Manuel Fröhlich, Gründer des Podcasts „SPORTLUPE". Foto: Manuel Fröhlich
Manuel Fröhlich, Gründer des Podcasts „SPORTLUPE". Foto: Manuel Fröhlich

Würzburger Podcast: Student Manuel nimmt Sportler unter die Lupe

Der Würzburger Masterstudent Manuel studiert nicht nur Fachjournalismus, sondern arbeitet zeitgleich als Sportkommentator und Redakteur. Nun hat er sein eigenes Sportprojekt in Form eines Podcasts herausgebracht. Dabei setzt er den Fokus nicht auf die viel besprochenen Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball, sondern auf die, die eher weniger Beachtung in der Sportwelt finden. SPORTLUPE wird dadurch zu einem (Sport-)Podcast, den es so bisher noch nicht gibt. Wen Manuel bereits interviewt hat, ob er eine Wunschliste mit Gesprächspartnern besitzt und wie er alles unter einen Hut bekommt, erzählt er uns im Interview.

Schokosucht & Faszination Sport

Würzburg erleben (WE): Hallo Manuel, stell Dich doch einmal kurz vor! Wer bist Du und was verbindet Dich mit Würzburg?

Manuel: Hi, ich bin Manuel, bin 24 Jahre alt und studiere hier in Würzburg. Ich bin ein wirklicher Sportfreak, also ich interessiere mich für fast jede Sportart, und ich liebe es zu reisen! Ansonsten habe ich eine Zwillingsschwester und ein sucht ähnliches Verhältnis zu Schokolade. In Würzburg studiere ich seit letztem Herbst, aber ich habe mich schon bei einem ersten Besuch vor ein paar Jahren in die Stadt verliebt. Deswegen hab ich mich umso mehr gefreut, dass es mit dem Studium hier geklappt hat!

WE: Du studierst im Master Fachjournalismus – Wie kam es dazu und warum gerade Sportjournalismus?

Manuel: Schon seit meiner Schulzeit war Sprache an sich und vor allem das Schreiben meine große Leidenschaft! Nach dem Abi wollte ich jedoch erstmal etwas vermeintlich Sicheres studieren und habe deswegen ein betriebswirtschaftliches Studium gemacht, genauer gesagt Gesundheitsmanagement. Mit dem Abschluss in der Tasche will ich jetzt aber versuchen, mit meiner Leidenschaft einen Beruf zu finden.

Und Sport ist meine Richtung, weil ich mich wie gesagt extrem für Sportarten interessiere, und da beispielsweise ein absurdes Gedächtnis habe: Egal ob Ergebnisse bei den Olympischen Spielen, oder die Aufstellung von Deutschland im WM-Eröffnungsspiel 2006, mein Gehirn findet solche Informationen offensichtlich wichtig und speichert die langfristig ab.

WE: Betreibst Du selbst eine oder auch mehrere Sportarten?

Manuel: Ich habe selbst 17 Jahre Fußball gespielt, aber das kam wegen Corona leider ziemlich zum Erliegen. Und mein Talent dahingehend ist doch sehr überschaubar, ich war einer von denen, die „eher über den Kampf ins Spiel kommen“ als ein großer Techniker Aber ganz im Allgemeinen machen mir vor allem Ballsportarten viel Spaß, zum Beispiel Tennis, Volleyball oder Tischtennis. Aktuell beschränke ich mich coronabedingt auf etwas Joggen und Kraftübungen in meiner Wohnung.

WE: Woher kommt Deine Leidenschaft für den Sport allgemein?

Manuel: Gute Frage, das kann ich gar nicht so genau beantworten. Ich weiß auf jeden Fall, dass mich schon als Kind Olympische Spiele immer unheimlich fasziniert haben, mit den verschiedenen Sportarten und dem Geist, der dort herrscht. Das ist auf jeden Fall auch ein Lebenstraum, mal zu Olympia zu fahren – am liebsten natürlich als Reporter! Und vielleicht liegt es mir auch ein bisschen in den Genen, in meiner Familie spielen sehr viele Verwandte Tennis, und meine Onkel und Tanten haben sogar einen eigenen Tennisverein gegründet!

Zeitmanagement

WE: Neben dem Studium bist Du Kommentator in der 2. Bundesliga, Redakteur und hast nun selbstständig einen Podcast gestartet. Wie bekommst Du alles unter einen Hut?

Manuel: Das geht sehr gut! Da mir wirklich alles sehr viel Spaß macht, ist es wirklich mehr eine Aneinanderreihung von Highlights als Stress, wenn ich da ehrenamtlich unterwegs bin. Und mein Zeitmanagement hat sich die letzten Jahre deutlich verbessert, mittlerweile würde ich mich als halbwegs strukturiert bezeichnen.

Manuel Fröhlich, Gründer des Podcasts „SPORTLUPE". Foto: Manuel Fröhlich

Manuel Fröhlich, Gründer des Podcasts „SPORTLUPE“. Foto: Manuel Fröhlich

Projekt SPORTLUPE

Fokus auf unbekannte Sportarten

WE: In deinem Podcast „SPORTLUPE“ geht es um Athleten, die Sportarten betreiben, die nicht so stark in der Öffentlichkeit stehen. Wie kamst Du auf die Idee?

Manuel: Da kommt wieder ein bisschen meine Olympiaaffinität zum Tragen: Ich bin jedes Mal fasziniert, wenn ich eine Sportart beispielsweise bei Olympia verfolge, wie unterschiedlich die Anforderungen an die Sportler auch sind. Beispielsweise hat die Bogenschützin Lisa Unruh 2016 in Rio de Janeiro die Silbermedaille geholt, aber danach habe ich von ihr und ihrer Sportart nie mehr etwas gehört.

Diesen Gedanken habe ich zu ganz vielen Sportarten, und so dachte ich mir, dass ich mit denen reden will. Zum einen natürlich für mich selbst, weil es mich einfach interessiert, zum anderen aber natürlich auch, um die Sportart etwas bekannter zu machen und vielleicht den ein oder anderen Zuhörer zu motivieren, beispielsweise das Bogenschießen mal selbst auszuprobieren. Und ich sehe es an mir selbst, wenn ich mich da 40 Minuten mit einer Person unterhalte, die für ihre Sportart brennt, würde ich am liebsten direkt nach Ende der Aufnahme los und den Sport selbst ausprobieren!

WE: In den bisherigen zwei Episoden hast Du mit Athletinnen aus dem Curling und Skeleton gesprochen. Hast Du eine Liste mit Sportarten und/oder Menschen, mit denen Du Dich im Podcast noch unterhalten möchtest?

Manuel: Ja genau, da habe ich eine sehr lange Liste! Also im zweiwöchigen Rhythmus, den die SPORTLUPE gerade hat, ist noch genügend Material da! Auf meiner Liste stehen unter anderem Squash, Volleyball und Tischtennis, aber auch ganz andere Richtungen wie beispielsweise Schach.

Sportlupe hören und lesen

WE: SPORTLUPE gibt es nicht nur zu hören, sondern auch zu lesen. Wieso hast Du Dich für eine Webseite zum Podcast entschieden?

Manuel: Weil ich dem ganzen noch eine andere Plattform geben wollte, und beispielsweise auch das Nachschlagen oder Nachlesen von Aussagen ermöglichen will. Und mich hat es als ausgewiesener Nicht-ITler wirklich gereizt, mich da ein bisschen in die Sache reinzufuchsen und mich selbst herauszufordern mit dem Website-Bau.

Zukunftspläne

WE: Wie geht es beruflich nach dem Master für Dich weiter?

Manuel: Da bin ich gerade noch total offen! Ich finde wirklich beide Richtungen des Studiums, also Journalismus und die Unternehmenskommunikation, sehr interessant. Vielleicht kristallisiert sich im Laufe des Studiums da noch die Richtung heraus, die mir mehr Spaß macht, ansonsten lasse ich mich da überraschen.

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