Symbolbild Antigen Schnelltest. Foto: Dirk Flieger
Symbolbild Antigen Schnelltest. Foto: Dirk Flieger

Gesundheitsamt kontrolliert verstärkt Teststellen in Stadt und Landkreis

Während sich das Angebot an Testzentren und Schnelltest-Stellen im Frühjahr noch auf das Stadtgebiet Würzburg und einzelne Gemeinden im Landkreis konzentrierte, gibt es für Bürger mittlerweile ein flächendeckendes Angebot an Testmöglichkeiten für kostenlose Bürgertestungen in der gesamten Region.

Appell: Testangebote weiterhin nutzen

„Mein Appell ist, Testangebote weiterhin zu nutzen, auch wenn durch die niedrige Inzidenz viele Testpflichten wegfallen. Denn Tests sind und bleiben nach wie vor ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Pandemie“, sagt Christine Haupt-Kreutzer, stellvertretende Landrätin des Landkreises Würzburg.

In Stadt und Landkreis Würzburg werden in Ergänzung zu den Testzentren des Gesundheitsamts in Bergtheim, Ochsenfurt, Waldbrunn, der Kürnachtalhalle in Würzburg (Lengfeld), dem Testbus und dem Burkardushaus aktuell 56 Antigen-Schnellteststellen von „weiteren Leistungserbringern“ betrieben.

Alle Anlaufstellen für Antigen-Schnelltests in Würzburg

Der Großteil letztgenannter Teststellen wird von den Würzburger Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, Bayerisches Rotes Kreuz, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst betrieben. 24 der von „weiteren Leistungserbringern“ betriebene Teststellen werden von gewerblichen Anbietern vorgehalten. Zehn Gemeinden betreiben im Auftrag des Öffentlichen Gesundheitsdienstes Teststellen im Landkreis. Zudem halten 28 Apotheken in Stadt und Landkreis Würzburg Antigen-Teststellen vor.

Gesundheitsamt setzt auf strenge Kontrollen

Nach einer aktuellen Mitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums sind die Kreisverwaltungsbehörden angewiesen worden, die Teststationen noch intensiver zu kontrollieren. Das Testmanagement am Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg setzt bereits auf strenge Kontrollen – mit Erfolg.

So werden zur Qualitätsprüfung der Arbeit an den Antigen-Schnellteststellen zwei aus Fachkräften bestehende Teams eingesetzt. Diese überprüfen unangekündigt und verdeckt die ordnungsgemäße Durchführung der Testungen, die Einhaltung notwendiger Hygieneregeln, den Nachweis der Fachkunde, die Einhaltung von Arbeitsschutzmaßnahmen sowie das Vorgehen der Mitarbeiter bei positiven Testergebnissen. An den 62 Antigen-Schnellteststellen in Stadt und Landkreis Würzburg wurden bis heute mehr als 30 unangemeldete Kontrollen durchgeführt.

Schließung von drei Teststellen veranlasst

„Gerade jetzt, wo Lockerungen in vielen Bereichen greifen, spielen Testungen eine immer wichtigere Rolle. Wir wollen dazu beitragen, dass sich Bürger auf die Nachweise verlassen können, die ihnen vorgelegt werden“, sagt Paul Justice, der das Testmanagement am Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg verantwortet.

Bei drei ohne Beauftragung des öffentlichen Gesundheitsdienstes betriebenen Antigen-Schnellteststellen beanstandeten die eingesetzten Teams, dass weder eine ordnungsgemäße Durchführung der Testung noch die Einhaltung grundlegender Hygieneregeln beachtet wurden. Weiterhin bestand eine Unwissenheit der testenden Personen darüber, wie bei einem positiven Ergebnis zu reagieren ist. Das Gesundheitsamt veranlasste die Schließung der Antigen-Schnellteststellen.

Erste Prüfung erfolgt bereits bei Anmeldung

Nicht jede Privatperson kann beliebig eine Teststelle betreiben. In den ersten Schritten muss eine Registrierung beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) erfolgen. Nach der Bestätigung müssen interessierte Leistungserbringer ihren Nachweis der Schulung sowie ihr Hygienekonzept gemeinsam mit der Bestätigung der Registrierung an das örtliche Gesundheitsamt einreichen.

Für die Prüfung der Unterlagen benötigt das Testmanagement am Landratsamt Würzburg regelhaft bis zu einer Woche Zeit, abhängig vom tatsächlichen Änderungs- beziehungsweise Verbesserungsbedarf. Häufig sind Beratungsgespräche erforderlich, in Einzelfällen wurden bereits Ortstermine vor der geplanten Inbetriebnahme von Teststellen durchgeführt. Ein Widerruf der Beauftragung ist sowohl durch das StMGP als auch durch das Gesundheitsamt möglich. „Die Anforderungen an die Teststellen sind klar geregelt, aber sie werden nicht immer so eingehalten, wie man das erwarten würde. Das Gesundheitsamt Würzburg ist mit den beiden Teams zur Qualitätsprüfung gut aufgestellt“, so Paul Justice.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Würzburg.
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