Blick auf die Kletter-Balancier-Kombination, die für den mittleren Teil des Spielplatzes vorgesehen ist. Foto: SIK-Holzgestaltungs GmbH, Niedergörsdorf
Blick auf die Kletter-Balancier-Kombination, die für den mittleren Teil des Spielplatzes vorgesehen ist. Foto: SIK-Holzgestaltungs GmbH, Niedergörsdorf

Umgestaltung und Arbeiten an Würzburger Spielplätzen beginnen

Für das laufende Jahr 2021 plant das Gartenamt der Stadt Würzburg die Umgestaltung des Kinderspielplatzes Leonhard-Frank-Promenade. Er liegt am westlichen Mainufer auf Höhe des Kranenkais und bildet die Verbindung zwischen dem Spieleband in den Zellerauer und Sanderauer Mainwiesen sowie der Altstadt. Auch vorbereitende Arbeiten für den Wasserspielplatz in Lengfeld werden demnächst begonnen.

Geräte überaltert

Aus Sicherheitsgründen mussten in der Vergangenheit fast alle Spielgeräte in der Leonhard-Frank-Promenade rückgebaut werden. Vor Ort befinden sich aktuell nur noch zwei in die Jahre gekommene Federwippen. Der Entwurf des Gartenamtes für die Neugestaltung des Spielplatzes wurde im Oktober 2020 durch den Planungs-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss beschlossen. Die erforderlichen Landschafts- und Wegebauarbeiten sollen im Frühjahr ausgeschrieben und im Sommer durchgeführt werden.

Ebenfalls überaltert sind die Sträucher des Spielplatzes. Daher ist eine Entfernung vorgesehen. Diese erfolgt aus Vogelschutzgründen bis Ende Februar im Rahmen der vorgezogenen Maßnahmen. „Ziel ist es, die Fläche einsehbar zu gestalten und Angsträume zu entschärfen. Auch die Blickbeziehungen zum Main, die den Spielplatz zu einem besonderen Ort machen, sollen herausgearbeitet werden. Die bestehenden Bäume sind wertvolle Schattenspender und werden erhalten“, erläutert Bürgermeister Martin Heilig.

Kleines Fischerdorf

Der neue Spielplatz wird über zwei Zugänge und gepflasterte Wege erschlossen. Herzstück der Planung sind drei ovale Spielbereiche, die – passend zur Lage am Main – unterschiedlich konzipiert sind. Im nördlichen Teil befindet sich ein kleines Fischerdorf mit zwei Spielhütten. Eine davon ist mit einer Rutsche und verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten ausgestattet. Ein Wipp-Boot und maritime Spiel-/Sitzkisten ergänzen das Angebot für kleinere Kinder. Der vorgesehene Sand dient als Fallschutz und Spielmaterial.

Der mittlere Teil greift das Thema Fischen und Netze auf. Er bietet mit einer Kletter-Balancier-Kombination auch Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für größere Kinder. „Ins Netz gegangen“ sind drei kleine Wipp-Fische. Als Fallschutzbelag sind Hackschnitzel geplant. Sitzbänke runden das Angebot ab.

Im südlichen Teil wird eine Schaukel installiert, die mit einem Nestkorb, einem normalen Sitz und einer Sitzkombination aus Kleinkindersitz und normalem Sitz ausgestattet ist. Auch in diesem Bereich kommen als Fallschutzbelag Hackschnitzel zur Anwendung. Die bestehende Mauer wird mit mehreren Sitzauflagen ergänzt.

Arbeiten für Wasserspielplatz im Februar

Mit den vorbereitenden Arbeiten für den Bau des neuen Wasserspielplatzes Lengfeld startet das Gartenamt Anfang Februar. Dieser Wasserspielplatz – eines der Projekte, die das Gartenamt heuer umsetzt – geht auf den Wunsch zahlreicher Familien zurück.

Der eigentliche Baubeginn des Wasserspielplatzes ist im zweiten Halbjahr vorgesehen. Zuvor erfolgt noch die Ausschreibung der Spielplatz- und Wegebauarbeiten. Bürgermeister Martin Heilig freut sich: „Mit diesem Projekt des Gartenamtes schaffen wir nicht nur einen attraktiven Wasserspielplatz, sondern werten gleichzeitig das Umfeld ökologisch und gestalterisch auf.“

Aufwertung aller Bereiche

Das Gesamtkonzept für den Spielplatz sieht neben dem Neubau des Wasserspielplatzes – der die bestehende Tischtennisplatte ersetzt – eine Aufwertung aller Bereiche vor. Die Angebote sind so gewählt, dass sie unterschiedliche Altersgruppen ansprechen. Die bestehende Kletterkombination wird erhalten und durch eine Sandspielfläche, eine Nestschaukel sowie eine Rutsche ergänzt. Außerdem laden unterschiedliche Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein. Die Fußwegeverbindung entlang der Kürnach bleibt erhalten und wird als leicht geschwungener Erdweg ausgebildet.

Blick auf die bestehende Kletterkombination. Sie wird mit der Errichtung des Wasserspielplatzes um vielfältige Angebote ergänzt. Foto: Gartenamt/Müller

Blick auf die bestehende Kletterkombination. Sie wird mit der Errichtung des Wasserspielplatzes um vielfältige Angebote ergänzt. Foto: Gartenamt/Müller

Bürgermeister Martin Heilig: „Gerade im Bereich der Spielplätze ist es unser Anliegen, die Attraktionen um die bestehenden Bäume herum zu planen. Bäume haben nicht nur eine große ökologische Bedeutung. Sie sind auch wichtige Schattenspender. Ein größerer Wasserspielplatz ist jedoch ein komplexes Bauwerk. Es erfordert für die Wassertechnik und die Fundamentierung stärkere Eingriffe in den Untergrund. Daher freut es mich besonders, dass wir den Großteil der bestehenden Bäume erhalten können.“

Im Vorfeld Bäume entfernen

Allerdings müssen im Vorfeld einzelne Bäume entfernt werden. Da aus Vogelschutzgründen Gehölze in der Zeit vom 1. März bis 30. September nicht zurückgeschnitten oder entfernt werden dürfen, werden diese Arbeiten vorgezogen. Eine Fällerlaubnis wurde bereits durch die Fachabteilung Naturschutz und Landschaftspflege erteilt.

„Die zu fällenden Bäume werden durch vier Neupflanzungen ersetzt“, ergänzt Dr. Helge Bert Grob, Leiter des Gartenamtes. Darüber hinaus erfolgt eine ökologische Aufwertung der Kürnach in diesem Bereich. An zwei Stellen ist die Abflachung des Ufers und somit die Vergrößerung des Gewässerquerschnitts geplant. Außerdem werden Sohlbefestigungen entfernt und Findlinge als Störsteine eingebracht. Die Bepflanzung erfolgt mit gebietseigenen Stauden und Gehölzen. Der hierfür notwendige Antrag auf eine wasserrechtliche Genehmigung wurde bereits eingereicht.

Sicherungsarbeiten am Kinderspielplatz Steinlein

Das Gartenamt setzt 2021 mehrere Zaunbaumaßnahmen auf Spielplätzen im Stadtgebiet um. Eines der ersten Projekte wird die Erneuerung der Zäune auf dem Aktivspielplatz Steinlein in der Lindleinsmühle sein. Im Übergang zur vielbefahrenen Versbacher Straße befindet sich aktuell ein Maschendrahtzaun. Aufgrund der vorhandenen Schäden und aus Sicherheitsgründen wird dieser durch einen Stabgitterzaun ersetzt. Um die Arbeiten durchführen zu können, müssen die Sträucher zwischen Zaun und Gehweg auf einer Länge von ca. 70 Metern auf Stock gesetzt – also ca. 20 cm über dem Boden abgesägt – werden.

Aus Vogelschutzgründen dürfen Gehölze nicht in der Zeit vom 1. März bis 30. September zurückgeschnitten oder entfernt werden. Daher werden die Arbeiten in den Februar vorgezogen und erfolgen baldmöglichst durch das Gartenamt.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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