Der Kunstverein Würzburg mit seiner schwimmenden Galerie ARTE NOAH ist zusammen mit 300 Kunstvereinen in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt worden. Foto: Eira Starke
Der Kunstverein Würzburg mit seiner schwimmenden Galerie ARTE NOAH ist zusammen mit 300 Kunstvereinen in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt worden. Foto: Eira Starke

Kunstverein Würzburg ist jetzt UNESCO-Kulturerbe

Während die Würzburger Residenz schon lange zu den Perlen des UNESCO-Weltkulturerbes zählt, gehört nun auch der Kunstverein Würzburg dazu, das gibt der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. Etwas weniger zentral, dafür umso idyllischer gelegen, ist er mit seiner schwimmenden Galerie im Alten Hafen, der Arte Noah, einer von rund 300 Vereinen in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV).

Immaterielles Kulturerbe

„Idee und Praxis der Kunstvereine“ in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufzunehmen, entschied die Kultusministerkonferenz am 19. März 2021. Zum Immateriellen Kulturerbe aufsteigen können alle lebendigen kulturellen Ausdrucksformen und Traditionen, die durch diese Auszeichnung gestärkt und erhalten werden sollen.

Begründung der Entscheidung

Als Begründung für die Entscheidung nennt man etwa die gemeinwohlorientierte Trägerfunktion der Kunstvereine in der Vermittlung ästhetisch-kultureller Bildung. Ihre Vielfalt trüge maßgeblich zur Diversität der Kunstlandschaft und Gesellschaft bei, heißt es.

„Ursprünglich dem Bürgertum vorbehalten, fördern Kunstvereine heute eine offene Teilhabe und tragen Kunst in breite Gesellschaftsschichten. Als urbane und moderne Akteure der Vernetzung nehmen sie an Diskursen zeitgenössischer Kunst teil und treiben diese an. Dabei pflegen sie ein Demokratieverständnis, das für den Erhalt eines lebendigen und vielfältigen Kulturerbes wichtig ist.“

Lob und Ansporn

Das dürfe einerseits als Lob verstanden werden, sollte aber – erst recht in diesen unruhigen Zeiten – noch vielmehr Ansporn sein, künstlerischen Äußerungen aller Art ein geschütztes wie offenes Podium zu bieten: ob neuartig oder traditionsbewusst, introvertiert oder provokant. Kunstvereine sind Orte der künstlerischen Freiheit – sie sind Orte des Lebens, so der Kunstverein Würzburg.

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