Das Museum im Kulturspeicher. Foto: Pascal Höfig
Das Museum im Kulturspeicher. Foto: Pascal Höfig

„Night of light 2021″: Veranstaltungsbranche sieht weiterhin rot

Bereits vergangenes Jahr berichteten wir über die erste „Night of light“ in Würzburg, einer Aktion des Bündnis‘ AlarmstufeRot. Dabei handelt es sich um die einflussreichsten Initiativen und Verbände der deutschen Veranstaltungswirtschaft, die mit ihrem Bündnis für die Rettung und Bewahrung der Veranstaltungsbranche eintreten. Durch ihre verschiedenen Aktionen, soll die Aufmerksamkeit der Politik und Öffentlichkeit für die immer noch problematische Situation erlangt werden.

Die Night of light fand erstmalig 2020 statt und hüllte kulturelle, aber auch ausgewählte Gebäude und Spielstätten europaweit vom 22. auf den 23. Juni in rotes Licht. Hiermit sollte die Solidarität für die betroffene Branche ausgedrückt und die Aufmerksamkeit auf sie gelenkt werden.

Night of light 2020

2020 als Anfang

Mit den Lichtinstallationen der Kunst-, Kultur- und Veranstaltungsbranche wurde 2020 ein erstes großes Zeichen gegen den Untergang der Branche gesetzt. Über 9.000 Gebäude waren in der Nacht vom 22. Juni rot erleuchtet. Erste Öffnungsschritte sind unternommen worden, das Gefühl eines baldigen Endes der Pandemie schleicht sich ein. Allerdings sieht es für große kulturelle Veranstaltungen weiterhin finster aus, weshalb auch in Zukunft die Solidarität und Unterstützung von Politik und Öffentlichkeit benötigt wird. Und das nicht nur, bis große Veranstaltungen wieder stattfinden können. Auch in den kommenden Jahren, um die Branche wieder vollständig aufzubauen und zu erhalten.

Night of light 2021

Damit die Krise der Kultur- und Veranstaltungsbranche weiterhin präsent bleibt und die Folgen der Corona-Pandemie nicht vergessen werden, wird die Night of light auch 2021 europaweit weiter strahlen. Und das gemeinsam, egal ob Soloselbstständige oder Unternehmer, die Welt des Veranstaltungswesens ist facettenreich und zieht gemeinsam an einem Strang. Alle Betroffenen, die noch immer im Lockdown sind, wenig Hilfe erhalten haben oder wer die Branche weiterhin in großer Gefahr sieht, setzt heute Abend ein rotes Zeichen.

Mehr Informationen zur Night of light

Teilnehmende Gebäude in Würzburg

Auch in Würzburg leuchten in diesem Jahr vom 22. auf den 23. Juni ausgewählte Gebäude rot. Allerdings weniger als im Jahr zuvor. In Würzburg strahlten letztes Jahr 19 Gebäude, die Dringlichkeit der Notsituation war praktisch kaum zu übersehen. Ein Jahr später sind es noch sechs: das Cairo, der Keller Z87 eG, die Apex Ringschule, das Museum im Kulturspeicher, die Stadtbücherei im Falkenhaus, und der Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg.

Keller Z87 in Würzburg. Foto: Matthias Bauer

Keller Z87 in Würzburg. Foto: Matthias Bauer

Zur europaweiten Übersicht aller erhellten Gebäude

Luisa Heese, Leitung des Museums im Kulturspeicher begründet ihre Teilnahme an der Aktion: „Die Kunst lebt von der Begegnung, von Austausch und Auseinandersetzung. Während das öffentliche Kulturleben langsam wieder in Gang kommt, kämpfen viele Kunstschaffende und Kulturakteure weiter um ihre Existenzen. So wie der Kulturspeicher verschiedene Kunstsparten unter einem Dach vereint, gilt es grundsätzlich, gemeinsam solidarisch durch die kommenden Monate und Jahre zu gehen und für kulturelle Vielstimmigkeit einzutreten.“

Leere am Oberen Markt. Foto: Dominik Ziegler

Stadtbibliothek im Falkenhaus. Foto: Dominik Ziegler

Martha Maucher, Leiterin der Stadtbücherei Würzburg ergänzt: „Wir wollen mit der Beteiligung an dieser Aktion im Herzen der Stadt am Falkenhaus ein flammendes Signal für die Buch- und Medienwelt setzen, ein Zeichen der Solidarität mit unseren Autorinnen und Autoren, die von existentiellen Nöten betroffen sind. Gleichzeitig gilt es, den Blick auf die gesamte Branche zu richten, auf die vielen kleinen Verlage, die unserem Land einen großen Reichtum und eine immense Vielfalt an Literatur gewähren“

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