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Carolin Volmer, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla
Carolin Volmer, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Umfrage: So möchten Würzburger dieses Jahr Urlaub machen

Schön in den Flieger und ab nach Afrika oder doch lieber mit dem Fahrrad durch den Spessart? So vielfältig die Leute sind, so vielfältig sind auch ihre Urlaubsplanungen.

Wer plant im bereits zweiten Corona-Jahr Urlaube eher passiv und wer möchte dennoch auf die griechischen Inseln oder am Strand von Mauritius liegen?

Umfrage unter 21 Würzburgern

Fotografin Silvia Gralla hat in der Innenstadt insgesamt 21 Würzburger gefragt, wie sie ihre Urlaubsplanungen in diesem Jahr gestalten. Heraus kamen ganz unterschiedliche Wünsche für die Sommerzeit, die auf die Aussagen zweier Würzburger Reiseexperten treffen.

Die gesamte Fotoserie gibt es bei mainDing.de

Mit Auto und Zelt nach Italien

Milia Geisler, 21 Jahre, Studentin in Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Milia Geisler, 21 Jahre, Studentin in Würzburg. Foto: Silvia Gralla

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„Wenn es im Sommer klappt, würde ich gerne mit meinem Freund, Auto und Zelt in den Süden nach Italien fahren. Mal abwarten, ob das realistisch ist. Falls das nicht klappt, werde ich dann irgendwo ein Praktikum machen. Aus Umweltgründen kommt eine Flugreise für mich nicht in Frage.“

„Ich möchte dieses Jahr möglichst viel Urlaub machen.“

Jan Müller, 18 Jahre, Student aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Jan Müller, 18 Jahre, Student aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

„Ich möchte dieses Jahr möglichst viel Urlaub machen. Die Eltern von meinem Freund haben eine Wohnung in Holland, da versuchen wir sehr häufig hinzufahren. Da werden die Grenzen nicht kontrolliert und da kann man ja hin. Gegen Ostern will ich mit meinen Freunden was buchen, mit der Option es auch kurzfristig zu stornieren. Eventuell nach Südfrankreich oder Spanien. Ich hab keine Bedenken zu fliegen. Ich möchte meine Schwester jetzt zeitnah in Toulouse besuchen.“

Eigentlich „Work and Travel“ in Australien geplant

Anna Friedrich, 18 Jahre, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Anna Friedrich, 18 Jahre, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

„Pläne habe ich dieses Jahr noch nicht gemacht. Man kann ja die Situation noch nicht wirklich einschätzen, wie das dieses Jahr so wird. Letztes Jahr war ich mit einer Gruppe in Kroatien und das hat alles super funktioniert und hoffe, dass es dieses Jahr auch klappt. Ich wollte dieses Jahr eigentlich „Work and Travel“ in Australien machen, aber Australien macht die Grenzen erst wieder 2022 auf, bis dahin hoffe ich, das ich wenigstens in Europa reisen kann.“

Falls Lockerungen kommen, Urlaub im Ausland

Toni Hertel, 18 Jahre, Student aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Toni Hertel, 18 Jahre, Student aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

„Falls Lockerungen kommen, möchte ich mit Freunden ins Ausland, am liebsten in eine Ferienwohnung nach Italien. Momentan ist ja das Verreisen super günstig und man kann coole Schnäppchen machen. Plan B wäre Urlaub daheim und Skaten am Main.“

Noch keine konkreten Pläne

Anna-Maria Preis, 35 Jahre aus Stierhöfstetten. Foto: Silvia Gralla

Anna-Maria Preis, 35 Jahre aus Stierhöfstetten. Foto: Silvia Gralla

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„Wir haben dieses Jahr noch keine konkreten Urlaubspläne gemacht. Meine Kinder drängen zwar, und möchten gerne irgendwohin, wo wir wandern können oder mal einen besonderen Park besuchen, aber das müssen wir spontan entscheiden, was dann im Sommer so möglich ist. Wir sind eher die Deutschland Urlauber und da finden wir spontan auch eine Möglichkeit.“

Noch nichts Großes geplant

Nico Jahnel, 22 Jahre aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Nico Jahnel, 22 Jahre aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

„Dieses Jahr plane ich nichts Großes. Ich werde nach Hamburg fahren, die Stadt erkunden, bisschen shoppen. Ich werde dieses Jahr keine Flugreise machen, erstmal abwarten wie sich alles entwickelt, aber dann nächstes Jahr gerne weiter weg fliegen, am liebsten nach Thailand.“

„Momentan will ich kein Risiko eingehen.“

Denise Feser, 25 Jahre aus Rottendorf. Foto: Silvia Gralla

Denise Feser, 25 Jahre aus Rottendorf. Foto: Silvia Gralla

„Ich habe bereits die Covid Impfung erhalten, in der Hoffnung, dass ich schnellstmöglich uneingeschränkt reisen darf. Momentan will ich kein Risiko eingehen und die Welt befliegen. Sobald sich aber die Lage in allen Ländern entspannt, mach ich sofort eine Fernreise, am liebsten nach Florida.“

„Es kommt auf die Pandemie Lage an.“

Bernd Neser, Student aus Kitzingen. Foto: Silvia Gralla

Bernd Neser, Student aus Kitzingen. Foto: Silvia Gralla

„Konkret habe ich noch keinen Urlaub geplant. Es kommt auf die Pandemie Lage an. Ich suche mir dann konkret ein Land aus, dessen Sicherheitskonzepte wahrscheinlich eine Schließung verhindern wird und das kein Risikogebiet ist. Dabei glaube ich, Fernreisen sind besser, weil es weniger Regularien als in Europa gibt.

Familienurlaub am Chiemsee

Annika Fleck, 24 Jahre, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Annika Fleck, 24 Jahre, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

„Ich wollte eigentlich nach Italien fahren, weil ich meinen Uniabschluss mache, als Geschenk sozusagen. Das vertage ich jetzt eher auf nächstes Jahr. Deshalb werde ich den Haupturlaub mit meiner Familie am Chiemsee verbringen.“

Tour in die Dolomiten geplant

Carolin Volmer, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

Carolin Volmer, Studentin aus Würzburg. Foto: Silvia Gralla

„Ich gehe im Urlaub gerne wandern und habe deswegen mit Freunden eine Tour in die Dolomiten nach Südtirol geplant. Bin gespannt ob das Ganze dann im Sommer stattfinden kann. Ich bin kein Fan von Flugreisen in der „Corona – Zeit“, es ist ein zu hohes Risiko, wenn die Impfungen noch nicht durch sind. Aber es tut mir besonders leid für die Tourismusbranche.“

Und was sagen die Reiseexperten dazu?

Helmut Zoepffel vom City Reisebüro Zoepffel: „Ursprünglich war ich in der Innenstadt, jetzt bin ich online für die Kunden da. Der Service ist gleich geblieben. Zur Situation: es wird viel gebucht, aber das ist Augenwischerei. Die Kunden brauchen das Gefühl, wegfliegen zu können, reisen zu können, egal ob es stattfindet oder nicht. Das macht es für uns schwierig. Wir buchen, müssen dann vielleicht wegen Corona stornieren und so bleibt für uns keine Provision. Es kann sein, dass wir mehr Arbeit haben, als letztes Jahr, aber wieder null Verdienst haben werden. In dieser Zeit muss jeder schauen, wie er rumkommt.

Helmut Zoepffel vom City Reisebüro Zoepffel. Foto: Silvia Gralla

Helmut Zoepffel vom City Reisebüro Zoepffel. Foto: Silvia Gralla

Ich glaube, danach wird das Reisen eine Renaissance erleben, die Menschen wollen raus. Und zwar organisiert von uns, den Experten, die die Informationen haben. Ich fürchte allerdings, was weniger wird, sind Büros, die nicht an Ketten gebunden sind. Was die Reiseziele betrifft, sind es vor allem die europäischen Länder, oft Orte, wo der Kunde schon war und die er einschätzen kann. Natürlich werden viele auch mit dem Auto die eigene Nachbarschaft erkunden. Und am Ende, so Herbst Winter, wenn alles entspannter ist, wird es auch wieder Fernreisen geben.

Charlotte Voepel, von Ihr Reisemakler: „Seit zwölf Jahren vermittle ich Reisen als unabhängiges Reisebüro. Seit zwei Jahren arbeite ich in Kürnach, vorher in Würzburg. Was die Entwicklung der Reisebranche betrifft, bin ich mir sicher, dass Ostern, spätestens aber Pfingsten, die meisten Reisewilligen ins Ausland, also Griechenland, Kanarische Inseln oder die Balearen fliegen, denn in Deutschland bleiben ja voraussichtlich Hotels und Gastronomie geschlossen. Und die Leute waren lange genug eingeschlossen. Sie wollen einen Tapetenwechsel. Was die Menschen bisher abhält, ist weder der Aufenthalt vor Ort, noch das Reisen selbst – das empfinden sie als sicher – es sind die Umstände. Wenn sie zurückkommen, müssen sie möglicherweise in Quarantäne. Durch diese Gegebenheiten verändert sich auch unser Arbeiten.

Charlotte Voepel, von Ihr Reisemakler. Foto: Silvia Gralla

Charlotte Voepel, von Ihr Reisemakler. Foto: Silvia Gralla

Wir sind zwar noch beratend tätig als Reisemakler, aber derzeit geht’s hauptsächlich um die Corona-Bestimmungen. Was brauche ich bei der Einreise, wie läuft es vor Ort und womit muss ich bei der Rückkehr rechnen. Das ändert sich fast täglich. Lange war zum Beispiel Kuba ein beliebtes Ziel, weil da kaum Fälle gemeldet waren und die Einreisebestimmungen nicht streng waren. In Sri Lanka dagegen musste man zwei Wochen in eine Quarantäne Hotel bleiben. Aber wie gesagt, es ändert sich alles sehr schnell. Deshalb ist es ja so wichtig für den Kunden im Reisebüro und nicht online zu buchen. Hier wird er der aktuellen Situation angepasst betreut und unterstützt. Buchen sollte er hier, wenn, dann eine Pauschalreise. Nur dann ist er dank des Pauschalreise-Gesetzes komplett abgesichert.

Artikel erschien zuerst auf mainding.de.
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