Aussicht auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Aussicht auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Würzburg unter Top 3 der Singlehaushalte in Deutschland

Der Stadtkreis Würzburg rangiert bei der Anzahl der Singlehaushalte bundesweit auf dem dritten Platz, das zeigt eine aktuelle GfK-Studie. Würzburg hat den dritthöchsten Anteil der Einpersonenhaushalte in Deutschland, nur Regensburg und Erlangen können das noch toppen. Kaum zu glauben, da unsere Domstadt erst Anfang Januar erneut zu Deutschlands Stadt der Liebe gekürt wurde!

Weniger Haushalte mit Kindern

Der Anteil der Einpersonenhaushalte in Deutschland beträgt aktuell knapp 42 Prozent. Im gesamtdeutschen Vergleich erreichen die Mehrpersonenhaushalte mit Kindern einen Anteil von 28 Prozent. Damit sind sie weniger häufiger als die Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder, die ca. 30 Prozent der deutschen Haushalte ausmachen, so heißt es in der Studie.

Würzburg auf Platz 3

Bei den Einpersonenhaushalten liegt im Vergleich der deutschen Kreise der Stadtkreis Regensburg mit einem Anteil von 57,3 Prozent unangefochten ganz vorn. Dabei liegen die Regensburger zu 37,1 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Der Stadtkreis Erlangen kommt mit 53,2 Prozent auf Rang zwei, gefolgt vom Stadtkreis Würzburg mit 52,9 Prozent.

Ein Landkreis ist im Ranking erst auf Platz 70 zu finden: Mit einem Anteil von 46,4 Prozent liegt der Landkreis Goslar genau 11 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, so die Studie. Die wenigsten Einpersonenhaushalte gibt es im Landkreis Straubing-Bogen mit 30,2 Prozent.

Haushalte mit Kindern in ländlichen Regionen hoch

Der Anteil der Haushalte mit Kindern ist in ländlichen Regionen oft besonders hoch. Den höchsten Anteil hat der Landkreis Eichstätt mit 40,9 Prozent, gefolgt von den Landkreisen Cloppenburg mit 39,5 Prozent und Straubing-Bogen mit 38,6 Prozent. Der erste Stadtkreis der Mehrpersonenhaushalte mit Kindern findet sich erst auf Rang 171: Hier weist der Stadtkreis Hamm einen Anteil von 30,7 Prozent auf. Entsprechend seines hohen Anteils an Singlehaushalten liegt am anderen Ende der Skala der Stadtkreis Würzburg. Der Anteil an Mehrpersonenhaushalten mit Kindern liegt dort bei nur 18,1 Prozent.

Zur GfK-Studie

Bei den „GfK Bevölkerungsstrukturdaten“ handelt es sich um soziodemografische Daten auf verschiedenen regionalen Ebenen. Sie beschreiben Bevölkerung und Haushalte in Deutschland hinsichtlich ihrer Haushaltsstruktur (Ein- und Mehrpersonenhaushalte mit und ohne Kinder sowie Ausländerhaushalte), der Altersstruktur (Alter des Haushaltsvorstands) sowie der Einkommensstruktur (Unterscheidung von sieben Einkommensklassen). Daneben liegen auch Daten zur Bebauungsstruktur (Ein-, Zwei-, Mehrfamilienhäuser usw.) vor.

Erneut „Stadt der Liebe“

Wie bereits 2018 berichtet ist Würzburg auch 2020 zur „Stadt der Liebe“ erklärt worden: In einer Studie des Familien-Onlineportals „Betreut.de“ wurde sich auf die Suche nach Deutschlands „Stadt der Liebe“ gemacht und 75 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern hinsichtlich ihrer Bedingungen für ein romantisches Date verglichen. Als Analysefaktoren wurden beliebte Dating-Locations (Restaurants, Kinos, Grünflächen), das Angebot für Geschenkartikel (insbesondere Blumen, Schmuck und Süßwaren) sowie Kinderbetreuer einbezogen; denn laut der „Betreut.de Date“ Night Survey (2015) ist für Eltern genau das die größte Hürde für gemeinsame Abende: der fehlende Babysitter.

Liebesschlösser auf der Alten Mainbrücke. Foto: Pascal Höfig

Liebesschlösser auf der Alten Mainbrücke. Foto: Pascal Höfig

Demnach lässt es sich in Würzburg am besten auf Wolke 7 schweben: Dort würde es vor allem an Geschenken nicht mangeln, denn im Vergleich mit allen anderen untersuchten Städten lässt sich dort eine besonders hohe Dichte an Floristen, Juwelieren und Süßwarengeschäften verzeichnen, heißt es in der Studie. Auf Platz 2 und 3 folgen die Städte Heidelberg und Koblenz.

- ANZEIGE -