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Weinberge bei Thüngersheim. Foto: FWL GmbH/Antje Seeling
Weinberge bei Thüngersheim. Foto: FWL GmbH/Antje Seeling

Über 41 Prozent Umsatzverlust für Tourismus im Fränkischen Weinland

Tourismus und Corona – kaum eine andere Branche wurde so hart von den Auswirkungen der Pandemie getroffen wie diese. Das gilt auch für das Fränkische Weinland. Die Umsatzeinbußen für das Jahr 2020 liegen hier bei insgesamt 583 Millionen Euro. Dennoch sehen die Verantwortlichen positiv in die Zukunft: Die starke Lust der Deutschen auf Urlaub im eigenen Land wird auch dem Fränkischen Weinland zugutekommen. Dass die Region hierbei stark in die Urlaubsplanungen einbezogen wird, zeigt die deutlich gestiegene Zahl der Prospektanfragen.

583 Mio. Euro Umsatzeinbußen

Würzburgs Landrat Thomas Eberth, Vorsitzender der Fränkisches Weinland Tourismus GmbH, fühlt mit den Menschen, die sich jetzt mehr denn je auf Urlaub und Entspannung freuen „Noch mehr bedauere ich aber unsere Betriebe, die sich nach ihren Gästen sehnen und endlich die Menschen wieder kulinarisch verwöhnen wollen und damit die Lust auf Franken stärken“, so Eberth. Gleichzeitig betont er die große wirtschaftliche Bedeutung von Gastronomie und Tourismus im Fränkischen Weinland.

Wie hoch diese ist, zeigen die aktuellen Zahlen des „Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Tourismus“ (dwif), die den Umsatzausfall für das Fränkische Weinland berechnet hat. „2019 hat der Tourismus bei uns einen Umsatz von 1.485,4 Millionen Euro generiert“, resümiert Susanne Müller, Geschäftsführerin der Fränkisches Weinland Tourismus GmbH. „Durch Corona mussten wir 2020 einen Verlust von mehr als 41 Prozent hinnehmen und damit Umsatzeinbußen von 583 Millionen Euro. Das macht im Schnitt rund 14 Millionen Euro pro Woche“.

392 Mio. Euro weniger im Tagestourismus

Das dwif unterteilt diesen hohen Betrag noch: 191 Millionen Euro Einbußen fallen auf den Übernachtungstourismus einschließlich Privatquartieren, Camping- und Wohnmobilurlauben; 392 Millionen Euro weniger sind es im Tagestourismus, der neben den Tagesausflügen auch die Tagesgeschäftsreisen einschließt.

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Susanne Müller führt weiter aus, dass sich nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 der Tagestourismus zwar schnell erholen konnte: „Vor allem Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Radfahren erlebten einen Boom“. „Allerdings“, schränkt Landrat Thomas Eberth ein, „wurde während dieser Ausflüge aufgrund der Beschränkungen und vieler geschlossener Einrichtungen fast nichts ausgegeben. Dementsprechend niedrig waren denn auch die Umsätze“.

Öffnungsperspektiven mit Konzept

Umso wichtiger ist für Eberth die Öffnungsperspektive für die laufende Saison mit entsprechenden Testungen und Konzepten, die derzeit im Bayerischen Kabinett und von den entsprechenden Ministerien erarbeitet werden. Einig ist er sich darin mit Paul Lehrieder, CSU-Abgeordneter für Stadt und Landkreis Würzburg und Vorsitzender des Tourismusausschusses der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.

„Wir haben mit Sorgen die Umsatzeinbußen der Tourismuswirtschaft im Fränkischen Weinland registriert“, betont Lehrieder. „Diese Rückgänge müssen wir in diesem Jahr mit Öffnungsschritten deutlich reduzieren.“ Als gute Grundlage dafür sieht Lehrieder hierbei die bereits vorhandenen Hygienekonzepte für Restaurants, Hotels, Verkehrsmittel und Freizeiteinrichtungen: „Allerdings müssen wir jetzt auch die zur Verfügung stehenden Test-Kapazitäten noch viel intensiver nutzen“, so der Abgeordnete.

Nachfrage stark gestiegen

Dass großes Interesse an Urlaub und Ausflügen im Fränkischen Weinland besteht, belegt für Susanne Müller die stark gestiegene Nachfrage nach Prospekten für die Ferienlandschaft: „Für uns ist das auf jeden Fall ein positives Zeichen dafür, dass unsere Tourismuswirtschaft schnell wieder anlaufen kann und – davon bin ich überzeugt – auch wird.“

„Testungen, Impfungen und vernünftige Konzepte sollen und müssen Öffnungen schnellstmöglich zulassen, denn unsere Betriebe und das Fränkische Weinland sind immer eine Reise wert“, sind sich Landrat, Abgeordneter und Geschäftsführerin einig.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg.
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