Silvester. Symbolbild: Pascal Höfig
Silvester. Symbolbild: Pascal Höfig

Überblick: Was an Silvester in Corona-Zeiten erlaubt ist

Silvester steht vor der Tür und viele Bürger sind verunsichert, welche Regelungen am letzten Tag des alten Jahres gelten. Landrat Thomas Eberth ist es deshalb wichtig, möglichst viele Bürger über die geltenden Regelungen zu informieren, so eine Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg.

Tägliches Corona-Update für Würzburg

Die 11. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 15. Dezember 2020 regelt Veranstaltungen, Feiern und Versammlungen bis einschließlich 10. Januar 2021. Unter diese Regelungen fallen somit auch Silvesterfeiern.

Kontaktbeschränkung

Nach den gelockerten Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtstage gelten an Silvester wieder die generellen Kontaktbeschränkungen der 11. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung:

Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens fünf Personen nicht überschritten wird; die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht, so die Pressemitteilung weiter.

Tipps für ein Silvester Zuhause

Ausgangsbeschränkung, Feiern und Böllern

Auch am Abend des 31. Dezember 2020 gilt die Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr. Darüber hinaus sind Ansammlungen und öffentliche Festivitäten landesweit untersagt. Silvesterfeuerwerk darf nicht verkauft werden. Das Böllern auf öffentlichen Plätzen ist nicht gestattet. Auf Privatgrund kann – unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen – noch vorhandenes Feuerwerk abgebrannt werden, so das Landratsamt. Das Abbrennen eines Feuerwerks, wenn man z. B. noch aus dem Vorjahr Restbestände von pyrotechnischen Gegenständen hat, ist in keinem Fall ein Grund nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die Wohnung zu verlassen, heißt es auch in einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

Auch wenn einerseits durch die nächtliche Ausgangssperre niemand zum Böllern die Wohnung verlassen darf und andererseits ein deutschlandweites Verkaufsverbot besteht, bleibt dennoch zusätzlich die Würzburger Rechtslage aus den Vorjahren bestehen, heißt es weiter: Danach ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf der Domstraße, dem Domplatz sowie dem Platz am Vierröhrenbrunnen und auf der Alten Mainbrücke verboten. Hinzu kommen die Verbote rund um die Wallfahrtskirche „Käppele“ inkl. Vorplatz sowie Verbote im Bereich der Festungsanlage Marienberg und rund um die Würzburger Residenz inkl. Residenzplatz. Auch die sonstigen gesetzlichen Verbote, wie das Abbrennverbot in unmittelbarer Nähe (8 Meter) von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, bleiben ergänzend in Kraft, so die Pressemitteilung der Stadt.

Bitte um Verzicht auf Feuerwerk

„Wir wissen um die Brisanz der Einschränkungen. Dennoch ist die Einhaltung der Ausgangssperre und damit der Verzicht auf das Böllern sehr wichtig“, so Kommunalreferent Wolfgang Kleiner in der Pressemitteilung. Er weist darauf hin, dass durch die andauernde angespannte Corona-Pandemie Krankenhäuser und Notfallambulanzen bereits jetzt stark belastet sei. „Da ist jeder Unfall einer zu viel“, meint er. Daher fordert er nachdrücklich dazu auf, auch auf privaten Flächen auf ein Abbrennen von Feuerwerkskörpern gänzlich zu verzichten.

Das Ordnungsamt der Stadt hat für die Silvesternacht ein Sicherheitskonzept mit der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt abgestimmt. Für die Umsetzung dieses Konzeptes werden auch der Kommunale Ordnungsdienst sowie Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes zum Schutz von öffentlichen Einrichtungen und Brücken im Einsatz sein.

Appell des Landrats

Auch Landrat Thomas Eberth appelliert – auch im Namen der Bürgermeister im Landkreis – an die Bevölkerung, sich an die geltenden Regelungen zu halten: „Corona fordert uns allen aktuell viel ab. Liebgewordene Traditionen wie im Freundes- und Bekanntenkreis Silvester zu feiern und das neue Jahr mit Böllern zu begrüßen, sind in diesem Jahr leider nicht möglich. Dennoch möchte ich Sie bitten, sich an Silvester umsichtig zu verhalten und die geltenden Regeln zu befolgen. Lassen Sie uns in dieser entscheidenden Zeit solidarisch handeln und zusammenstehen!“

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