Grundwasser geschwemmt. Davon enthält eine Zigarette rund 200 verschiedene, u.a. Arsen, Blei und Kupfer. Ein wichtiger Punkt, findet die Würzburger LINKE. „Uns, als die Fraktion die LINKE stinkt es: Unsere Stadt ist kein riesiger Aschenbecher“, heißt es in einer Pressemitteilung. Daher organisiert die Fraktion eine Aktion in Würzburg – gegen das sogenannte „Kippenflippen“.

„Gefahr für Mensch und Tier“

„Überall liegen sie herum, gedankenlos weggeschnippt – die Kippenstummel!“, ärgert sich die Fraktion. Doch nicht nur aufgrund der Verseuchung des Grundwassers, als weitere Gründe gegen das Wegschnippen von Zigarettenstümmel nennen die LINKE in ihrer Pressemitteilung auch die erhöhte Brandgefahr, sowie eine erhöhte Gefahr für Tier und Mensch durch die Gluten. „Kleinkinder könnten ersticken an umherliegenden Kippenstummel“, heißt es. Zudem gelange dadurch Mikroplastik und andere Giftstoffe in die Umwelt.

60 % der achtlos weggeworfenen Gegenstände

„Auf dem Boden, an der Bushaltestelle oder im Main, in den Wäldern oder andere ungeeignete Stellen in der Umwelt, überall sind sie zu finden. In manchen Städten machen Zigarettenstummel ganze 60 Prozent der achtlos weggeworfenen Gegenstände aus. Eine unglaubliche Menge, unzählbar viele Kippen, die deutlich machen, hier muss sich dringend etwas ändern!“, so die Pressemitteilung weiter. „Auch das Rauchverbot im Wald wird intensiv überwacht, denn schon kleine Glutreste der Zigarette reichen aus, um einen Waldbrand zu entfachen. Kein Glas oder keine Glasscherbe im Wald liegen lassen, denn der Brennglaseffekt kann ebenfalls Brände verursachen.“

Kippen Sammelaktion

Ärgerlich sei v.a. in Würzburg, dass der öffentliche Raum als Aschenbecher verwendet werde, trotz eines Bußgeldes von 10 Euro, bemängelt die LINKE. Deshalb möchten sie mit den Bürgern ins Gespräch kommen und mit einer Aktion auf das Thema aufmerksam machen: Am 21. Juli werden ab 15 Uhr in der Innenstadt weggeschnippte Kippen gesammelt. Begonnen wird hierfür am Rathaus, anschließen darf sich jeder.

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Wie ist Deine Meinung zu dem Thema: Stören Dich die vielen Zigarettenstummel, die achtlos in der Innenstadt auf der Straße verteilt werden? Schreibe uns eine Mail an redaktion@wuerzburgerleben.de oder hinterlasse einen Kommentar unter unserem Facebookposting!

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