Was bedeutet Blockchain und Bitcoin überhaupt? Und lohnt es sich zu investieren? Foto: Dominik Ziegler
Was bedeutet Blockchain und Bitcoin überhaupt? Und lohnt es sich zu investieren? Foto: Dominik Ziegler

Blockchain: Die Disruption, die jetzt auch die Großen anerkennen

Die Blockchain und noch viel mehr der darauf liegende Bitcoin haben in den vergangenen Monaten an viel Popularität gewonnen. Was früher nur etwas für Zocker und Nerds war, ist heute zum Superstar der Investment-Szene geworden. Man kann sich kaum eine Zeitschrift am Kiosk kaufen ohne irgendwo ein Cover mit einem Bitcoin oder einer Headline aus der Welt der Kryptowährungen zu sehen. Viele wissen zwar noch nicht genau, was die Blockchain ist oder wie sie funktioniert, aber davon gehört haben die meisten. Auf jeden Fall haben mittlerweile auch die institutionellen Anleger die Technologie auf dem Schirm. Diese outen sich immer öfter, dass sie jetzt auch in den Bitcoin oder eine andere Kryptowährung ihre Gelder investieren.

Was ist der Bitcoin / die Blockchain?

Besonders wenn man neu in die Thematik einsteigt, kann es manchmal etwas schwer sein das Krypto-Universum mit all seinen Elementen zu verstehen. Dies wird durch die Begriffe nicht gerade einfacher, da die meistens auf Englisch sind. Wenn man jedoch die drei Begriffe Bitcoin, Blockchain und Kryptowährungen sauber voneinander trennt und definiert, wird das Konzept schnell klar.

Der wohl bekannteste Begriff in der breiten Masse ist der Bitcoin. Dieser hat sich als größte digitale beziehungsweise Kryptowährung einen Ruf gemacht. Nach der Erfindung durch jemanden mit dem Decknamen Satoshi Nakamoto war er zu Beginn nur etwas für IT affine Menschen und Nerds, welche die Technologie dahinter spannend fanden. Als der Kurs dann rasant anstieg und auch wieder abfiel, kamen noch Spekulanten dazu, welche glaubten, damit das große Geld verdienen zu können. Seit dem ist viel passiert und spätestens in den vergangenen drei Jahren hat der Bitcoin immer mehr Anhänger in der breiten Masse gefunden.

Schuldneratlas 2020

Die Technologie, auf die der Bitcoin fußt, ist die sogenannte Blockchain. Zu Deutsch könnte man es als Blockkette übersetzen. Sie ist eher als Beiprodukt zum Bitcoin entstanden, aber hat heute das Potenzial verschiedenste Industrien zu revolutionieren. Die Blockchain kann man sich, wie der Name schon sagt, wie eine Kette mit mehreren Gliedern vorstellen. Ein Glied reiht an das Nächste an und sie sind fest miteinander verbunden. Dadurch, dass ein Glied die Informationen des vorherigen in verschlüsselter Form enthält, ist sicher, dass nichts mehr im Nachhinein verändert werden kann. Die Blockchain ist also eine Datenbank mit maximaler Transparenz und Sicherheit. Es benötigt zwischen Vertragspartnern auch keine Kontrollinstanzen wie Banken oder Behörden mehr. Auch Logistik-Ketten wie etwa Arzneimittel-Transporte sind jederzeit lückenlos einsehbar. Sie hat für die verschiedensten Branchen ein riesiges Potenzial.

In die Blockchain investieren

Wie zu Beginn des Internets lässt sich jedoch nicht einfach direkt in die Technologie investieren. Anleger müssen sich Werte auf der Blockchain suchen, welche dann im Wert steigen, wenn sie vom Trend profitieren wollen. Eine Möglichkeit ist beispielsweise, direkt Bitcoin zu kaufen, welcher die Kryptowährung mit der größten Marktkapitalisierung ist. Daneben sind nur noch Ethereum und DeFi nennenswert, obwohl diese signifikant kleiner sind als der Bitcoin.

Das naheliegendste für Einsteiger ist es daher, sich mit dem Bitcoin zu befassen, das Modell dahinter zu verstehen und dann einen Teil davon zu kaufen, wenn es Sinn macht. Mittlerweile kann man sogar ​einfach über PayPal Bitcoin kaufen​.

Es gibt tausende verschiedene Währungen im Krypto-Universum, jedoch steckt ein ziemliches Risiko dahinter, in diese sogenannten Altcoins zu investieren. Besonders wenn man sich mit der Thematik nicht genau auskennt, ist es eher Zocken als Geldanlage. Richtig eingebracht kann der Bitcoin oder eine andere Kryptowährung jedoch ein wahrer Booster für die Performance des Portfolios werden. Zweistellige Kursanstiege in wenigen Tagen sind keine Seltenheit.

Institutionelle Gelder im Bitcoin

Immer mehr institutionelle Gelder fließen in das Geschäft mit den Kryptowährungen. So hat Grayscale Investments beispielsweise im Jahr 2020 bekannt gegeben, dass sie sukzessive den Bitcoin Bestand aufstocken. Innerhalb kurzer Zeit waren schon etwa drei Milliarden US-Dollar in Form von Bitcoin investiert. Auch der bekannte Investor Paul Tudor hat Bitcoin gekauft, um sich nach eigenen Angaben vor der Inflation zu schützen. Er sieht den nicht enden wollenden Gelddruck der Zentralbanken als großes Risiko für den Wert unseres Geldes und nutzt den Bitcoin als das, was früher Gold war. Der Gründer und CEO der Tudor Investment Corp. sagte in einem Marktausblick: “Die beste gewinnmaximierende Strategie besteht darin, das schnellste Pferd zu besitzen … Ich gehe davon aus, dass es Bitcoin sein wird.” Selbst die Deutsche Bank, welche als eingewachsenes Unternehmen gilt, hat in einem Bericht erklärt, dass der Bitcoin zu wichtig ist, um ignoriert zu werden. Mit einer Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar und weiterem Wachstumspotenzial, sehen die Analysten ihn als groß genug an, um nicht mehr übersehen werden zu können.

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