Titelbild des Podcasts „My Life as a Movie" von Antonia Röper. Foto: Antonia Röper
Titelbild des Podcasts „My Life as a Movie" von Antonia Röper. Foto: Antonia Röper

Vom Film in die Realität: Podcasterin Antonia im Interview

„Wir sind hier nicht im Film“ oder „Ich fühl mich wie im (falschen) Film“, sind Sprüche, die fast jeder schon einmal gesagt oder gedacht hat. Ein Leben wie im Film hat sich dabei doch jeder schon mal gewünscht. Aber sind Filme wirklich oft realitätsfern oder spiegeln sie eigentlich nur unsere Realität, verpackt in einer außergewöhnlichen Geschichte wider?

Dieser Frage widmet sich die Würzburgerin Antonia in ihrem noch jungen Podcast „My Life as a Movie“. Alleine oder mit Gästen überträgt sie dabei Filmthemen in die Realität und diskutiert darüber. Im Interview haben wir mit ihr über Würzburg gesprochen, wie die Idee zum Podcast entstand und ob Antonia selbst schon einmal vor der Kamera stand.

Würzburgs besonderer Flair

Würzburg erleben (WE): Hallo Antonia, stell Dich doch einmal kurz vor.

Antonia: Hi, ich bin Antonia, 23 Jahre alt und komme ursprünglich aus der Nähe von Düsseldorf. Seit Herbst letzten Jahres studiere ich hier in Würzburg im Master Fachjournalismus und Unternehmenskommunikation und arbeite seit kurzem auch für Vogel für das Fachmedium marconomy. In meiner Freizeit habe ich schon immer gerne fotografiert und eigene Videos gedreht, weswegen ich schon seit jeher ein großes Interesse an der Film- und Fernsehbranche hatte.

Meine andere große Leidenschaft ist das Reisen. Ich liebe es neue Kulturen zu entdecken, von denen ich immer etwas für mich und mein Leben mitnehme.  So habe ich nach meinen Griechenlandreisen angefangen Griechisch zu lernen oder habe während meines Urlaubs in Thailand das Kickboxen für mich entdeckt.

WE: Wieso hast Du Dich gerade für Würzburg als Studienort entschieden?

Antonia: Eigentlich war die Entscheidung, in Würzburg zu studieren, relativ spontan. Vor dem Masterstudium habe ich im Bachelor Medieninformatik studiert und gemerkt, dass ich mehr in die Medienrichtung gehen wollte als in die Informatik. Deshalb habe ich mich dann in ganz Deutschland auf Masterstudienplätze im Medienbereich beworben.

Nachdem die ersten Zusagen gekommen waren, habe ich mir meine favorisierten Studienorte angeschaut, darunter natürlich auch Würzburg. Und als ich hier herkam, um mir die Stadt und die FHWS anzuschauen, wusste ich sofort, dass ich nach Würzburg will. Die Stadt hat so ein tolles Flair, dass ich mich direkt heimisch gefühlt habe.

WE: Was verbindet Dich, mal abgesehen von Deinem Masterstudium, mit Würzburg?

Antonia: Da ich erst seit relativ kurzer Zeit hier wohne und wegen Corona noch keinem Verein beitreten konnte, bin ich neben meinem Masterstudium auch noch durch meine WG mit Würzburg verbunden. Trotz der aktuellen Situation habe ich das Glück, hier mit zwei tollen Menschen zusammenzuleben. Die beiden haben mich auch sehr unterstützt, damit ich mich auch so weit weg von meiner Heimat wohlfühle.

Filme Realität werden lassen

WE: Dein im Januar gestarteter Podcast trägt den Titel „My Life as a Movie“. Bevor wir zu dem Inhalt kommen – Wie kam es überhaupt dazu, dass Du einen Podcast starten wolltest?

Antonia: Ich hatte schon länger den Wunsch, einen Podcast zu starten einfach, weil ich das Medium Podcast für ein sehr spannendes Format zur Vermittlung von Inhalten halte. Schließlich ist Sprache unser Hauptkommunikationsmedium und mit einem Podcast kann man schneller und besser eine persönliche Beziehung zu seinem Publikum aufbauen als mit klassischen Printmedien.

WE: Durch den Titel des Podcasts lässt sich schon erahnen, worum es inhaltlich geht. Wöchentlich stellst Du einen Film vor, überträgst die Handlung in die Realität und spinnst die Kernthematik weiter. Wie bist Du auf die Idee gekommen?

Antonia: Ich wollte eine Thematik für mich finden, in welche ich auch Spaß habe, viel Zeit zu investieren. Deshalb war es für mich zum einen wichtig, etwas von meinen bereits vorhandenen Interessen in den Podcast einfließen zu lassen. Zum anderen wollte ich einen Podcast kreieren, der verschiedene Themen aufgreift und sich nicht die ganze Zeit nur um ein Themenfeld dreht. Und als ich versucht habe, das zu kombinieren bin ich schließlich auf die Idee gekommen, dass man Filme als Basis für diese Idee nehmen könnte.

Da ich aber auch über aktuelle Themen sprechen wollte und nicht nur über fiktionale Themen, dachte ich, ich nehme einfach die Kernthemen der Filme und übertrage sie in die Realität. Jeder wünscht sich schließlich Hollywood-Momente, aber wie sehen Filmmomente eigentlich im echten Leben aus? – Darum geht es in „My Life as a Movie“.

Podcasterin und Studentin Antonia Röper. Foto: Antonia Röper

Podcasterin und Studentin Antonia Röper. Foto: Antonia Röper

WE: Bisher sind sieben Podcast Episoden erschienen. Vier davon mit Gästen, darunter sind neben Freunden auch eine Bloggerin und ein Redakteur vom WDR. Wie sieht es zukünftig aus, hast Du persönliche Wunschgäste oder schon geplante gemeinsame Episoden, von denen Du uns erzählen kannst?

Antonia: Ich möchte meinen Podcast dahingehend mehr ausbauen, Menschen aus dem Medienbereich, zum Beispiel Synchronsprecher, Schauspieler, Musicaldarsteller, in meinen Podcast einzuladen. Aktuell stehe ich auch bereits in einem Austausch mit einem Synchronsprecher, der auch schon in einigen Netflix-Produktionen synchron gesprochen hat und hoffe, dass ich somit bald einen etwas bekannteren Gast in meinem Podcast begrüßen darf. Bereits geplant sind Episoden mit einem Musicaldarsteller und einer Schauspielerin.

WE: Begleiten Dich Filme schon Dein ganzes Leben? Gibt es einen besonderen Grund für Deine Film-Faszination?

Antonia: Ich würde schon sagen, dass mich Filme mein ganzes Leben lang begleitet haben. Ich glaube, ich bin einer der wenigen Menschen in meinem Alter, die noch DVDs kaufen. Aber ich muss immer ein Exemplar meiner Lieblingsfilme auf DVD haben! Außerdem hatte ich von klein auf immer eine Kamera dabei und habe in meiner Jugend zahlreiche Musikvideos oder Kurzfilme mit Freunden gedreht. Es hat mir immer Spaß gemacht, mir Geschichten auszudenken, Videos zu drehen und sie dann zu schneiden und zu bearbeiten. Wir hatten damals sogar einen Greenscreen, weil wir auch wie in Filmen mit anderen Kulissen drehen wollten.

Offen für die Zukunft

WE: Über Filme sprechen tust Du bereits. Würdest Du auch die Möglichkeit ergreifen selbst mal vor der Kamera zu stehen?

Antonia: Nun, ich muss zugeben, dass ich schon einmal vor der Kamera gestanden habe und es ist wirklich ein anderes Gefühl, selbst gefilmt zu werden. Es hat auf jeden Fall irgendwo seinen Reiz und ich glaube nicht, dass ich nein sagen würde, wenn sich die Gelegenheit noch einmal ergeben würde. Aber eigentlich bin ich lieber hinter der Kamera.

WE: Wie geht es nach dem Master für Dich weiter?

Antonia: Dafür bin ich im Moment noch sehr offen! Man weiß ja nie, welche freien Stellen es geben wird, wenn ich meinen Master abgeschlossen habe. Obwohl ich mich momentan sehr für einen Job im Bereich PR interessieren würde. Aber ich lasse mich überraschen, was in einem Jahr sein wird!

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