Übergabe des Pokals von Initiator Leonard Richter. Neben dem Team der Medizin Fachschaft waren auch Frau Veit und Herr Prof. Böck aus der Transfusionsmedizin anwesend. Foto: Margot Rössler, Universitätsklinikum Würzburg.
Übergabe des Pokals von Initiator Leonard Richter. Neben dem Team der Medizin Fachschaft waren auch Frau Veit und Herr Prof. Böck aus der Transfusionsmedizin anwesend. Foto: Margot Rössler, Universitätsklinikum Würzburg.

Medis spenden wieder Blut: Jeder kann unterstützen!

Wie schon im letzten Jahr beteiligen sich Würzburger Medizinstudierende auch 2021 wieder an der Aktion „Medis spenden Blut“. Die Idee zur Aktion hatte der Marburger Medizinstudent Leonard Richter. Er machte sich im letzten Jahr Sorgen um einen Rückgang von Blutspenden aufgrund der Corona-Pandemie. Mit dem Wettbewerb „Medisspendenblut“ wollte er nicht nur einem Spenden-Rückgang entgegenwirken, sondern vor allem Medizinstudierende für das Thema sensibilisieren.

Die Spendenaktion in diesem Jahr läuft bereits seit dem 10. Mai und endet am 04. Juni. Am Ende des Zeitraums wird wieder die „blutreichste Fakultät“ mit dem Medisspendenblut-Pokal gekrönt und gewinnt einen Preis.

Uni Würzburg 2020 auf Platz 1

Würzburg hat es im letzten Jahr in der Gesamtwertung auf den 12. Platz geschafft, insgesamt spendeten 362 Würzburger. Beim Ranking der Medizinstudierenden wurden die Spenden aber noch einmal gesondert ausgezählt und prozentual auf die Anzahl der Studierenden der jeweiligen Universitäten gerechnet, um einen fairen Vergleich zu gewährleisten. Insgesamt haben 1.600 Mediziner gespendet, die meisten davon in Würzburg. 146 Medizinstudierende verhalfen dabei Würzburg zum ersten Platz.

Aber nicht nur Medizinstudierende dürfen mitmachen, jeder der möchte, kann spenden und damit das Würzburger Team unterstützen.

Blutspende-Map: Hier kann man in Würzburg Blut spenden

Würzburger Medizinstudierende wollen Zeichen setzen

Das Team der Uni Würzburg besteht aus elf Medizinstudentinnen aus unterschiedlichen Semestern, die gleichzeitig alle Teil der Fachschaft Medizin sind. Marie Had aus dem Würzburger Team spricht über die Beweggründe zur Teilnahme:

„Wir als Würzburger Medizin Studenten wollen gerne ein Zeichen setzen, dass auch in einer ‚kleinen‘ Stadt wie Würzburg eine hohe Spendenbereitschaft besteht. Wir haben uns dazu entschlossen an der Aktion teilzunehmen, weil Blutspenden prinzipiell essentiell sind und viele Leben retten können. Gerade wir als Medizinstudierende sollten uns der Notwendigkeit von Blutspenden bewusst sein und somit auch eine gewisse Spendenbreitschaft zeigen. Denn schließlich sind sie auch für unseren späteren Berufsalltag unabdingbar.“

Spendenzentrum in Würzburg

Teilnehmendes Spendenzentrum in Würzburg ist das Plasmazentrum in der Virchowstraße. Neben Vollblutspenden können nämlich auch Plasma oder Thrombozyten gespendet werden. In der Virchowstraße kann ausschließlich Plasma gespendet werden. Diese Spende birgt zwar etwas mehr Aufwand, kann aber mehrfach die Woche gemacht werden im Gegensatz zur Blutspende.

Aufgrund des höheren Aufwands einer Plasmaspende weist Marie darauf hin, dass das Zentrum möglichst langfristige Spender und nicht nur Einmalspender anwerben möchte. Das soll die Menschen auch motivieren langfristig dabei zu bleiben, um regelmäßig zu spenden. Bei Plasmaspenden ist dies bis zu 60-mal im Jahr möglich. Blut- oder Thrombozyten können trotzdem gespendet werden, auch wenn man aktuell nicht in Würzburg ist. Dafür kann man auf der Internetseite das Formular herunterladen, ausdrucken und per E-Mail ausgefüllt und gestempelt an die Fakultät schicken.

Ablauf der Spende

Marie erklärt die Teilnahme und den Ablauf einer Spende:

„Alle Unis, die mitmachen, haben ein kleines Team vor Ort, das sich um die Orga kümmert und sich mit den örtlichen Blutspendezentren in Verbindung gesetzt hat. Wenn man nun Blut spenden geht, füllt man ein Formular vor Ort aus, lässt sich dieses abstempeln und schickt es entweder dem jeweiligen Team per Mail zu oder lässt es im Blutspendezentrum, falls es eines der Zentren ist, die mit den Teams zusammenarbeiten. Am Ende jeder Woche werden die Formulare von den jeweiligen Teams ausgezählt und es wird ein Ranking veröffentlicht um einen laufenden Vergleich der Unis zu haben.“

Die Rankings werden wöchentlich auf der Internet-Facebook– und Instagramseite von Medisspendenblut veröffentlicht.

Wer darf spenden?

Auch wenn der Titel „Medisspendenblut“ lautet, bedeutet das nicht, dass ausschließlich Medizinstudierende spenden dürfen. Jeder darf spenden, um die Aktion zu unterstützen. Jeder Mensch kann in eine Situation geraten, in der er auf eine Blutkonserve angewiesen ist. Aus diesem Grund sollte sich auch jeder dem Thema annehmen und seinen Beitrag dazu leisten. Damit am Ende alles fair abläuft und wirklich ermittelt wird, welche Studierenden einer Fakultät am meisten gespendet haben, wird ein separater Vergleich zwischen den Spenden der Medizinstudierenden der Unis gezogen und Personen, die nicht Medizin studieren ausgenommen.

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