Für mehr Toleranz: Im sogenannten "Pride Monat" sollen Regenbögen für die Sichtbarkeit queerer Menschen sorgen. Foto: Katharina Kraus
Für mehr Toleranz: Im sogenannten "Pride Monat" sollen Regenbögen für die Sichtbarkeit queerer Menschen sorgen. Foto: Katharina Kraus

Als Zeichen der Toleranz: Regenbogenflaggen im „Pride Monat“ gefordert

Gezielte Maßnahmen im Würzburger Stadtgebiet, um öffentlich auf die Belange von LGBTIs aufmerksam zu machen: Das fordert die Grüne Stadtratsfraktion in einem interfraktionellen Antrag mit den Fraktionen SPD, DIE LINKE, Stadträtin Christiane Kerner (ÖDP) und Stadtrat Wolfgang Baumann (ZfW). Im sogenannten „Pride Monat“ Juni sollen bunte Regenbogen-Fähnchen auf den Straßenbahnen angebracht werden. In Fußgängerzonen soll die Stadt durch bunte Straßenmarkierungen in Regenbogenfarben ein Zeichen der Toleranz setzen.

Teil der Gesellschaft

GRÜNEN Stadtrat Konstantin Mack: „Für Menschen aus der LGBTI-Community ist Sichtbarkeit enorm wichtig! Öffentliche Zeichen der Akzeptanz bestärken sie darin, genauso viel wert zu sein wie jeder andere Mensch. Gerade die Jüngeren unter ihnen quälen sich oft mit Selbstzweifeln. Fühlen sie sich von der Gesellschaft akzeptiert, fördert das nicht zuletzt die Selbstakzeptanz. Wir wollen deshalb ein unübersehbares Signal senden: queere Menschen sind selbstverständlich Teil der Würzburger Stadtgesellschaft!“

Diskriminierung und Gewalt

Viel zu oft werden queere Menschen Opfer von Diskriminierung und Gewalt. So zeigt eine aktuelle Studie der Hochschule Landshut im Auftrag der Grünen Landtagsfraktion, dass jede:r zweite Befragte bereits Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung erlebt habe. Diskriminierung findet zumeist im öffentlichen Raum statt: besonders häufig bei Veranstaltungen, in Parks oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Macks Parteikollegin Magdalena Laier ergänzt: „Die Corona-Pandemie trägt dazu bei, dass die queeren Menschen kaum noch öffentlich sichtbar sind. Wie schon 2020 werden vermutlich auch dieses Jahr viele Veranstaltungen rund um den Christopher Street Day abgesagt werden müssen, bestenfalls nur in sehr reduziertem Umfang stattfinden können. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, aktiv Stellung zu beziehen und Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen! Städte wie Berlin, Köln, München, Rostock oder Bielefeld dienen hier als Vorbild.“ Die GRÜNEN setzen sich von jeher für die Rechte von Minderheiten ein und haben in ihrem Parteiprogramm ein Vielfaltstatut verankert.

Juni als „Pride Monat“

Als „queere“ Minderheit werden Personen bezeichnet, die in Sexualität oder Geschlecht von der gesellschaftlichen Norm abweichen. Die Abkürzung LGBTI steht für Homo- und Bisexuelle, sowie transgeschlechtliche und intersexuelle Menschen. Der Juni gilt als „Pride Monat“, in dem viele Demonstrationen und Veranstaltungen stattfinden, die sich für die Rechte der LGBTIs stark machen. Die Regenbogenfahne ist das internationale Symbol für diese Menschen.

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Würzburg.

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