Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig

Rücksichtslose Fahrweise auf A3: Polizei zieht zwei Pkw aus dem Verkehr

Am Montagabend hat die Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried zwei Pkw aus dem Verkehr gezogen, die mit rasanter und teils rücksichtsloser Fahrweise auf der A3 unterwegs waren. Einer der Fahrer war nicht in Besitz einer Fahrererlaubnis. Darüber hinaus verursachte er bei der Anhaltung beinahe einen Verkehrsunfall mit einem Polizeifahrzeug.

Gefährliche Überholmanöver

Gegen 20.45 Uhr war über den Polizeinotruf die Mitteilung über einen BMW und einen Audi eingegangen, die mit hoher Geschwindigkeit und rücksichtsloser Fahrweise auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs waren. Laut Zeugenangaben war es bereits zu mehreren gefährlichen Überholmanövern gekommen. Andere Verkehrsteilnehmer seinen von den Pkw-Fahrern „ausgebremst“ worden.

Im Bereich der Tankrastanlage Würzburg-Nord sollten die Fahrzeuge durch Zivilbeamte der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried einer Kontrolle unterzogen werden. Hierzu schalteten die Polizisten das Blaulicht ein und aktivierten den Signalgeber „Bitte folgen“ an ihrem Dienstfahrzeug. Der Fahrer des Audis zeigte jedoch nicht die gewünschte Reaktion. Stattdessen setzte er zu einem gefährlichen Fahrmanöver an, wodurch es beinahe zur Kollision mit dem Polizeifahrzeug kam. Der Beamte konnte gerade noch rechtzeitig ausweichen und dadurch einen Zusammenstoß verhindern.

Aus den Verkehr gezogen

Durch das Hinzuziehen von Unterstützungskräften und Zusammenwirken der eingesetzten Streifenbesatzungen gelang es schließlich, die beiden Fahrzeuge an der Anschlussstelle Kist aus dem Verkehr zu ziehen. Der Audi war mit zwei jungen Männern besetzt. Wie sich herausstellte, ist der 25-jährige Fahrer nicht im Besitz einer Fahrererlaubnis. Am Steuer des BMW saß ein 33-jähriger Familienvater. Mit an Bord hatte er seine beiden minderjährigen Kinder, denen glücklicherweise nichts zugestoßen ist. Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand davon aus, dass die aus dem Nürnberger Land stammenden Insassen der beiden Pkw gemeinsam unterwegs waren.

Gefährlicher Eingriff in Straßenverkehr

Gegen den Audi-Fahrer wird nun unter anderem wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Darüber hinaus sind unterschiedliche Verkehrsordnungswidrigkeiten Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen, die inzwischen die Polizeiinspektion Würzburg-Land übernommen hat.

Verkehrsteilnehmer, die möglicherweise durch rücksichtlose Fahrweise der beiden Pkw gefährdet worden sind oder die den Beinahe-Unfall zwischen dem Audi und dem zivilen Polizeifahrzeug beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1630 zu melden.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

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