11 Pflanzenkübel mit Hanfpalmen sollen die Kaiserstraße verschönern. Fotomontage: FA ProS/ Stadt Würzburg Baureferat Tiefbau
11 Pflanzenkübel mit Hanfpalmen sollen die Kaiserstraße verschönern. Fotomontage: FA ProS/ Stadt Würzburg Baureferat Tiefbau

Mediterranes Flair: Palmen ziehen in die Kaiserstraße

Letzten Sommer beschlossen, nun wird es umgesetzt: Die Kaiserstraße bekommt nun in diesen Tagen ein mediterranes Flair und wird mit Palmen aufgewertet. Das Gartenamt holt das tropische Gewächs nun aus den Gewächshäusern.

Mobiles Grün statt ortsfester Bepflanzung

Bürgermeister Martin Heilig hat hierzu ein lachendes und ein weinendes Auge: „Auf der einen Seite erfreuen mich die neuen grünen Akzente in der Kaiserstraße aus elf in Kübeln gepflanzten Palmen. Auf der anderen Seite ist es sehr bedauerlich, dass nur mobiles Grün statt ortsfester Baumpflanzungen realisiert werden konnte.“

Aufgrund von Leitungstrassen, der Straßenbahn und notwendiger Rettungswege war es im Zuge der Neugestaltung der Kaiserstraße seinerzeit leider nicht möglich Baumstandorte vorzusehen. Stadtbäume sind wahre Multitalente. Sie werten nicht nur das Stadtbild auf, sondern spenden zusätzlich auch Schatten, produzieren Sauerstoff, binden Kohlendioxid und tragen zur Kühlung bei.

 

Die Palmen machen sich auf die Reise! Gartenamtsmitarbeiter Martin Schömig und Holger Reim transportieren die Pflanzkübel vom Winterquartier in die Kaiserstraße. Foto: Gartenamt/ Regina Höger

Die Palmen machen sich auf die Reise! Gartenamtsmitarbeiter Martin Schömig und Holger Reim transportieren die Pflanzkübel vom Winterquartier in die Kaiserstraße. Foto: Gartenamt/ Regina Höger

Blumenpyramiden sehr aufwendig

Der Wunsch während der Sommermonate dauerhaft Grün in der Kaiserstraße zu etablieren wurde seit langem und vielfach geäußert. Während der Gartenschau im Jahr 2018 und im Folgejahr hat das Gartenamt hierzu Blumenpyramiden angemietet, die von Juni bis Oktober in der Kaiserstraße aufgestellt wurden. Für Gartenamtsleiter Dr. Helge Bert Grob eine sehr kostspielige und wenig nachhaltige Begrünung. Der Unterhalt der Blumenpyramiden ist sehr aufwendig. Sie müssen nicht nur jedes Jahr neu bepflanzt werden, sondern während der Hitzeperioden im Sommer auch alle zwei bis drei Tage gegossen werden.

Blumenpyramiden wie diese vor dem Dom stehen in der gesamten Stadt verteilt. Foto: Lilli Müller

Blumenpyramiden wie diese vor dem Dom stehen in der gesamten Stadt verteilt. Foto: Lilli Müller

Nachhaltige Lösung

Dr. Grob hofft, dass mit der Anschaffung der hochwertigen Pflanzkübel, die sich farblich an den Ausstattungselementen der Kaiserstraße orientieren, eine nachhaltige Lösung gefunden wurde. Bepflanzt sind die Stahlkübel mit Hanfpalmen. Diese Palmenart ist anspruchslos, robust gegenüber Schadorganismen und benötigt zudem weniger Wasser als Gehölze oder Blumen.

Die aktuellen Temperaturen lassen es nunmehr zu die Palmen aus dem Winterquartier im Gartenamt zu holen. Sollte es doch noch Forst geben, macht das den Palmen nichts aus: „Sie sind recht robust und halten auch einstellige Minusgrade aus“, erklärt Gärtnermeister Georg Keller, beim Ausliefern. Geplant ist, dass die Palmen nun bis Ende Oktober ein wenig mediterranes Flair in die Kaiserstraße bringen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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