Das Team von "Das Casa". Foto: Belz GmbH
Das Team von "Das Casa". Foto: Belz GmbH

Ein Eisfahrrad für Würzburg: Crowdfunding Projekt gestartet

Wer kann es sich nicht vorstellen: Warmer Sommer, die Sonne scheint und bei einem Spaziergang oder Picknick am Main fehlt eigentlich nur noch eines: Eine leckere Kugel Eis! Das könnte es zukünftig für Würzburger Passanten geben – und zwar per Fahrrad. „Das Casa“ plant nämlich Würzburgs erstes Eisfahrrad mit Kugeleis und möchte damit die Eisdiele mobil machen. Hierzu haben die Betreiber ein Crowdfunding Projekt gestartet – die Details im Interview.

Maskenspenden kam gut an

Würzburg erleben (WE): Wer steckt hinter der Firma Belz?

Die Belz GmbH ist ein Würzburger Familienunternehmen mit langer Tradition und jungem Team. Als Großhandel für Bäckereien, Konditoreien und Eisdielen haben wir 2017 das damalige Casa Prima übernommen. Quasi ein Perspektivenwechsel vom B2B in den B2C Bereich.

WE: Mit der Aktion „Masken für einen guten Zweck“ habt ihr mit Maskenspenden einige Institutionen in Würzburg unterstützt. Welches Fazit könnt ihr daraus ziehen?

Die Aktion kam bei den Würzburgern sehr gut an. Wir haben uns gefreut, dass so viele Menschen aufgerundet haben. Diese Bereitschaft hatten wir nicht unbedingt erwartet. Nach drei Wochen Ansturm wurde es dann merklich ruhiger, aber auch jetzt verkaufen wir noch ab und an Masken aus dem Restbestand. Von den Einrichtungen haben wir sehr positives Feedback bekommen. Die entstandenen Kontakte werden wir sicherlich weiter pflegen. Uns liegt ein kooperatives Miteinander sehr am Herzen.

Ein Eisfahrrad für Würzburg

WE: Nun gibt es schon die nächste Idee: Ein Eisfahrrad soll die Würzburger mit Kugeleis versorgen. Wie kam es dazu und was ist das Besondere daran?

Die Idee geistert tatsächlich schon sehr lange in unseren Köpfen. In anderen Städten reiht sich ein Eisbulli an den nächsten und in Würzburg gibt es keinerlei mobiles Kugeleis. Und dabei haben wir so viel schöne Grünflächen am Main. Statt Bulli soll es bei uns ein nachhaltigeres E-Bike von Paul und Ernst werden, das uns schon beim ersten Googeln direkt begeistert hat. Wir könnten damit dann flexibel in (fast) ganz Würzburg Menschen mit Eis versorgen.

So könnte das Eisfahrrad dann aussehen. Foto: Belz GmbH

So könnte das Eisfahrrad dann aussehen. Foto: Belz GmbH

WE: Zwischen wie vielen Eissorten werden Passanten wählen können?

Das Eisfahrrad hat eine Auslage von sechs Eisboxen, weitere acht Eisboxen können im Fahrrad gekühlt transportiert werden, d.h. es kann zwischendurch mal einen Sortenwechsel geben. Es wird vermutlich immer Vanille und Schoko geben, dann zwei Fruchtsorten und zwei unserer vielen Spezialsorten (Cookie Dough, Weiße Mandel, etc.).

WE: Habt ihr schon eine Route im Kopf, die ihr gerne mal damit „abfahren“ möchtet?

Die Main-Ufer werden sicherlich mit unser erstes Ziel werden. Dann werden wir erstmal Erfahrungen sammeln. Wo ist der Bedarf am größten? Wie lange bleibt man stehen? Wie ist das Feedback der Würzburger?

WE: Welche Hürden gab es und gibt es noch zu überwinden, wenn man mit dem Fahrrad Eis verkaufen möchte?

Die Stadt Würzburg ist ein Glück überwiegend sehr unterstützend, was die bürokratische Seite angeht. Allerdings müssen wir, je nach Ort, mit drei verschiedenen Institutionen sprechen, um das OK zu bekommen. Das macht es etwas komplexer, aber das kriegen wir hin.

Idee als Crowdfunding Kampagne

WE: Aus der Idee wird nun ein Crowdfunding Projekt. Was qualifiziert die Idee Eurer Meinung nach dazu?

Die Idee daraus eine Crowdfunding Kampagne zu machen, kam tatsächlich aus der Instagram Community. Dort wurde die Idee insgesamt auch sehr gut angenommen. Wir vermuten, dass wir nicht die Einzigen sind, die mobiles Eis in Würzburg schmerzlich vermissen. Deswegen hoffen wir, dass die Kampagne gut ankommt und wir mit Würzburgs Hilfe die Idee verwirklichen können.

WE: Wollt ihr verraten, wie viel so ein Eisfahrrad eigentlich kostet?

Klar, das ist kein Geheimnis. Es kostet knapp über 15.000 €. Das ist auch der Betrag, den wir beim Crowdfunding gerne erreichen würden. Angesetzt haben wir dort aber 9.000 € als Zielsumme. Denn bei startnext ist die Voraussetzung die Zielsumme zu erreichen, um die gesamt gespendete Summe zu erhalten. Erreicht man die Zielsumme nicht, bekommt man nichts. Wir hoffen natürlich trotzdem, dass wir die 15.000 € schaffen.

WE: Habt ihr Bedenken, dass durch die aktuelle Pandemie das Projekt scheitern könnte?

Da das Eisfahrrad auch im Lockdown erlaubt wäre und auch im letzten Sommer der Bedarf an Eis to go da war, sind wir sehr zuversichtlich, dass die weitere Corona Entwicklung keinen Einfluss darauf hat.

WE: Nun die Fragen der Fragen: Wann wird es das erste Eis auf dem Fahrrad voraussichtlich geben?

Das Eisfahrrad könnte bereits Ende Mai Wirklichkeit werden, spätestens aber im Juni. Wir freuen uns schon sehr!

- ANZEIGE -