Symbolfoto Handy. Foto: Pascal Höfig
Symbolfoto Handy. Foto: Pascal Höfig

Öffentliches WLAN: Wo ist es verfügbar & was muss man beachten?

Wer kennt das nicht? Man ist gerade unterwegs, möchte nur kurz ein paar Mails checken, nach einem Ort suchen, das Wetter checken oder ein Foto in den sozialen Medien posten. Wenn man dann kein Netz hat oder die mobilen Daten nicht ausreichen, steht man leer da.

Damit Touristen und Einwohner in Deutschland dieses Problem in Zukunft nicht mehr oder nur selten haben, gibt es immer öfter WLAN Hotspots an öffentlichen Plätzen. Immer mehr Städte bieten diesen Service an.

Wie findet man öffentliches WLAN?

Laut Schätzungen hat sich die Anzahl der öffentlichen WLAN Hotspots vom Jahr 2015 bis 2020 versiebenfacht. Um genau zu sein, ist die Zahl der verfügbaren Netzwerke von 64,2 Millionen auf 432,5 Millionen angestiegen. Das hört sich nach einer Menge an, trotzdem kann es in manchen Momenten schwer sein, so einen Hotspot ausfindig zu machen, wenn man ihn gerade braucht.

Eine Möglichkeit, um die Hotspots in der Umgebung ausfindig zu machen, sind Datenbank-Apps. Hier ist eine riesige Liste an kostenfreien WLANs in der ganzen Welt hinterlegt und einige haben sogar Passwörter gespeichert. Zu den Top-Apps zählen unter anderem Wifimapper, Wiman und der Avast Wi-Fi Finder.

Wenn man eine solche App nicht installiert hat oder installieren will, lohnt es sich, beliebte Orte der  jeweiligen Stadt aufzusuchen. An bestimmten Orten gibt es fast immer ein kostenfreies WLAN zur freien Verfügung. Bibliotheken fallen beispielsweise darunter. Der Zweck einer solchen ist die Bildung der dort lebenden Bevölkerung und das Internet ist einer der Wege, auf dem sie das erreichen kann.

Einfach mal in der nächsten Bibliothek vorbeischauen und prüfen, ob es ein öffentliches Netzwerk gibt. Besonders in größeren Städten gibt es auch immer wieder Hotspots in den Fußgängerzonen und an öffentlichen Plätzen. Dies soll mehr Besucher vor Ort bringen und sich positiv auf das Geschäftsleben entwickeln.

Zwar kann man bei so vielen Nutzern kein High-Speed Internet erwarten, jedoch reicht es in der Regel, um Nachrichten zu checken und vielleicht auch ein paar Bilder zu posten. Der nächste Ort, wo man fast immer kostenloses WLAN erwartet, sind Cafés. Besonders Ketten wie McDonalds, Starbucks oder CoffeeFellows bieten standardmäßig immer ein Netz für ihre Kunden an. In den Zeiten der Digitalisierung kommen immer mehr Menschen mit ihrem Laptop vorbei und arbeiten in einem Cafe anstatt zu Hause oder im Büro.

Wichtig zu wissen bei öffentlichen Netzwerken

Wenn man öffentliche Netzwerke nutzt, ist es wichtig zu wissen, dass man hier nicht alleine ist. Die Verbindung ist in der Regel nicht verschlüsselt und jeder, der sich im gleichen Netzwerk befindet, könnte an die Daten gelangen. Für viele ist das Internet noch etwas fremd und sie können daher mögliche Gefahren nicht gut abschätzen. Es ist jedoch wichtig, zu bedenken, dass jeder andere Nutzer im Netzwerk den Datenstrom zwischen Gerät und Hotspot mitlesen kann.

Um die Sicherheit eigener Daten zu erhöhen, gibt es ein paar Dinge, die man beachten sollte, damit man sich nicht unnötigen Risiken aussetzt.

Schutz in öffentlichen Netzwerken

Generell gilt, wie eigentlich immer beim Surfen, dass man immer darauf achten sollte, dass die Internetseiten verschlüsselt sind. Ein kurzer Blick auf die URL reicht und wenn dort ein “https://” am Anfang steht, ist die Seite gesichert.

Je nach Endgerät und dessen Konfiguration sind Nutzer für andere Nutzer im Netzwerk sichtbar. Diese können dann auf die Daten Ihres Gerätes zugreifen – ohne, dass man es merkt. Um das zu verhindern, schaltet man die Datei-/Verzeichnisfreigabe aus. Sicherheitsprogramme und viele Geräte fragen vor dem Log-In ins Netzwerk automatisch, ob es sich um ein privates oder öffentliches Netzwerk handelt. Hier unbedingt das Öffentliche auswählen.

Wenn man sich noch mehr vor Gefahren schützen will, empfiehlt es sich, gespeicherte Netzwerke zu löschen und das WLAN nur zu aktivieren, wenn man es auch braucht. Das Gerät speichert Netzwerke ab, mit denen es einmal verbunden war. Wenn man zu einem späteren Zeitpunkt nochmal zurückkehrt, verbindet es sich automatisch. Betrüger nutzen das, um ein Netzwerk unter dem gleichen Namen einzustellen und dadurch Zugriff auf das Gerät zu erhalten.

Ein sehr starkes Tool, um die Daten zu schützen, ist das sogenannte VPN (virtuelles privates Netzwerk). Dieses ist wie ein Tunnel, durch den die Daten geleitet und somit nicht mehr so leicht von außen eingesehen werden können. So kann man Gebrauch von öffentlichem WLAN machen, aber wachsam bleiben. Man sollte nicht die Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigen, auch wenn die Hotspots bald flächendeckend verfügbar sind.

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