Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Wohnen. Foto: Pascal Höfig

Studie: 3.747 € pro Quadratmeter für Wohneigentum in Würzburg

Wer träumt nicht auch von einem Wohnraum, den man sein Eigentum nennen kann? Wer in Würzburg vorhat, eine Wohnung oder ein Haus zu erwerben, der muss noch immer tief in die Tasche greifen – auch in der Corona-Pandemie. So die Sparda-Studie „Wohnen in Deutschland 2020“.

3.747 €/ m² Fläche

Wer in Würzburg Wohneigentum kaufen möchte, muss nämlich im Schnitt 3.747 €/m² Fläche hinblättern. Damit liegt der Quadratmeterpreis über dem bundesweiten Durchschnitt von 2.394 €/, so die Studie. Zur Veranschaulichung: Eine Wohnung mit etwa 80 m² Fläche kostet hiernach in der fränkischen Stadt somit 299.960 €. In Aschaffenburg läge der Preis bei etwa 256.320 €, so zahlt man der Studie nach hier durchschnittlich 3.204 €/m².

Am teuersten seien die Preise aber immer noch in München: 7.220 €/m² werden hier für Eigentumswohnungen fällig. Eine 80 m² große Wohnung kostet hier also schon 577.600 €.

In den Landkreisen günstiger

Außerhalb dieser Ballungsräume wird es dann aber günstiger: Im Landkreis Würzburg liegen die Quadratmeterpreise im Durchschnitt bei 2.950 €, im Landkreis Aschaffenburg sogar bei 2.609 €/m². Am günstigsten ist es im Bezirk Unterfranken im Übrigen in Rhön-Grabfeld: Hier zahlt man durchschnittlich 1.826 €/m²  für Wohneigentum. Nimmt man hier also wieder das Beispiel mit der 80 m² großen Wohnung her, würde man hier theoretisch im Vergleich nur 146.080 € zahlen.

Wer nach mehr Platz sucht, wird ebenfalls in den Landkreisen fündig „Während die mittlere Wohnfläche in den Metropolen bei 86 Quadratmeter liegt, werden in den peripheren ländlichen Räumen im Durchschnitt 120 Quadratmeter angeboten.“, so die Studie. Daher steige auch der Pendlersaldo: Rund 30 km würden Berufstätige in Kauf nehmen, um zur Arbeit zu gelangen.

Wenig Bautätigkeit

Doch woran liegt das? Forscher der Sparda-Studie haben herausgefunden, dass die hohen Preise mit der geringen Bautätigkeit zusammenhängen. „Die Forscher haben die Baufertigstellungen der Jahre 2016 bis 2018 mit dem Bedarf an Wohnraum, der sich unter anderem durch den Zuzug von Menschen in die jeweiligen Städte und Landkreise ergibt, verglichen.“, heißt es, „Entgegen diesem Trend weisen die Städte und Landkreise in Unterfranken jedoch eine sehr rege Bautätigkeit auf. Spitzenreiter unter den Städten ist Würzburg mit 192,6 Prozent.“ Das bedeutet, dass mit rund 192 Prozent deutlich mehr als der Bedarf im Untersuchungszeitraum gedeckt wurde. Zum Vergleich: Aschaffenburg liegt bei 105,8 Prozent, der Landkreis Rhön-Grabfeld aber beispielsweise bei 401,1 Prozent.

Corona-Pandemie hat keinen Einfluss

Entgegen der Erwartungen lässt sich der Immobilienmarkt von der Pandemie nicht beeindrucken „Nachhaltige Einbrüche bei der Nachfrage nach Miet- und Kaufobjekten sind nicht zu beobachten“. Vor allem die Nachfrage nach Einfamilienhäuser sei seit Anbruch der Corona-Pandemie gestiegen.

Auch die Immobilienpreise würden nicht beeinflusst worden sein, so liegt der Zuwachs bei den Kaufpreisen (Bestand und Neubau zusammen) bei rund 15 Prozent. „Diese Zahlen lassen darauf schließen, dass die Verkäufer keinen Markteinbruch aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung befürchten. Im Gegenteil: Immobilien werden offenbar als sichere Wertanlage gesehen. Auf der anderen Seite zeugt der Anstieg auf der Nachfrageseite vom Wunsch nach mehr Sicherheit, Lebensqualität und Eigentum gerade in der Corona-Pandemie.“, so die Pressemitteilung.

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