Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig

Mit Vollgas Anhaltesignal ignoriert: VW rammt Einsatzfahrzeug

Am späten Dienstagmittag entzog sich in Veitshöchheim ein 24-Jähriger mit seinem Fahrzeug einer Verkehrskontrolle. Als es Polizeibeamten gelang dem Mann den Fluchtweg abzuschneiden, rammte dieser frontal den Streifenwagen. Der 24-Jährige wurde festgenommen. Er stand offenbar unter Drogeneinfluss. Die Polizei sucht nach weiteren Zeugen.

Vollgas gegeben

Gegen 13:20 Uhr wollten Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Land in der Herrnstraße einen Pkw einer Verkehrskontrolle unterziehen. Als der Fahrer des Volkswagens das Anhaltesignal erkannte, gab dieser, anstatt anzuhalten, Vollgas. Durch rücksichtslose Fahrmanöver durch Veitshöchheim und über die B27 nach Thüngersheim versuchte sich der Fahrer des Wagens der Anhaltung zu entziehen und gefährdete hierbei mehrere andere Verkehrsteilnehmer.

Einsatzfahrzeug frontal gerammt

Auf dem Radweg nach Retzbach raste er um Haaresbreite an zwei Radfahrern vorbei, die nur knapp einem Zusammenstoß entkamen. Am Ortseingang gelang es einer Streifenbesatzung, dem Flüchtenden den Weg mit dem Dienstfahrzeug abzuschneiden. Statt allerdings anzuhalten rammte der Volkswagen das Einsatzfahrzeug frontal. Hierdurch wurden zwei Polizeibeamte sowie der 24-jährige Fahrer des VWs leicht verletzt. Der Mann, der sich der Verkehrskontrolle entziehen wollte, wurde vorläufig festgenommen.

Unter Drogeneinfluss

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der 24-Jährige aus dem Landkreis Main-Spessart, der keine Fahrerlaubnis besitzt zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Er hat sich nun in einem Strafverfahren unter anderem wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten.

Die Polizeiinspektion Karlstadt bittet Personen, die die waghalsige Fahrt des grünen VW Lupo beobachtet haben oder gar selbst durch diesen gefährdet oder geschädigt wurden, sich unter Tel. 09353/9741-30 zu melden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

- ANZEIGE -