Marc rappt unter seinem Künstlernamen "Cornflakesboy". Foto: Cornflakesboy.
Marc rappt unter seinem Künstlernamen "Cornflakesboy". Foto: Cornflakesboy.

Mehrsprachiger-Rap von „Cornflakesboy“ aus Würzburg

Prokrastination mal anders! Cornflakesboy – hinter diesem außergewöhnlichen Namen steckt der Würzburger Student Marc. Während seiner Klausurenphase an der FH fing er an Musik zu machen und dies mit Erfolg! Sein Genre ist der Rap – anfangs noch komplett auf Englisch und nun sogar mehrsprachig. Seine momentanen Songs „NASA“, „Bruce Wayne“ und „Mario Kart“ erlangen immer mehr Beliebtheit. Sogar im Radio wurden einige seiner Lieder bereits gespielt. Doch was genau machen seine Tracks so besonders? Und wie kam er auf den Namen „Cornflakesboy“? Diese und viele weitere Fragen hat Marc uns in einem Interview beantwortet:

Bereits im Radio gespielt

Würzburg erleben (WE): Erzähl doch mal etwas über Dich: Wer bist Du? Was machst Du? Was verbindet Dich mit Würzburg?

Cornflakesboy: Man kann mich Cornflakesboy oder auch einfach Marc nennen, meine Songs findet man allerdings nur unter Cornflakesboy. Ich bin Musiker, oder um genauer zu sein, Rapper. Abgesehen davon studiere ich noch an der Georg-August Uni in Göttingen Marketing & E-Business im Master.

Ich wurde in Würzburg geboren, bin dort aufgewachsen und habe meinen Bachelor in E-Commerce an der FHWS gemacht. Natürlich hat auch meine Geschichte mit der Musik in Würzburg angefangen. Vor allem jetzt, da ich nicht mehr so oft hier bin, fällt mir jedes Mal wieder auf wie schön Würzburg ist.

WE: Welche Songs hast Du bereits herausgebracht?

Cornflakesboy: Über die Jahre habe ich schon unzählige Songs rausgebracht und dann wieder gelöscht, weil ich mich als Musiker weiterentwickelt habe und die alten Tracks plötzlich nicht mehr so gut klangen. Die Songs, die momentan auf den gängigen Streaming Plattformen wie Spotify und Co. verfügbar sind, heißen „Mario Kart“, „Nuketown“, „NASA“ und Bruce Wayne“. Mit den letzten beiden hatte ich bereits die Ehre, auf Radio Gong gespielt zu werden. Auf meinem SoundCloud Profil findet man aber auch noch einige ältere Songs.

Songcover von Cornflakesboy's NASA Song. Foto: Cornflakesboy.

Songcover von Cornflakesboy’s NASA Song. Foto: Cornflakesboy.

Der Vibe steht im Vordergrund

WE: Um was geht es in Deinen Songs?

Cornflakesboy: Es gibt eigentlich keine tiefgehenden Thematiken. Manchmal ist es ein bisschen Gangsterrap auf witzig gemacht, manchmal es geht einfach um das, was man an einem Abend erleben kann, wenn man in Würzburg unterwegs ist und wiederum manchmal geht es um meine eher materialistischen Träume & Wünsche wie Wohlstand, Erfolg und ein sorgenfreies Leben.

Im Vordergrund steht allerdings vor allem der Vibe / Klang und nicht der Songtext. Der Sound ist meist druckvoll und fast paced mit schnellen und variationsreichen Flows (Sprachmustern).

WE: Welchem Genre kann man Deine Lieder zuordnen?

Cornflakesboy: Das Übergenre ist auf jeden Fall Rap/Hip-Hop. Wenn man etwas tiefer in die Untergenres eintaucht, geht es vermutlich in Richtung Trap, aber da wird es dann schnell sehr kompliziert, deshalb bin ich mir selbst nicht ganz sicher.

Bereits mit Musikvideos

WE: Wo kann man Deine Lieder anhören bzw. finden?

Cornflakesboy: Meine Songs sind auf den meisten Streaming-Plattformen unter dem Namen Cornflakesboy zu finden, d.h. Spotify, Apple Music, YouTube / YouTube Music, Soundcloud, Deezer, Amazon Music und Napster.

Vor allem für NASA, Bruce Wayne und Mario Kart empfehle ich YouTube, da es zu diesen Songs auch jeweils ein Musikvideo gibt.

WE: Hast Du die Lieder selber geschrieben oder hattest Du dabei Hilfe?

Cornflakesboy: Meine Songtexte schreibe ich alle selbst. Ab und zu, wenn ich mit Kumpels zusammen am Musik machen bin, frage ich eventuell mal in die Runde, ob jemand zufällig ein guter Reim auf irgendwas einfällt, aber das war’s dann auch schon.
Mir ist es wichtig meinen eigenen Style zu bewahren. Einen Ghostwriter zu engagieren, würde wahrscheinlich auch mein Budget sprengen.

7-mal die Woche Cornflakes

WE: Jetzt kommen wir zur interessantesten Frage: Wie kamst Du auf den Namen „Cornflakesboy“?

Cornflakesboy: Aah auf diese Frage habe ich schon gewartet! Es kam super spontan zu dem Namen, deshalb muss ich etwas ausholen: Wenn ich mich abends mit Freunden treffe, um in die Stadt zu gehen, o.ä. komme ich meistens etwas später, weil ich zum Abendessen immer Cornflakes esse (Nougat Bits ftw!). Ja, jeden einzelnen Abend – 7-mal die Woche. Irgendwann hat dann mal jemand gesagt „Ah da kommt ja endlich der Cornflakesboy“, als ich endlich aufgetaucht bin. Da dachte ich mir, der Name klingt eigentlich ganz witzig, den nehme ich als Künstlernamen.

WE: Wie ist Deine Leidenschaft zur Musik entstanden?

Cornflakesboy: Ich habe schon seit meiner Kindheit Hip-Hop geliebt. Ich glaube, ich kam durch einen Freund meines Vaters auf den Geschmack, der immer amerikanischen Rap gepumpt hat. Das erste Lied, das ich damals auf meinem Klapphandy hatte, war Candy Shop von 50 Cent. Natürlich noch via Bluetooth übertragen, was einige Minuten gedauert hat.

Irgendwann während meiner Teenage-Zeit kam ich dann von US Hip-Hop auch auf deutschen Rap und fühle mich seitdem in beiden Welten zu Hause. Während der Klausurenphase meines ersten Bachelor Semesters habe ich dann selbst angefangen Musik zu machen. Anfangs habe ich noch komplett auf Englisch gerappt. Damals war es eigentlich reine Prokrastination und klang schrecklich, aber es hat sich dann über die Jahre weiterentwickelt.

Der Traum: Musik hauptberuflich machen

WE: Ist die Musik eher ein Hobby oder machst Du das hauptberuflich?

Cornflakesboy: Im Moment ist die Musik nur ein Hobby, allerdings ist es das Ziel die Sache trotzdem professionell aufzuziehen, d.h. neben den Rap-Skills selbst sind Studioaufnahmen, ein starkes Mixing & Mastering, sowie gut geschnittene Musikvideos notwendig. Glücklicherweise habe ich in letzter Zeit einige Leute kennengelernt, die mir dabei helfen dieses Niveau zu erreichen.

Inzwischen würde ich sagen, ich bin endlich an dem Punkt angelangt, an dem meine Songs professionell klingen. Der Traum ist es natürlich irgendwann mal hauptberuflich Musik machen zu können, aber momentan bin ich noch Student und habe nebenbei ein Gewerbe, in dem ich meine Leistungen als Website Entwickler, im Online Marketing und der Suchmaschinenoptimierung anbiete.

Cornflakesboy's Traum ist es Musik zu seinem Hauptberuf zu machen. Foto: Cornflakesboy.

Cornflakesboy’s Traum ist es Musik zu seinem Hauptberuf zu machen. Foto: Cornflakesboy.

WE: Welche Hobbys hast du sonst noch?

Cornflakesboy: Neben der Musik sind meine Hobbys Boxen, Joggen, League of Legends zocken und Serien schauen, wenn das als Hobby durchgeht.

Songs, die ins Ohr gehen

WE: Was ist Dein Zielgruppe?

Cornflakesboy: Kurz gesagt: Deutschrap Hörer, die Songs wollen, die ins Ohr gehen und auf die man abgehen kann. Wer tiefsinnige oder sozialkritische Themen hören will, ist jedenfalls momentan bei mir an der falschen Adresse.

WE: Hast Du ein Ziel? Was willst Du mit Deiner Musik erreichen?

Cornflakesboy: Ich will den Leuten mit meiner Musik gute Laune bringen und Songs kreieren, die man sowohl beim Feiern als auch entspannt im Hintergrund hören kann. Wenn meine Songs jemanden kurz eine Auszeit vom stressigen Alltag ermöglichen, einen Ohrwurm verursachen oder jemanden zum Mitsingen / Tanzen / Kopfnicken bringen, habe ich mein Ziel erreicht.

Deutsch, Französisch, Englisch, Lingala

WE: Was macht Deine Musik so besonders?

Cornflakesboy: Ich denke der Humor, der immer mal wieder eingestreut ist, sowie die Mehrsprachigkeit ist ein Alleinstellungsmerkmal. Ich rappe nämlich nicht ausschließlich auf Deutsch, sondern baue auch immer mal wieder englische und französische Lines ein.

Mein Song NASA, den ich in Kinshasa (das ist die Hauptstadt der demokratischen Republik Kongo) mit einem Künstler von dort zusammen aufgenommen habe, bedient sich sogar 4 Sprachen. Deutsch, Französisch, Englisch und Lingala (eine der dortigen Landessprachen). Wer also mal wissen will, wie sich kongolesischer Rap anhört, kann gerne mal diesen Song anschmeißen.

WE: Was sind Deine Pläne und Ziele für die Zukunft?

Cornflakesboy: Langfristig wäre es cool, wenn ich mal von meiner Musik leben könnte. Kurzfristig will ich erstmal eine Community aufbauen bzw. mehr Menschen mit meiner Musik erreichen. Dafür ist dieses Interview sowie mein Auftritt bei einem lokalen Radiosender vor kurzem natürlich schon sehr hilfreich, aber jetzt wo Corona wieder etwas unter Kontrolle ist, wäre es auch geil mal einen Live-Auftritt zu spielen oder meine Musik in einem Würzburger Club zu hören. Zu meinem Musikstyle wäre das Kurt & Komisch glaube ich ein perfekter fit.

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