Das Auto-Leasing gewinnt an immer mehr Beliebtheit! Foto: Pascal Höfig
Das Auto-Leasing gewinnt an immer mehr Beliebtheit! Foto: Pascal Höfig

Auto-Leasing: Erhebliche Vorteile für PrivatkundInnen

Wer ein neues Auto kaufen möchte, steht immer wieder vor der gleichen Frage. Soll das Auto via Finanzierung gekauft werden oder stellt Leasing die bessere Alternative dar. Beide Varianten weisen sowohl Vorteile als auch Nachteile auf. In der Vergangenheit haben sich gerade PrivatkundInnen fast immer für die Finanzierung als Zahlungsoption entschieden. Allerdings nimmt die Beliebtheit von Leasing in letzter Zeit stark zu.

Monatlich kündbare Leasingverträge & Versicherungen

Die Deutsche Automobil Treuhand (kurz: DAT) hat hierzu interessante Zahlen veröffentlicht. Demnach entscheiden sich mittlerweile annähernd 20 Prozent der privaten KäuferInnen von Neuwagen für das Leasing. Es werden noch mehr werden. Denn das Leasing entpuppt sich gerade in der aktuellen Krisenzeit rundum Lockdown, Homeoffice und wirtschaftlichen Problemen als sehr gute Lösung. Auch einige Versicherungen ziehen hier mit und haben Preise bzw. Konditionen entsprechend angepasst. Sie bieten ebenfalls monatlich kündbare Versicherungen und andere Sparmodelle an. In Krisenzeiten stellt dies ein absolut passender Ansatz dar.

Zwei verschiedene Leasing-Arten stehen zur Verfügung

Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Leasing-Arten unterschieden. Zur Auswahl stehen dabei das Leasing mit Kilometervertrag sowie das Leasing mit Restwertvertrag.

1. Auto-Leasing mit Kilometervertrag

Beim Auto-Leasing mit Kilometervertrag spielen im Rahmen der Nutzungsdauer immer die tatsächlich gefahrenen Kilometer die zentrale Rolle. Dabei vereinbaren Leasinggeber und LeasingnehmerIn bereits im Vorfeld in verbindlicher Form, wie viele Kilometer mit dem Auto während der Vertragslaufzeit zurückgelegt werden können. Die vereinbarte Kilometerzahl beeinflusst dann auch die Höhe der Raten. Das bedeutet: Je höher die Kilometerzahl veranschlagt ist, desto üppiger fallen auch die monatlichen Raten aus. Fährt der/die LeasingnehmerIn letztendlich mehr als die angegebene Kilometerzahl, muss er am Ende noch einmal drauflegen. Bleibt man allerdings deutlich unter der jeweils vereinbarten Kilometerzahl, gibt es sogar Geld zurück. Als Kulanzzahl nach oben und unten werden meistens 2.500 Kilometer angegeben.

2. Auto-Leasing mit Restwertvertrag

Entscheidet man sich als LeasingnehmerIn dagegen für das Auto-Leasing mit Restwertvertrag, legt man gemeinsam mit dem Leasingpartner im Vorfeld den so bezeichneten Restwert fest. Hier gilt die Faustregel: Je kleiner der vereinbarte Restwert ausfällt, desto höhere Raten fallen an. Hierbei muss allerdings immer bedacht werden, dass immer erst zum Schluss abgerechnet wird. Denn am Ende prüft ein Gutachter das Auto und beziffert die Summe, die der Wagen im aktuellen Zustand auf dem Gebrauchtwagenmarkt einbringt.

Weicht dieser Preis nicht deutlich vom vereinbarten Restwert ab, ist so weit alles in Ordnung. Liegt der neu ermittelte Restwert sogar über dem vereinbarten Restwert, bekommt der/die LeasingnehmerIn sogar Geld zurück. Anders sieht es aus, wenn Gutachter den Restwert deutlich nach unten drücken. In diesem Fall kann es für den LeasingnehmerInnen teuer werden. Denn dann muss die Differenz aus eigener Tasche beglichen werden.

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen diesbezüglich, dass neben Schäden und Mängeln auch die aktuellen Rahmenbedingungen für einen stark nach unten korrigierten Restwert sorgen. Es besteht daher ein weitaus größeres Risiko, beim Auto-Leasing mit Restwert am Ende noch einmal Geld zuzuschießen. Demgegenüber kann der/die LeasingnehmerIn beim Auto-Leasing das Fahrverhalten und die Fahrintensität so steuern, dass man nicht allzu deutlich über die vereinbarte Kilometerzahl kommt.

Darum ist das Auto-Leasing jetzt noch attraktiver

Unabhängig von der Art erweist sich das Leasing genau für die PrivatkundInnen attraktiv und lohnenswert, die nicht länger als vier Jahre mit dem geleasten Auto planen möchten und feste monatliche Raten bevorzugen. Durch die frei wählbaren Laufzeiten von zwölf, 24, 36 und 48 Monaten besteht für LeasingnehmerInnen hier eine enorm große Flexibilität.

Diese wird durch die aktuellen Angebote an preisgünstigen und monatlich kündbaren Leasingverträgen noch weiter erhöht. Wer es bequem und gleichzeitig komprimiert mag, entscheidet sich dabei für ein Rundum-sorglos-Paket, das Services wie An- und Abmeldung, Inspektionen oder auch eine direkt integrierte Vollkaskoversicherung beinhaltet. Dadurch entstehen für LeasingnehmerInnen keine weiteren Sonderkosten.

Die Flexibilität der LeasingnehmerIn passt damit genau in die aktuelle Krisenzeit. Wie lange diese Krise anhält und was danach kommt, lässt sich nicht sicher prognostizieren. Daher schwingt sich das Leasing ohne Mindestvertragslaufzeit und mit All-inklusive-Prinzip zu einer Lösungsalternative auf, die dem Zeitgeist entspricht und kundenorientierte Features garantiert. Entsprechende Angebote gibt es mittlerweile reichlich.

Auf einen Blick: Die Vorteile von Leasing

  • Feststehende Ratenzahlungen über einen Zeitraum von einem Jahr bis vier Jahren.
  • Erhöhte Planungssicherheit dank der festen Raten.
  • Die neuesten Modelle stehen zur Verfügung.
  • Kaum Reparaturen aufgrund von Verschleiß, da es sich in der Regel um einen Neuwagen, einen Jahreswagen oder einen jungen Gebrauchtwagen handelt.
  • Durch das Leasing ist es möglich, das Fahrzeug jedes Jahr oder spätestens alle vier Jahre zu wechseln.
  • In den meisten Fällen verlangen die AutohändlerInnen nur eine vergleichsweise geringe Vorauszahlung. Teilweise ist es auch möglich, ein Auto ganz ohne Anzahlung zu leasen. Zu Vertragsbeginn ist daher ein großes Eigenkapital nicht zwingend erforderlich.
  • Nach Vertragsende stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Das Leasing-Fahrzeug kann einfach zurückgegeben werden oder aber der/die LeasingnehmerIn entscheidet sich für den Kauf des geleasten Wagens (hier: Andienungsrecht).
  • Bei einer geringeren Laufleistung respektive einem höheren Restwert gibt es einen finanziellen Bonus vom Leasinggeber.
  • Beim Modellwechsel nach Ende der Vertragslaufzeit ist ein Anschluss-Leasing jederzeit möglich.
  • Einige Anbieter haben neue Leasingmodelle entwickelt, bei denen eine monatliche Kündigung möglich ist. Das erhöht deutlich die Flexibilität und die Reaktionsmöglichkeiten für LeasingnehmerIn. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie es momentan aufgrund der Corona-Pandemie der Fall ist, ist dies ein entscheidender Vorteil gegenüber längerfristigen Bindungen.
  • Auch einige Versicherungen ziehen mit und bieten günstige Sonderkonditionen sowie die Möglichkeit zu einer monatlichen Kündigung an.
  • Kein Aufwand in Bezug auf den Wiederverkauf des Autos.

Mögliche Nachteile, welche man Bedenken sollte

Die Medaille hat bekanntlich immer zwei Seiten. Das gilt natürlich auch für das Leasing. Bei allen Vorzügen und Vorteilen, die das Leasing für Privatpersonen offenbart, sollten sich potenzielle LeasingnehmerInnen auch immer mit den möglichen Nachteilen auseinandersetzen. Denn beim Auto-Leasing haben einige Punkte ein Für und Wider. So ist es sicher ein Pluspunkt, dass die LeasingnehmerInnen – immer abhängig von der jeweiligen Laufzeit – in vergleichsweise kurzen Abständen auf neue Automodelle umsteigen können. So können AutofahrerInnen quasi jedes Jahr ein anderes Modell fahren. Diese hohe Flexibilität geht in der Regel aber gleichzeitig auch mit höheren monatlichen Raten einher. Das ist dann wiederum ein Nachteil.

Mögliche Nachteile von Leasing

  • Beim Leasing bleibt das Auto immer Eigentum der Leasinggesellschaft.
  • Je nach vertraglicher Konstellation kann es zu Einschränkungen bei der Nutzung des Leasing-Fahrzeugs kommen. Ein typisches Beispiel stellt zum Beispiel das Kilometerleasing dar.
  • Bei der Rückgabe des Fahrzeugs fallen eventuell Nachzahlungen an. Dies ist zum Beispiel bei einem Überschreiten der vereinbarten Kilometerleistung oder bei gröberen Schäden der Fall.
  • In der Regel kann der/die LeasingnehmerIn den Versicherungsumfang nicht selbst bestimmen und muss sich an die Vorgaben des Leasinggebers halten.
  • Mitunter ist es schwer, einen Leasingvertrag vorzeitig zu kündigen.
  • Der/die LeasingnehmerIn steht in der Pflicht, das Fahrzeug permanent zu pflegen und sämtliche Serviceintervalle einzuhalten.

Wer im Vorfeld die monatlichen Kosten eines eigenen Autos mit der Leasingrate vergleichen möchte, findet hier den Autokostenrechner vom ADAC.

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