Anonymer Anruf. Foto: Pascal Höfig
Anonymer Anruf. Foto: Pascal Höfig

Neue Masche: Betrüger geben sich als Gerichtsvollzieher aus

Betrüger gaben sich am Telefon als Gerichtsvollzieher aus und forderten die Überweisung von 200 Euro auf ein ausländisches Konto. Eine Frau aus dem Landkreis Würzburg ließ sich täuschen und kam der Forderung nach. Die Kripo ermittelt. Würzburger Behörden warnen eindringlich vor dieser neuen Betrugsmasche.

Anrufer gab sich als Gerichtsvollzieher aus

Bereits vor mehreren Wochen rief ein bislang unbekannter Mann mit unterdrückter Telefonnummer bei einer Frau aus dem Landkreis Würzburg an und gab sich als Gerichtsvollzieher aus Würzburg aus. Im Verlauf des Telefonats forderte der Unbekannte von der Dame die Überweisung von 200 Euro auf ein ausländisches Konto. Die Angerufene kam der Forderung in der Folge nach und transferierte den Geldbetrag anschließend wie angewiesen.

Weitere Überweisung gefordert

Am Dienstag rief der Unbekannte erneut an und forderte eine weitere Überweisung. Nachdem die Angerufene nun nähere Auskünfte über die Forderungen haben wollte, verwies der Anrufer auf ein Einschreiben, welches angeblich bei Nachbarn abgegeben wurde. Diesmal überwies die Dame kein Geld, sondern erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen.

Warnung vor neuer Betrugsmasche

Die Staatsanwaltschaft Würzburg, das Amtsgericht Würzburg und das Polizeipräsidium Unterfranken warnen in diesem Zuge eindringlich vor der neuerlichen Betrugsmasche. Offenbar machen sich die Täter die Internet-Präsenzen der Gerichtsvollzieher zunutze und treten telefonisch unter deren Identität auf.

Das Polizeipräsidium Unterfranken rät:

  • Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Telefonnummer des angegebenen Gerichtsvollziehers und fragen dort nach einem entsprechenden Vorgang bzw. ob tatsächlich Forderungen bestehen.
  • Ein Gerichtsvollzieher weist Sie niemals an, Geld auf ein ausländisches Konto zu überweisen.
  • Transaktionen der Gerichtsvollzieher laufen ausschließlich über deutsche Dienstkonten.
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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