Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig

In Würzburg lohnt sich das Mieten mehr als der Immobilienkauf

Immobilien mieten oder kaufen? Bei dieser Frage streiten sich die Geister. Glücklich mieten ohne Verpflichtungen versus die Freiheit, in seinen eigenen vier Wänden tun zu können, was man möchte. Eine neue Studie geht dieser Frage für Würzburg auf den Grund.

Ein fester Job in der Tasche, Erspartes auf dem Konto und das Bedürfnis, endlich Wurzeln schlagen zu wollen – bei diesen Voraussetzungen denken viele über den Kauf eines Eigenheims nach. Gerade heute sind zwar die Zinsen (noch) niedrig, aber die Immobilienpreise so teuer wie noch nie. Vor allem in Großstädten wie Würzburg sind die Preise hoch und die Angebote rar. Lohnt es sich da überhaupt noch eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen? Oder ist das Mieten sinnvoller? Eine neue Studie gibt darüber Aufschluss.

Die Wohnungsmiete lohnt sich geringfügig mehr

In vielen Städten ist das Kaufen einer Immobilie kostengünstiger ist als das Mieten – das ergab eine Studie der immowelt. Zumindest, wenn man die Median-Mieten den monatlichen Finanzierungsraten gegenüberstellt und eine Finanzierungslaufzeit von 15 Jahren ansetzt. In der Universitätsstadt Würzburg sieht es aber anders aus: Hier ist es geringfügig lohnender, eine Bleibe zu mieten, anstatt sie zu kaufen.

In Würzburg liegt die monatliche Nettokaltmiete bei Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmetern im Median bei 950 Euro. Die monatliche Finanzierungsrate beträgt 1080 Euro, wenn bei einer 100-Prozent-Finanzierung eine Laufzeit von 15 Jahren und eine anfängliche Tilgungsrate von 2,0 Prozent angesetzt wird. Somit ist die Wohnungsmiete um 130 Euro pro Monat günstiger als die Finanzierungskosten für den Kauf.

Manchmal rechtfertigen die Vorteile des Immobilienkaufs die höhere Belastung

Viele Würzburger stellen sich angesichts dauerhaft steigender Immobilienpreise die berechtigte Frage, ob sich ein Immobilienkauf finanziell gesehen dennoch rechtfertigt – auch wenn das Mieten günstiger ist.

Ist die Differenz zwischen Miete und finanzieller Belastung eines Eigenheims im Rahmen, kann ein Immobilienkauf mit Blick auf die Altersvorsorge sinnvoll sein. Mieter geben ihr gesamtes Leben lang viel Geld fürs Wohnen aus. Viele Eigentümer hingegen haben den Kredit bis zu ihrer Pensionierung abbezahlt, sodass monatlich mehr Geld von der Rente für Freizeitaktivitäten übrigbleibt. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt natürlich vom Einzelfall ab.

Vorteile Mieten versus Vorteile des Immobilienkaufs

Auch wenn der Kauf einer Immobilie in Würzburg mit einem höheren finanziellen Aufwand verbunden ist, gibt es einige Vorteile, die die erhöhten Kosten des Immobilienkaufs rechtfertigen. Ein Kauf bringt nämlich Unabhängigkeit und damit auch Freiheit mit sich. Insbesondere wenn man vorhat, grundlegende Veränderungen an der Immobilie vorzunehmen, ist dies ein wichtiger Vorteil. Eigentümer dürfen in ihren eigenen vier Wänden tun, was sie möchten. Eine Freiheit, die Mieter nicht haben.

In der Mietwohnung hat bei der Frage nach baulichen Veränderungen der Vermieter das letzte Wort. Wiedersetzen sich die Mieter, müssen sie bei ihrem Auszug im Zweifelsfall den Originalzustand der Wohnung wiederherstellen. Allerdings bietet ein Mietverhältnis den Vorteil, keine Verpflichtungen eingehen zu müssen. Nutzen sich Gegenstände wie der Wasserhahn ab, muss sich der Vermieter um die Reparatur kümmern.

Fazit

Die Entscheidung, ob nun kaufen oder mieten sinnvoller ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Vorteile eines Immobilienkaufs sind aber nicht von der Hand zu weisen. Neben der größeren Freiheit beim Wohnen profitieren Eigentümer auch von ihrer Immobilie als Altersvorsorge. Ist sie bis zur Pension abbezahlt, bleibt am Ende mehr Rente übrig.

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